Die Sehnsucht nach mehr

Lesedauer: 7min

 Nachvollziehbar glauben

Hey du,
Zweifel an Gott können in Schule, Ausbildug und Uni den Glauben schnell ankratzen. Viele, mich nicht außgeschlossen, fragen sich deshalb nach nachvollziehbaren Gründen für den Glauben. Wir möchten unsere Position gerne auch für Nichtgläubige verstehbar erklären und nachvollziehbar machen, damit ihnen das, was ich glaube einleuchtet und sie anfangen auch mal in die Bibel zu schlauen. Also, warum glaube ich eigentlich? Hier kannst du vier meiner Gründe für den Glauben lesen.

Suche nach mehr
Der Mensch im Westen ist aufgeklärt, denkt scharf nach, versteht die Welt durch die Brille der Wissenschaft und hat scheinbar grenzenlose Möglichkeiten, um zu reisen, zu bauen, zu forschen, Politik zu gestalten und - zu leben. Ein Nachdenken über Glauben und Gottvertrauen gilt als rückständig und wird oft belächelt. Doch als Menschen müssen wir Grenzerfahrungen machen. Unsere Technologie stößt an Grenzen. Die Natur kann nicht kontrolliert und gebändigt werden. Politik scheitert. Kriege auf der Welt werden nicht eingedämmt, sondern breiten sich immer wieder neu aus. Und Hass, Gefühlskälte und Neid bestimmen Menschen sogar in den reichsten Regionen der Welt.
Wenn wir intensiv über diese Dinge nachdenken, bemerken wir unsere Ohnmacht und merken, wie sehr wir uns nach einer perfekten Welt sehnen, in der kein Krieg, kein Neid, kein Hass und kein Leid mehr existiert. Nach einem Ort, wo wir Erfüllung erfahren. Menschen suchen diesen Ort krampfhaft in den verschiedensten Formen - in Arbeitswahn, Reichtum, Anerkennung, Alkohol.
Uns bewegt diese Sehnsucht auch, wenn wir aus dem Alltag rausgerissen werden und plötzlich am Grab eines geliebten Menschen stehen. Es ist die Sehnsucht nach einem Leben nach dem Tod. Die Sehnsucht begegnet uns außerdem in der weiten, wunderschönen Natur Gottes. Manchmal fühlen wir uns unbedeutend vor der Erhabenheit von Seen, Wellen, Wäldern, Tälern, Gebirgen und Sternen. Wir merken, dass wir eine Sehnsucht nach mehr in uns tragen. Wir sind ergriffen von der Schönheit um uns herum. Aber warum eigentlich?
Augustinus, ein Kirchenvater, schreibt: "Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir o Herr". In der Bibel beschreibt Salomo dies ähnlich mit den Worten "auch die Ewigkeit hat er (Gott) ihnen ins Herz gelegt" (Prediger 3,11). Wir haben also etwas in uns, das über das hinaus geht, was es in unserer Welt zu sehen und zu erfahren gibt.

Wissenschaft kann die Welt nur beschreiben
Für die erfahrbaren Dinge ist die Wissenschaft zuständig. Wissenschaft soll beschreiben, was geschieht (z. B. ein Apfel fällt vom Baum), erklären, wie es passiert (Schwerkraft) und vorhersagen, was in Zukunft passieren wird (alle Äpfel und Gegenstände fallen). Das ist natürlich sehr vereinfacht, aber generell kann die Wissenschaft dir beschreiben, wie etwas entstanden ist, doch niemals, warum es da ist. Sie kann dir die Zutaten eines Geburtstagskuchens beschreiben, jedoch nicht, warum dieser Kuchen gebacken wird und wie das Geburtstagskind drauf ist. Sie kann dir beschreiben, dass man auf der Suche nach der Entstehung des Lebens nur Spekulationen und Theorien anstellen kann und dabei nichts wissenschaftlich Überprüfbares und Wiederholbares vorweisen kann. Vor allem kann sie dir nicht sagen, weshalb es Leben gibt. Sie kann dir erklären, dass ein Großteil des Universums in unvorstellbar kurzer Zeit entstand und dass die Feinabstimmung bei der Entstehung des Universums ungefähr so wahrscheinlich ist, als wenn ein Golfspieler auf der Erde mit einem einzigen Versuch ein Golfloch auf dem Mars treffen würde. Noch unwahrscheinlicher ist nach jetzigem Erkenntnisstand aber auch die Entstehung des Lebens durch Zufall. Es kann also mathematisch gesehen nicht zufällig passiert sein. Deshalb ist die Welt, wie sie die Wissenschaft beschreibt, für mich ein guter Grund über Gott nachzudenken.

