Gottes Auserwählte

Jesus sucht den Superstar

Hey du,
Gott sucht nach supercoolen Leuten, die vor nichts und niemandem Angst haben, die straight Gott nachfolgen, niemals straucheln, niemals hinfallen - denkst du? Quatsch! Gott steht ziemlich auf die Looser, die Chaoten, die Angsthasen, die Zweifler und auf dich.

Der zweijährliche Sporttag (Bundesjugendspiele) meines Gymnasiums ist nicht gerade derTag des Jahres, auf den ich mich am meisten freue. Nicht, weil ich den ganzen Tag schwitzen müsste, das würde ich ja noch ertragen. Es ist der Druck, etwas leisten zu müssen - ein Minimum an Punkten zu erreichen, um besser als die anderen zu sein. Das ist die eine Sache. Die andere ist die Auszeichnung mit besonderen Urkunden für besondere sportliche Leistungen. Nur die besten wurden ausgezeichnet. Normalerweise war ich immer vorne dabei. Aber immer wieder hatte ich Angst, dass es auf einmal nicht mehr zu  reichen würde und ich dadurch meine Anerkennung verlieren würde. Viele von uns schwitzten und gaben alles. Doch so viele mussten mit leeren Händen heim gehen.

Die "Du-bist-gut-so-wie-du-bist-Medallie"
Geht es dir manchmal auch so? Du gibst dein Bestes - doch am Schluss reicht es nicht. Ob beim Sport, in der Schule oder bei Freunden: Was du bist oder leistest, reicht nicht. Es ist einfach nie genug. Unsere Welt funktioniert leider nach dem Prinzip. Nur dei Besten, Schönsten und Intelligentesten erhalten Anerkennung und werden geehrt oder ausgezeichnet. Es geht aber auch anders: Gott kennt weder eine Messlatte noch eine Mindespunktzahl. Denn er hat uns schon lange ausgezeichnet. Lange, bevor wir überhaupt alleine etwas zustandegebracht hätten. Da hatte er schon liebevoll jedem von uns eine "Du-bist-gut-so-wie-du-bist-Medallie" umgelegt. Noch bevor wir auf der Welt waren, war Gott schon zufrieden mit uns. Lies mal Psalm 139!

Gottes Auserwählte
Jesus Christus braaucht keine Superchristen, die alles können und überall die Besten sind. Das sehen wir auch in der Bibel: Zum Beispiel als Gott Mose erschien und ihm den Auftrag erteilte, das Volk Israel aus der Wüste zu führen. Oder als er dem hundertjährigen Abraham und seiner ebenfalls sehr alten Frau Sara, die zudem auch noch unfruchtbar zu sein schien, mitteilte, dass er auf ihnen beiden dei Weltbevölkerung aufbauen würde (1.Mose 17,1-21). Weder Mose, noch Abraham und Sara fühlten sich zu ihrer Aufgabe bereit. Sara lachte sogar ungläubig, als sie erfuhr, dass sie schwanger werden sollte. Alle drei zweifelten an sich und ihren Fähigkeiten oder den Umständen. Sie sahen nur die eigene menschliche Begrenztheit. Mose fühlte sich sich vollkommen unfähig, ein Volk anzuführen. Zuerst wehrte er sich sogar gegen diesen Auftag. Er empfahl Gott, jemand anderes als ihn für diese Aufgabe auszusuchen (2.Mose 4,10-13). Sara schien eine Schwangerschaft in ihrem hohen Alter für unmöglich; sie sah nur auf die biologischen Umstände.

Gott befähigt dei Auserwählten
In beiden Geschichten kümmerte Gott alles Zweifeln und Versagen nicht. Ihm war es gleichgültig, dass seine Kinder nicht an sich glaubten oder an den Umständen zweifelten. Er wollte sie - keine anderen. Er wollte keine begabteren oder mutigeren Menschen. Es beeindruckt mich sehr, dass Gott Mose ohne längere Vorbereitung auf eine solch riesige Aufgabe ansetzte. Und noch etwas: Mose war kein Superchrist - im Gegenteil. Er hatte sogar einen Ägypter auf dem Gewissen und hatte daher aus seinem Heimatland fliehen müssen (2.Mose 2,11-25). Doch Gott der Allmächtige, befähigt ihn in jenem Augenblick, als er Mose diesen Auftrag erteilt.

Gott will Ecken und Kanten
Unser Gott ist in den Schwachen mächtig. Das bedeutet, dass Gott auch schwache und unperfekte Menschen unbedingt in seinem Team haben will. Denn dort, wo wir am wenigsten etwas selbst leisten können, da kann Gott durch uns am meisten bewirken. Dort kommt der Heilige Geist ins Soiel. Er wirkt in uns durch Jesus Christus. Wo wir etwas nicht können, kommt Gott auf dei Bühne. Meine Unvollkommenheit ist nähmlich dei größte Chance für Gott, zu zeigen, was er an mit tun kann. So will er uns in diese Welt senden. Nicht als christliche Überflieger, sondern als gottgesegnete Normalos mit Ecken und Kanten, Fehlern und Schwächen. Das braucht die Welt weit mehr als Superchristen.

Be blessed
Manuel


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