Zu jung?!

Was Gott über dein Alter denkt

"Wenn ich mal groß bin, dann.."  - oft verschieben wir unsere Träume, unser Engagement für Gott oder Pläne für unser Leben auf später. Dabei will Gott schon heute Großes mit dir beginnen. Denn für Gott gibt es kein "zu jung".

Hey du,
"Dafür bist du noch zu jung!", sagten meine Eltern, als ich mit 12 Jahren das erste Mal den Wunsch äußerte, eine Geburtstagsparty zu schmeißen, die länger als bis sieben Uhr dauerte, die nicht nur aus Kino oder bowlen bestand und auf deren Einladung nicht als P.S. vermerkt war: "Du wirst am Ende nach Hause gebracht". "Dafür bist du noch zu jung!" - was hätte ich schon dagegensetzen können?

Ein Satz mit großer Wirkung
Vielleicht hast du diesen Satz auch schon oft gehört. Wenn es z.B. darum geht, was du darfst und was nict, wohin du gehst und vor allem wie lange und mit wem. Ein Satz, der deine Urlaubspläne vernichtet, wenn du anfängst eine Italien-Freizeit mit gleichaltrigen dem Urlaub mit deiner Familie vorzuziehen. Ein Satz an dem man Eltern und Lehrer schnell erkennt. Ein Satz, der sicherlich viele Menschen vor schlechten Erfahrungen und Jugendsünden bewahrt hat. Aber auch ein Satz, der manche Vision, manche Veränderung, manche Chance, eigene Gaben zu entdecken oder Großes klein anzufangen verhindert hat. Aus Interesse, habe ich in den letzten Tagen einfach mal in der Bibel nachgelesen, was Gott zu dem Thema zu sagen hat und bin auf einige echt interessante Geschichten gestoßen.

Der junge Samuel
Die erste Station führte mich zu Samuel. Samuel war bereits vor seiner Geburt von seiner Mutter Gott versprochen worden und ist quasi wie in einer Internatserziehung bei dem Priester Eli aufgewachsen. Er kannte die Gesetzte, er wusste, wie man sie erfüllt und er erfüllte sie. Wie ein junger Mönch lebte er in frommem Hause und war täglich mit frommen Dingen konfrontiert, während er soglei in einer Zeit groß wurde, in der Gottes Reden selten geworden war (1. Samuel 3). Man hatte noch die heiligen Schriften, aber die Menschen waren in ihrem Herzen zu weit weg von Gott. Lange hatte er nicht mehr geredet, Menschen persönlich gebraucht oder Propheten berufen. Er schien sich rauszuhalten, weil die Menschen ihn aus ihrem Leben raushielten.

Begegnung mit Gott
Eines Nachts aber geschah das Ungewöhnlichste überhaupt: Gott begegnete Samuel persönlich. Er rief ihn drei Mal hintereinander und samuel gehorchte jedes Mal. Anfangs erkannte er ihn noch nicht, weil er Gottes Stimme noch nie zuvor gehört hatte. Er dachte zunächst, Eli hätte ihn gerufen. Dieser musste Smuel für ziemlich durcheinander, betrunken oder einen exzessiven Träumer gehalten haben, weil er so oft hintereinander bei ihm nachts auf der Matte stand. Samuel aber machte sich lieber lächerlich, als nicht auf diese nächtliche Stimme zu hören., die sein und das Leben vieler anderer verändern würde. Denn das Ganze war der Anfang von etwas Neuem. Gott redete wieder. Und zwar zu einem jungen Mann der von anderen belächelt wurde, weil er so gottgefällig lebte und weil er Dinge vernahm, die die anderen, selbst Eli, nicht für real hielten. Samuel aber wusste: Ich muss dieser Stimme gehorchen. Er erfuhr etwas von der Realität Gottes, die wir nur dann erfahren, wenn wir total auf Gott fixiert sind.

