Family mit Gott

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Hey du,
Jesus möchte, dass wir "zum Vater kommen". Er ebnet als sein Sohn den Weg dafür, dass wir dies auch erleben können. Aber möchtest du das überhaupt? Gott als Vater kennenlernen? Anscheinend ist dies ein ganz besonderes Vorrecht, ein Privileg:
Die ihn [Jesus] aber aufnahmen und an ihm glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden. (Johannes 1,12)
Wenn du Jesus auf seinem Weg nachfolgst, läd er dich dazu ein, Teil seiner Familie zu werden - ein Kind Gottes mit allen Familienrechten und -pflichten - ein Sohn, eine Tochter mit einem himmlischen Vater. Das Bild von Gott als Vater taucht an wirklich vielen Stellen in der Bibel auf - meist ein Hinweis darauf, dass es sich um einen zentralen Gedanken handelt - zum Beispiel hier:
Und ihr kennt nur den einen Gott, den Vater von allem, was lebt. Er steht über allem. Er wirkt durch alle und in allen. (Epheser 4,6)
Klingt nach noch einer "guten Nachricht"! Ein Vater, der immer für uns da und überall bei uns ist - wäre das nicht das perfekte Szenario, um sich beschützt und aufgehoben fühlen zu können? Theortisch zumindest. Mir fiel es nähmlich lange schwer, Gott als diesen Vater zu sehen und zu akzeptieren. Warum? Wir haben ja einen menschlichen Vater. Stimmt, wir haben auch eine Mutter. Bevor in dir vielleicht eine innerliche Feminismus-Debatte losbricht, möchte ich gleich zu Beginn betonen, dass sich Gott in der Bibel nicht nur männlich, als Vater, sondern auch als Frau und Mutter vorstellt:
Wie einen, den seine Mutter tröstet, so will ich euch trösten. (Jesaja 66,13a)
Gott erschafft beide - Mann und Frau - als Wesen mit göttlichen Eigenschaften, das biblische Wort dafür ist Ebenbild (1. Mose 1,27). Gott ist also mehr, als "nur" Mann oder Frau - er ist einfach beides und sogar mahr als das. Er ist ein für uns nicht greifbares Wesen - und das ist auch gut so. Denn Gott ist Gott und kein Mensch.
Das Bild des Vaters taucht trotzdem häufiger in der Bibel auf. Sicher nicht, um damit eine Wertung der Geschlechter zu voll ziehen, aber vielleicht, weil darin eine tiefe Aussage steckt?!

Jeder von uns hat erst mal eine ganz persönliche Assoziation, wenn er das Wort "Vater" hört, denn unsere Identität ist wesentlich von unseren Eltern geprägt. "Identität" kommt vom lateinischen Wort "idem" mit der Bedeutung der- oder dieselbe. Rein (bio-) logisch bin ich ein zusammengesetzter Teil meiner Eltern und in Bezug auf meine Identität sozusagen "derselbe" aus beiden Teilen. Genau gleich leitet sich auch der Begriff "Identifikation" her, es heißt so viel wie (Wieder-)Erkennen, Übereinstimmen. In der Bibel steht:
Ich habe dich geschaffen, als mein Abbild. (1. Mose 1,27)
Gott hat uns Menschen geschaffen. Er wollte dich genau so haben, wie du bist. Er kennt dich besser als jeder andere. Er kennt dich, selbst, wenn du ihn vielleicht noch nicht kennst (Psalm 139, 1). Er hat deine Haare einzeln gezählt (Matthäus 10, 30), er weiß, wann du aufstehst und schlafen gehst (Psalm 139, 2). Er kennt all deine Wege. (Psalm 139, 3). Er hat dich schon geliebt, bevor du überhaupt geboren warst.  Und er liebt dich immernoch unabdinglich, unabänderlich. Er hat seinen einzigen Sohn auf die Welt geschickt, damit deine Schuld vergeben wird. Damit du zu ihm in den Himmel kommen kannst. Damit du nach Hause zurückkommen kannst. Er liebt dich so sehr, dass er dich wie sein Kind behandelt. Er will dich in seine Familie aufnehmen. Und das ist das größte Geschenk das es gibt. Nimmst du dieses Geschenk an?

Be blessed
Manuel
 

Bildquelle: http://praise-poster.de/

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