#thankyou

Ein kleines Wort mit großer Wirkung

Hey du,
Eigentlich wäre es doch schön, wenn man als glücklicher, zufriedener Mensch durchs Leben gehen würde. Doch immer wieder gibt es Momente, in denen einem eher zum Motzen und Maulen zumute ist als zum Freuen und Danken. Trotzdem ist es möglich, einen dankbaren Lifestyle hinzukriegen.

Was habe ich es gehasst! "Und? Was sagt man da?" oder "Na, hast du dich auch schon bedankt?". Egal, ob es sich um ein hässl
iches T-shitr handelte, das meine Großeltern mir stolz unter den Weihnachtsbaum gelegt hatten, um die Scheibe Lyoner, die es früher immer beim Metzger gab oder um die Langersehnte Musikanlage. Bei Dingen über die wir uns freuen, fällt es uns ja auch gar nicht schwer, Danke zu sagen. Bei Omas Shirts war das schon immer eher eine Herausforderung. Inzwischen weiß ich, meine Eltern haben mir die Dankbarkeit nicht eingetrichtert, um mich zu ärgern, sondern weil sie mir eine ganz wichtige Lebenslektion mit auf den Weg geben wollten. Denn Dankbarkeit ist eine der wichtigsten Grundhaltungen, die wir Menschen haben können.

Dankbarkeit braucht einen Adressaten
Nichts macht uns glücklicher, zufriedener und entspannter als eine dankbare Lebenseinstellung. Wer nur verbissen und muffelig durch seinen Alltag trottet, ist nicht unbedingt jemand, mit dem man gerne Zeit verbringen möchte, stimmt´s? Wer die Augen aber offen hält und sich nach den vielen kleinen schönen Überaschungen umsieht, entdeckt zum einen, wie viele es davon selbst an gruen, trüben Tagen gibt und wird zum anderen ein wirklich angenehmer Zeitgenosse. Außerdem macht Dankbarkeit demütig. Denn Dank braucht immer einen Adressaten. Das ist zum Beispiel meine Oma, die mir etwas schenkt, mein Freund, der mir bei etwas hilft oder meine Mutter, die mich aufmuntert und tröstet. Doch bei wem bedankt man sich für das mega coole Wetter, den fantastischen Sonnenuntergang, für das Glück, dass der Zug heute auch Verspätung hat, sodass man ihn gerade noch erwischt? Wir Christen haben da einen verlässlichen Ansprechpartner: Gott. Als Schöper und Herrscher der Welt hat er all das Geschehen in der Hand. Und er freut sich mit Sicherheit, wenn er sieht, wie sehr wir uns über etwas freuen und ihm dafür danken. Klar, wer freut sich da nicht?

Ein ganzes Jahr voll Dankbarkeit
Die erzieherischen Maßnahmen von Mama und Papa zeigen aber auch: Dankbarkeit ist offensichtlich nichts, was uns einfach so in die Wiege gelegt ist, sondern etwas, das man sich antrainieren, vielleicht auch erkämpfen muss. Auf jeden Fall etwas, das aus der Tiefe unseres Unterbewusstseins hervorgeholt, ordentlich aufpoliert und wieder neu in den Alltag integriert werden sollte. Nicht nur deshalb haben sich verschiedene christliche Werke zusammengesetzt und das Jahr der Dankbarkeit ausgerufen. Noch bis zum diesjährigen Erntedankfest (02.10.2016) dauert dieses besondere Jahr an. Es soll daran erinnern, dass wir - trotz allen Leids, aller Not, aller Krankheiten und Schicksalsschläge - eigentlich ganz schön viele Gründe zum Danken haben. Doch warum schlappen wir dann eher missmutig durch unser Leben, anstatt andere mit unserer Freude und Dankbarkeit anzustecken? Weil Dankbarkeit ein Prozess ist. Ein Trainingsfeld, bei dedm man kleine und große Erfolge feiert, aber auch Niederlagen einstecken muss. Es ist en spannendes Projekt und vielleicht auch eine Lebensaufgabe. Vor allem aber, ist es eine Entscheidung dafür, dass das Glas halbvoll und nicht halbleer ist. Dafür, dass man auch das Positive sieht, das im Leben passiert. Eine Entscheidung für die Freude, für das Leben.

