Von Kohle, Knete und Kröten

Oder: So gehst du gut mit Geld um

Klar, wer kennt das nicht: Eigentlich ist uns bewusst, dass wir ziemlich im Luxus leben und auch ausreichend Geld haben - und doch reicht es oft schon in der Mitte des Monats nicht mal mehr für ein Eis. Zumindest geht das mir manchmal so. Irgendwas ist da in der Finanzplanung schief gelaufen. Ich habe ein paar Ideen zusammengetragen, wie es richtig gehen kann.

Gratulation! Mehr als die Hälfte von euch spart fast ihr ganzes Taschengeld - Medienberichte über hohe Jugendverschuldung hin oder her. Das zumindest sagt eine Umfrage eines bekannten deutschen Jugend-Magazins bei mehr als 1200 Teenagern. Dass so viele ihr Geld sparen ist bemerkenswert.

Mit den Emotionen auf
Nicht einfacher macht´s die Werbung, die ständig vorgibt, zu wissen, was wir brauchen. Oder weiß etwa jemand nicht, welches Deo ein richtiger Mann braucht um bei Mädchen zu punkten? Axe natürlich! ... Doch viel gefährlicher sind wir selbst! Denn Emotionen tragen 98 Prozent zu unserem Kaufentscheidungen bei. Wer also nicht bewusst seinen Verstand einschaltet, der wird immer mal wieder etwas kaufen, was er eigentlich gar nicht braucht oder was eigentlich gar nicht passt. Um weniger auf die Werbung hereinzufallen braucht man die richtige Identität. Wer ist, wer er eben ist, und zufrieden mit sich selbst ist, ist unabhängiger von dem, was er hat. So ähnlich hat das zumindest mal irgend so ein Finanzwissenschaftler gesagt... Wie gut, dass für uns Christen klar ist: Wir sind von Jesus geliebt. Er liebt uns so, wie wir sind und deshalb dürfen wir mehr als zufrieden mit uns selbst sein.

Das Erfolgsprinzip
Trotz allen Wissens kann es aber immernoch passieren, dass wir ab Mitte des Monats Ebbe im Portemonnaie haben. Was dann? Hier ein paar Tipps:
# Eine gute Hilfe um mit deinem Taschengeld oder deinem ersten Lohn richtig umzugehen, ist ein kleines Budget, mit klaren Prioritäten: So könntest du zum Beispiel 10% mit andern teilen (Menschen in Not, Freunden, der Gemeinde), weitere 10% auf einem seperaten Konto sparen (für Notsituationen oder für größere Anschaffungen) und dich freuen, 80% ausgeben zu dürfen.
# Erstelle einen Einnahmen- und Ausgabenplan. Es reicht, wenn du dich dabei auf die wichtigsten Kategorien beschränkst, zum Beispiel auf Taschengeld und Nebenjob bei den Einnahmen, und auf Spenden, Sparen und Ausgeben auf der Ausgabe-Seite. Nützliche Hilfen bei der Budget-Erstellung sind Apps wie "Geld-Check" oder "Pocket Money" (für iPhones und AndroidPhones). Völlig klar: Du musst beim Eintragen ehrlich zu dir selbst sein - nur so kannst du auch entlarven, für was du unnötig viel Geld ausgibst und an welcher Stelle du sparen könntest.

Wirtschafts- statt Taschengeld
Wenn du im Umgang mit deinem Taschengeld längst Profi bist und dich gerne an größeren Summen versuchen willst, sprich doch mit deinen Eltern über ein Wirtschaftsgeld anstelle des Taschengeldes. Dabei ist der Betrag deutlich höher, dafür musst du aber auch mehr Ausgaben selber bezahlen wie zum Beispiel Schulmaterialien, Kleidung, Geschenke, Handy- und Mitgliedsbeiträge. Das ist einer der besten Wege zu lernen mit Geld umzugehen und du bist optimal gerüstet für die finanziellen Herausforderungen, die früher oder später kommen werden.

Aus dem vollen Schöpfen - Vier Tipps für einen guten Umgang mit dem lieben Geld
Tipp 1// Freue dich an dem, was du hast, anstatt ständig dem nachzutrauern, was du nicht hast.
Tipp 2// Gib nur das aus, was du wirklich hast - und vergiss verlockende Schnäppchen- oder Ratenkaufangebote. Mach nie Schulden, auch nicht über einen kleinen Betrag.
Tipp 3// Erstelle dir besser früher als später ein eigenes Budget mit Einnahmen und Ausgaben. Damit siehst du genau, wofür du dein Geld ausgibst. Gehe dabei nach dem bewährten 10-10-80-Prinzip vor.
Tipp 4// Gib dein Geld geschickt aus. Lass dich nicht von Sonderangeboten oder deinem Gefühlszustand verleiten, denn oft wirst du das im Nachhinein bereuen.

Ich hoffe ich konnte dir heute ein paar hilfreiche Tipps geben, damit du in Zukunft auch mit wenig Geld richtig gut über die Runden kommst.

Be blessed
Manuel

Bildquelle: http://praise-poster.de/

Kommentare

  1. Höchst interessant, dennoch kann ich die 80-10-10 "Regel" nicht hundertprozentig nachvollziehen. 10 Prozent seines Taschengeldes zu spenden ist zwar sehr edel, dennoch eventuell - vor allem für kleinere Kinder - etwas zu viel verlangt. Vielleicht sollte man lieber mit seinen Eltern darüber sprechen, ein- zweimal im Jahr etwas mehr zu spenden, oder von seinem Weihnachtsgeld etwas abgeben, anstatt die 1,2€ monatlich zu spenden.
    Gehen wir jedoch mal davon aus, dass wir diese "10" beibehalten.
    Die Empfehlung für einen 15-Jährigen liegt bei 25€ Taschengeld im Monat. Davon sind 10% 2,50€... ein bisschen wenig zum sparen, oder? 30€ im Jahr, damit kann man nicht wirklich viel anfangen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer 50-40-10 "Regel"?
    2,50€ spenden, 12,50€ zum Ausgeben - reicht auf jeden Fall für Kino und ein paar andere Kleinigkeiten (zur Not kann man auch mal auf das Gesparte zugreifen, sollte jedoch nicht die Regel sein!) - und immerhin 10€ monatlich zum Sparen! Das sind 120€ im Jahr, da kommt doch was zusammen. So kann man sich auch mal etwas größeres gönnen.
    Trotzdem ein toller Blog, mach weiter so ;)

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  2. Danke! Gute Tipps. Letztendlich sollte jedoch jeder für sich selbst wissen, wie er sein Geld einteilt und ich habe nur einen Vorschlag gemacht. Insgesamt ist das auch abhängig von dem Betrag den man monatlich erhält.
    Trotzdem freue ich mich immer wieder über sinnvolle Einwände und Verbesserungsvorschläge, die nicht nur mir, sondern auch anderen Leser Tipps aus einer anderen Sichtweise geben.

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