An welchen Gott soll ich glauben?
Der Gott, den alle Menschen in der Natur sehen und dessen Ewigkeit sie im Herzen spüren dürfen, ist der Gott, der sich durch die Torah den Juden als Jahwe und schließlich der ganzen Welt durch Jesus Christus und die Bibel offenbarte.

Warum glaube ich das? 
 An den ältesten Gott
Wo sollen wir anfangen, wenn wir diesen einen Gott suchen, der sich offenbart hat? wahrscheinlich doch am ehesten bei dem Gott, der sich schon durch die ganze Menschheitsgeschichte geoffenbart hat, oder? Wenn ich das richtig sehe, ist das beispielsweise nicht so bei den Zeugen Jehovas (entstanden in den 1870er Jahren), den Marmonen (entstanden 1830) und verschiedenen anderen christlichen Sekten und auch nicht so im Islam (entstanden 622). Der biblische Gott ist der älteste, der heute noch von vielen Menschen angebetet wird. Dieser Gott hat uns übrigens auch das meist "gehasste" Buch der Welt geschenkt. Trotzdem ist es das bekannteste und am meisten gelesene Buch der Welt ; )

An den Gott, der sein Volk durch die Geschichte trägt
In der Bibel gibt Gott einem Volk auf dieser Weise einen besonderen Stellenwert. Diesen Stellenwert hat es bis heute. Dem Volk wurde viel Verfolgung vorhergesagt, viel Leid, aber ebensoviel Barmherzigkeit. Es ist das Volk Israel. Wenn ich die Geschichte des jüdischen Volkes betrachte, sehe ich den Kampf zwischen Satan und Gott, dem richtenden Handeln Gottes und seiner großen Treue. Die Existenz der Juden sowie die Gründung eines unabhängigen Staates sind für mich weitere nachvollziehbare Gründe für den biblischen Gott.

An den Gott, dessen Prophetien sich erfüllten
Die Geschichte von Jesus ist die am besten überlieferte Geschichte der Antike. Zudem zeigen sich durch die Bibel hunderte von erfüllten Prophetien, die neben dem Leben von Jesus auch viele Städte und Regionen betreffen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Prophetien zufällig erfüllt haben, ist mathematisch unvorstellbar gering.

Bekehrung
Mein schönster Grund, welhalb ich an Gott glaube, ist sehr persönlich und deswegen auch sehr subjektiv. Es ist der erfüllende Glaube an Jesus Christus. Er hat mir meine Schuld vergeben und mein Leben zum Guten verändert. Niemand sagte mit, wie meine Bekehrung sein sollte, also was ich da sagen oder fühlen musste. Trotzdem war sie der schönste Moment in meinem Leben und dieser Schritt zu Jesus gibt mir eine unglaubliche Sicherheit meines Glaubens. Weshalb ist das so? Diese Frage konnte mir noch niemand rational beantwoten.

All diese Punkte führen mich dazu, von einem Gott auszugehen, der "hinter den Dingen" steht. Und genau dieser Gott hat sich in der Bibel offenbart. Ich glaube also an einen Gott, der mich zutiefst liebt und meine innersten Grundbedürfnisse als Mensch zufrieden stellt (mir sagt, woher ich komme und wohin ich gehe). Ich glaube an einen Gott, der die Sehnsucht nach Ewigkeit in meinem Herzen stillt. Ich glaube an einen Gott, der meine intellektuellen Zeifel beantwortet und mir bessere Gründe als jeder andere Gott gibt (meine subjektive Meinung), um ihm zu vertrauen. So erfüllt mich Jesus Chritus auch von der logischen Seite aus gesehen in vielen Dingen zutiefst und lässt mich auch als Zweifler und nachfragenden Menschen nicht mit meinen Sorgen im Stich.

Be blessed
Manuel

Bildquelle: http://instaliga.com/yesheis_

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