Schritt für Schritt
So weit, so gut. Doch wie wird man nun zu einem dankbaren Mensch? So etwas passiert ja nicht einfach von jetzt auf nachher und ist meißt auch mit Arbeit und Anstrengung verbunden. Doch keine Panik. Ganz so schlimm muss es ja nicht sein. Niemand erwartet von dir, dass du ab sofort immer lächelst, Mama und Papa permanent im Haushalt hilfst, deinen Lehrern dankst, dass sie dir die Matheformel erklärt haben und überhaupt nie wieder schlechte Laune haben wirst. Wenn du aber beginnst, dich mit dem Thema Dankbarkeit auseinanderzusetzten, wirst du feststellen, dass es auch in deinem Leben, egal wie blöd das bisherverlaufen sein mag, ganz viel Grund zur Freude und Dankbarkeit gibt. Du wirst merken, dass es Spaß macht, anderen Menschen eine Freude zu bereiten und so Dankbarkeit bei ihnen auszulösen. Du wirst sehen, dass du dein Leben immer mehr, Schritt für Schritt und Stück für Stück, in Richtung Dankbarkeit ausrichten kannst.

Das Danke-Experiment
Deshalb lade ich dich zu einem kleinen Experiment ein. Lege für dich einen bestimmten Zeitraum fest; das kann eine Woche (sollte aber das Minimum an Zeit sein, einen Monat oder auch ein halbes Jahr sein. Dann überlege dir, in welchem Lebensbereich du gerne etwas mehr Dankbarkeit in deinen Alltag integrieren möchtest: Willst du dich selbst mit dankbaren Augen sehen? Willst du Gott mehr für deine Familie, für deine Freunde oder ein sonstiges Umfeld danken können? Mochtest du auch trotz trauriger Momente und Lied dankbar sein kannst? Oder willst du bei anderen Dankbarkeit auslösen und sie deshalb mit Dankbarkeitsattacken überschütten? Nimm dir für den Anfang erst einmal eine Aufgabe, einen Bereich vor. Setze dir dann konkrete Ziele: Was genau willst du am Ende deines Zeitrahmens gelernt haben? Wie willst du dann sein? Woran werden die anderen merken, dass du in diesem Bereich dankbarer geworden bist? Gib anschliesend deinem Experiment eine Struktur: Bete für deine Lehrer jedes Mal, wenn es klingelt; versuche deine Eltern oder deine Freunde einmal am Tag mit Gottes Augen zu sehen: Was findet er an ihnen vermutlich toll? Überlege dir jeden Tag eine Person, der du helfen, die du ermutigen, trösten oder loben willst. Nimm dir Zeit für dich: Was magst du an deinem Körper, was nicht so und warum nicht? Was kannst du richtig gut? Und wie könntest du das, was du besinders gut kannst weitertrainieren und für andere einsetzen um ihnen so eine Freude zu machen?

Nicht unterkriegen lassen
Lass dich von Rückschlägen, Muffeltagen, gedankenlosen Menschen, die deine Bemühungen nicht sehen oder zu schätzen wissen, nicht unterkriegen. Auch das gehört dazu: Nur wenn du wirklich weißt, wer du als dankbarer Mensch sein willst, und das was du als solcher erreichen willst, kannst du über Muffelköpfe, Neider oder Miesepeter hinwegsehen. Mach dir bewusst, dass du einen ganz großen Antreiber in deinem Leben hast. Jemanden, der dich pausenlos anfeuert, der deine kleinen und großen Erfolge mit dir feiert und der dich bei Misserfolgen tröstet und wieder neu anspornt: Gott. Er ist bei dir und er will dir gerne dabei helfen einen dankbareren Lifestyle zu entdecken, wetten?

Be blessed
Manuel

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Partnerbeitrag: #mehrdanken | AntiAquarium
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