Aufgaben im Alltag (WDLD)



Mein Leben zeichnete sich schon seit langem dadurch aus dass es anders verläuft als geplant. Seien es die kleinen Dinge wie ein völlig chaotischer Terminkalender oder die großen, als Beispiel das frühzeitige Verlassen der Schule zwecks Ausbildung. Ich mache mir oft Gedanken wie der nächste Tag werden soll, was ich an Arbeit vor mir haben und was davon ich bis abends erledigt haben will. Das klappt dann meist so lange, bis man sich irgendwo bequem hinsetzt… Für mich fühlt es sich so an als ob der Körper zwei Zustände hat. Entweder man ist arbeitsam, motiviert und produktiv, oder eben faul. Natürlich gibt es Zwischenstufen, aber es dominiert doch immer eins der Beiden.
Für mich besteht die Kunst des Lebens darin sich selbst in dem produktiven Zustand zu halten, und so lange wie möglich produktiv zu sein bevor der Körper dicht macht und man es sich bequem macht. Es gibt viele Wege sich das zu erleichtern. Das einfachste ist, eine gute Aufgabenplanung für die Woche zu erstellen, so dass man übersichtlich sieht was noch zu tun ist, und was man abgearbeitet hat. Allerdings braucht diese Methode selbst einiges an Zeitaufwand, um gut zu funktionieren. Ist man ein eher spontaner Mensch, sollte man mal probieren, einfach drauf los zu arbeiten, auch wenn man lieber faul wäre. Aber egal ob man spontan oder strukturiert an seine Aufgaben ran geht, ohne Motivation funktioniert es nicht.
Es gibt zwei grundlegende Ansätze wie man einen Menschen zu motiviertem Arbeiten bewegen kann. Bekommt der Mensch Ärger wenn er etwas nicht tut, oder bekommt er eine Belohnung wenn er etwas tut, so ist er in beiden Fällen bestrebt erfolgreich seine Arbeit zu leisten. Wobei es sich deutlich entspannter lebt wenn man nicht den Druck im Nacken, sondern die Belohnung in Aussicht hat. Mit diesem Wissen kann man sich nun selbst ein wenig veräppeln und dazu bewegen, produktiv zu sein. Als erstes Arbeitet man alles ab was eine negative Konsequenz nach sich ziehen würde, denn erst wenn das weg ist, kann man sich entspannen. Daraufhin legt man sich für einzelne Aufgaben oder für Aufgabengruppen eine Belohnung fest, mit der man sich selbst belohnt wenn alles getan ist. Bei mir ist das meist Schokolade, eine Fahrradtour, ein entspanntes Ründchen am Rechner…
Nichts desto trotz gibt es immer wieder Aufgaben bei denen man sich sträubt anzufangen. Hier hilft es weiter erst mal einen klaren Kopf zu bekommen. Das geht aber nicht wenn man nebenher abgelenkt ist (zocken), sondern nur wenn man wirklich mal nichts im Kopf hat. Ich gehe dafür gerne spazieren, lege mich dann irgendwo im Wald oder auf dem Feld hin und lasse die Gedanken schweifen. Irgendwann bleibt man dann an dem Problem hängen (man darf es dann natürlich nicht verdrängen) und grübelt ob es sich lohnt, wie schwer es wird… Wenn man sich dann bewusst macht, dass man es in jedem Fall tun muss, führt sowieso kein Weg daran vorbei. Und warum nicht gleich damit anfangen?
Mit diesen Ideen und Anregungen könnt ihr vielleicht in Zukunft etwas anders an eure Probleme und Aufgaben im Alltag heran gehen. Und mehr arbeiten, ohne dabei mehr Energie zu verbrauchen!
Wobei es wichtig ist die eigene Belastbarkeit gut einschätzen zu können. Treibt man sich zu arg zur Arbeit und gönnt dem Körper über längere Zeit nicht die nötige Ruhe, kann man leicht in einem Depression rutschen. Das bemerkt man allerdings erst wenn es zu spät ist. Da wiederum ist es hilfreich auf Anzeichen zu achten. Kann ich mich entspannen wenn ich mein Tagessoll erreicht hab? Ist die Menge der Arbeit für morgen realistisch, oder bin ich schon seit Wochen mit meinem Tagessoll überfordert? Kann ich mich innerlich entspannen, oder lenke ich mich nur ab in Ruhezeiten?
Aber egal ob ihr produktiv seid oder ihr euch gerade eine Auszeit gönnt, achtet auf euch. Und wenn ihr nicht wisst was für euch das richtige ist, dann lest mal in der Bibel, denn die ist ein super Ratgeber fürs Leben!

Genießt den Weg, den ihr schon zurückgelegt habt, aber vergesst nicht eure Zukunft!
Be Blessed, be Family

Markus,

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Der Autor des Textes: Markus ist 20 Jahre alt und packt Erlebnisse mit anderen Menschen oder aus seinem eigenen Leben in berührende und zum Nachdenken anregende Kurzgeschichten und Lieder die er hier veröffentlicht.
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