Wenn Gott dich ruft

Gottes Weg im Chaos des Lebens entdecken

Berufung - dieses Wort schwirrt immer wieder durch unsere Köpfe. Gott will uns rufen, uns für bestimmte Aufgaben berufen. Aber wie genau findet man das raus? Wie entdecken wir Gottes Berufung in dem Chaos unseres Alltags?

Hey du,
kennst du das, du fängst etwas an, wie zum Beispiel eine neue Sportart, ein neues Instrument oder du übernimmst einen neuen "Job" in deiner Gemeinde und arbeitest zum Beispiel Jungschar mit und wenig später merkst du, dass das überhaupt nicht dein Ding ist. Oft wissen wir nicht, wie es weitergehen soll im Leben, und dann ist es wichtig, Gott nach seiner Idee für unser Leben zu fragen, Gottes Plan für unser Leben, zu dem er uns berufen hat zu kennen. Vielleicht erlebst du das ja auch so wie ich. Das Leben läuft so vor sich hin, es gibt Höhen und Tiefen - und trotzdem hat Gott seine Finger mittendrin.

Berufung - was ist das?
Gott hat für jeden von uns eine Berufung, einen Auftrag, etwas, was er aus unserem Leben machen will. Wir stochern im Nebel herum und irren manchmal etwas planlos durch die Gegend. Wenn es dir so geht, dann willkommen im Club! In der Bibel gibt es keine einzige geradlinige Biographie. Mose musste vierzig Jahre in der Wüste Ziegen und Schafe hüten, bevor er das Volk Israel aus Ägypten befreite. Abraham wartete Jahrzehnte darauf, dass Gott endlich die Verheißung wahr macht und ihm einen Sohn schenkt. David wurde als Jugendlicher zum König gesalbt - aber erst nach einer endlosen Zeit voller Höhen und Tiefen.

Du bist berufen
Gott hat uns nicht berufen, ein Leben auf der Überholspur des Lebens zu führen, sondern ihm geht es dabei um etwas anderes:
1. Du bist dazu berufen bei Jesus zu bleiben.
In Lukas 6,13 und Markus 3,14 steht, dass Jesus zwölf Jünger wählte. Sie sollten ständig bei ihm bleiben und von ihm lernen. Die Jünger waren zunächst nicht dazu berufen, große Taten zu vollbringen - das kam später. Zunächst sollten sie einfach nur bei Jesus sein und von ihm lernen. Höre auf das, was Jesus dir sagt in Predigten, in der Bibel, in deiner Jugendgruppe oder in der Lobpreiszeit. Warte ab, was er dir sagt, was er dir aufs Herz legt. Aber sei nicht erstaunt, wenn das etwas ist, was du nicht erwartet hast.
2. Du bist dazu berufen, nicht perfekt zu sein.
In Psalmen 139, 14 heißt es: "Ich danke dir, dass du mich so herrlich und ausgezeichnet gemacht hat! Wunderbar sind deine Werke, das weiß ich wohl." Gott hat dich und jeden anderen Menschen einzigartig gemacht. Jeder hat eine einzigartige Kombination von Gaben, Möglichkeiten und Fähigkeiten - aber auch Begrenzungen. Das hat Gott genau so in unser Leben hineingelegt. Und das ist gut so. Wir müssen nicht alles können, wir brauchen nicht perfekt zu sein. Es ist sogar richtig gut, wenn man manches nicht kann, denn dann kann ich die Hilfe der anderen in Anspruch nehmen und dadurch entsteht Gemeinschaft.
3. Du bist berufen, das Beste daraus zu machen.
In 1. Korinther 3, 11-16 fordert Paulus und heraus, wirklich etwas aus unserem Leben zu machen, damit Gott dadurch geehrt wird. Er schreibt, dass Jesus  das beste Fundament gelegt hat, das wir haben können. Nun sollen wir mit verschiedenen Materialien weiterbauen. Alle zusammen. Jeder wird dabei andere Materialien verwenden. Am Ende aber, muss sich zeigen, ob unser Lebensbau halten wird. Denn wir sind Gottes Bauwerk, wir sind sein Tempel, in dem der Heilige Geist wohnt. Paulus sagt damit nachdrücklich, dass unser Leben ein Bauwerk sein soll, das Gott Ehre macht und über das er sich freut. Das heißt konkret: Ich soll der beste Manuel werden, der ich jemals werden kann. Gott hat mir bestimmte Fähigkeiten und Begrenzungen gegeben - und mit denen soll ich das Beste geben, damit Gott geehrt wird. In der Schule, in der Familie, in der Gemeinde und für mich persönlich.

Folge dem Ruf
Hier vier hilfreiche Tipps, die mir geholfen haben, meinen Weg zu finden und auf dem Weg zu bleiben:
# Schreib dir auf, wie Gott dein Leben bisher geführt hat - durch Höhen und Tiefen. Ich konnte danken für die schönen Zeiten, die Gott mir geschenkt hat, aber ich wurde auch dankbar für die schweren Zeiten, weil ich so viele wichtige Dinge für mein Leben gelernt habe. Sie haben mich zu dem gemacht, der ich heute bin.
# Was mir bis heute hilft, sind Persönlichkeitstests, die ich ab und zu für mich mache. Dadurch kann ich sehen, wo meine Stärken und Schwächen liegen. Was kann ich gut und will ich ausbauen? Wo bin ich nicht so gut und brauche Unterstützung durch andere?
# Feiere deine Erfolge, "klopf dir ruhig mal selbst auf die Schulter" , und sei dankbar für das, was du geschafft hast.
# Lege dir eine Liste an, mit den Dingen, die dich gerade herausfordern, oder die als Herausforderung noch vor dir liegen. Schau immer wieder auf diese Liste und hake die Dinge ab, die du schon geschafft hast. Das hilft dir dranzubleiben und dich nicht von anderen Dingen ablenken zu lassen.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du Gottes Berufung in deinem Leben entdeckst und ihr folgen kannst. Lass dich durch die wunderbaren Momente, die Gott dir in deinem Alltag schenkt ermutigen dranzubleiben und ein Leben ihm zur Ehre zu führen.

Be blessed
Manuel

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