Schätze sammeln

Hey du,
"Was treibt dich an?", fragt die
Volksbank in ihrer Werbung. Was motiviert mich, was begeistert mich? Wir Menschen sind so gestrickt, dass wir und immer fragen: "Was habe ich davon?", "Was bringt es mir?". Ich mache zum Beispiel einen Ferienjonweil er Geld einbringt. Ich arbeite ehrenamtlich, weil es mir Spaß macht. Ich werde Schulsprecher, weil ich mir Anerkennung erhoffe... Ws gibt immer etwas, das uns antreibt, einen Grund, warum wir Dinge tun.

Lohnt es sich?
Wie ist es aber beim Glauben? Lohnt es sich Zeit zum Beten, zum Bibellesen, für den Gottesdienst zu reservieren? Wie ist das Preis-Leistungs-Verhältnis des Glaubens? Darf man solche Fragen überhaupt stellen? Ja, es ist sogar wichtig, die Kosten zu überschlagen. Jesus selbst sagt, wir sollen vorher klug überlegen: "Wenn jemand von euch ein Haus bauen will, setzt er sich doch auch zuerst hin und über schlägt die Kosten. Er muss ja sehen, ob sein Geld dafür reicht." (Lukas 14,25-31). Er empfiehlt, dass  man sich das mit dem Glauben und der Nachfolge gut überlegen soll, denn es wird nicht einfach sein und Konsequenzen haben (Lukas 12,49-53). Nachfolge hat einen Preis. Es kostet etwas. Daher die logische Folge: Lohnt es sich? Was habe ich am Ende davon?

Fetter Lohn im Himmel
Im Prinzip ist es eine logische und einfache Gleichung. Wenn unser kurzes Leben hier auf der Erde einen Einfluss hat, auf die Ewigkeit, dann lohnt es sich, alles zu investieren um Schätze im Himmel zu sammeln (Matthäus 6,19-20). Die Ewigkeit ist ganz schön lang und laut der Bibel sehr glamourös - da wären wir doch dumm, wenn wir nicht darein investieren, für die Ewigkeit Schätze anzuhäufen, anstatt sich hier mit irdischen Erfolgen zu beschäftigen. Da es einen direkten Zusammenhang zwischen unseren Taten hier auf der Erde und unserem Leben in Ewigkeit gibt, lohnt es sich, auch die Kosten in Kauf zu nehmen (2. Korinther 5,10). Aber wie sieht das konkret aus? Wie sammle ich in meinem Alltag ganz praktisch Schätze im Himmel? Zum Propheten Micha sagt Gott das so: "Der Herr hat dich wissen lassen, was gut ist und was er von dir erwartet: Halte dich an das Recht, sei menschlich zu deinen Mitmenschen und lebe in steter Verbindung mit deinem Gott!" (Micha 6,8)

Lohn im Hier und Jetzt
Doch es geht natürlich nicht allein darum, irgendwann mal im Himmel entlohnt zu werden. Das wäre für das Leben hier und Jetzt keine ausreichende Perspektive. Man muss also einen Schritt zurückgehen und sich das große Bild des Lebens und der Ewigkeit anschauen. Spätestens dann wird klar: Der Preis, der Nachfolge lohnt sich auf jeden Fall. Nur deshalb sind Christen weltweit auch bereit, Verfolgung unterdrückung und Folter auf sich zu nehmen, stehen es tausende von jungen Menschen jeden Tag durch, in der Schule gemobbt zu werden, fasten, beten, stehen früh auf um ihren Glauben zu bezeugen. Denn Christsein hat mehr zu bieten, als nur eine Vertröstung auf das Jenseits. Jesus spricht davon, dass es einen Lohn schon hier in dieser Welt gibt. "Ich versichere euch: Jeder der Haus oder Vater oder Kinder oder Besitz um meinetwillen und um der guten Botschaft willen aufgegeben hat, wird jetzt, in in dieser Zeit, alles hundertfach zurückerhalten" (markus 10,29-30).

Es lohnt sich!
Dieser Lohn findet sich nicht unbedingt auf dem Bankkonto wieder, aber es ist ein messbarer Wert in Bezug auf Zufriedenheit, inneren Frieden, Sorglosigkeit, Freudde, Geduld, Mut und Zuversicht - auch in schweren Zeiten. Die Tatsache, dass es einen Gott gibt, der mich sieht und der mich lohnen möchte (Hebräer 11,6), treibt mich an, ein Leben zu leben, das Gott gefällt. Und wenn ich die Kosten überschlage und sehe, was dabei für mich herausspringt, dann ist mit eigentlich sofort klar: Es lohnt sich! Selbst, wenn es die Ewigkeit nicht gäbe, wäre das Kosten-Nutzen-Verähältnis des Glaubens immer noch ein sehr gutes!

Be blessed
Manuel

Bildquelle: https://www.instagram.com/purmagazin/

Kommentare

  1. Mir gefällt dieser Beitrag sehr. Er ermutigt hier und jetzt schon Schätze zu sammeln und am Glauben festzuhalten und hat mir wieder neu gezeigt, wie kurz unser Leben im Vergleich zum Himmel ist. Auch der Spruch am Anfang ist super, muss ich mir unbedingt merken. ;) Und ich glaube, er wird auch schon bald auf meinem Blog auftauchen.... :)
    Liebe Grüsse,
    nanacara

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