Mitarbeiter gesucht
Gott seinerseits wollte die Welt revolutonieren, indem er jemanden suchte, der dazu bereit war. Seine Stellenausschreibung hätte wohl in etwa so gelautet: "Suche mutigen, jungen Mann, der kein Mitläufer ist, sondern bereit dazu, meine Aufgaben und Ziele trotz des Wiederstands und anderer Meinungen auszuführen. Zudem sollte mein zukünftiger Mitarbeiter sich der Wahrheit verpflichtet fühlen und meine Interessen auch gegenüber anderen Machthabern und Vorgesetzten vertreten." Keine leichte Aufgabe. Bei der Beschreibung denkt man an jemanden, deralt, erfahren, weise, studiert, gesellschaftlich anerkannt oder skrupellos ist. Nichts von all dem war Samuel. Aber er war eins: Er war bereit. Er wusste, wenn Gott ihn in diese Position ruft, dann genügt das. "Wenn Gott eine Aufgabe für mich vorgesehen hat, dann wird er dafür sorgen, dass ich das schaffe", ist Samuel sich sicher. Und deshalb tut er das einzig Richtige: er gehorcht.

Gottes Ruf folgen
Gott suchte sich nicht den alten, weisen und frommen Priester Eli aus, einen Mann mit viel mehr Lebenserfahrung, Respeckt, Einfluss. Er kam zu Samuel, denn er wusste: Hier ist noch alles möglich! Kinder sind die Zukunft von morgen, heißt es manchmal - und das ist nicht nur eine Binsenweisheit, die man als Floskel gebraucht, sondern ein biblisches Prinzip. Hätte Samuel, der damals noch ein Teenie war, sich ncht aufgemacht, Gottes Ruf zu folgen, so wäre die Welt geblieben, wie sie ist: ein Ort, an dem Gott sich rargemacht hat. Durch Samuel aber konnte Gott neu anfangen mit seiner Welt. Gott nahm Samuel ernst, weil Samuel Gott ernst nahm.

Biblische Durchstarter
In der Bibel gibt es noch weitere Geschichten über junge Durchstarter. Z.B. über Esther, ein Mädchen, das in einem fremden Land aufwuchs, dort an ihrem Glauben festhielt und am Ende das Leben der ganz großen beeinflusste. Oder Daniel, ein junger Mann, der sich nicht den Trends anpasste, und dafür gemobbt wurde, der aber zugleich festhielt an seinem Gott und reich beschenkt wurde. Oder David, ein kleiner Hirte, der einen Riesen besiegte und am Ende zu einem der größten Männer in Gottes Geschichte wurde. Oder Maria, eine unverheiratete schwangere, ie Gottes Sohn in die Welt brachte. Samuel, Esther, Daniel, David, Maria - junge Leute, ohne die Gottes Geschichte nicht so geschrieben worden wäre, wie sie es wurde. Menschen, mit denen Gott die Welt verändert. Gott denkt nicht in Altersklassen. Und für Gott bist du nie zu jung, wenn du dich aufmachst, ihn zu suchen und ihm zu dienen!

Gott denkt nicht in Altersklassen
Für manche Dinge bist du noch zu jung, klar. Aber für vieles eben nicht. Und: Du bist nie zu jung für Gott. Gott ruft dich wie damals Samuel, er ruft dich in deine persönliche Berufung hinein, er sieht in dir schon heute die Zukunft von morgen. Nicht umsonst steht in Jeremia 29,11: "Denn mein Plan für euch steht fest: Ich will euer Glück und nicht und euer Unglück. Ich habe im Sinn euch eine Zukunft zu schenken, wie ihr sie erhofft." Gott will das beste für dich. Er will dich gebrauchen - und wenn du dich ihm überlässt, dann kann er Großes mit dir tun. Genau wie er es bei Samuel, Esther, Daniel, David oder Maria gezeigt hat. Gott denkt niemals klein, sondern immer groß.

Be blessed
Manuel

Bildquelle: http://praise-poster.de/

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