Weihnachten - Das Fest der...

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Was Schützengräben mit Weihnachten zu tun haben

Hey du,
cool das du vorbei schaust beim on4u Adventskalender. Jeden Sonntag bis Weihnachten lade ich einen kurzen Text zu Weihnachten oder auch eine schöne weihnachtliche Geschichte hoch. Viel Spaß!

Weihnachten ist das Fest der... Jeder weiß, was jetzt kommt. Das Fest der Liebe. Gähn. Das hört man doch jedes Jahr. Wie wäre es also, mit etwas anderem?
Zum Beispiel damit: Weihnachten - das Fest der Enttäuschungen. Es gibt zwar Geschenke ohne Ende, aber eigentlich wollte ich doch ganz andere Kopfhörer. Die echten und nicht so ein Fake. Den Pulli? Werde ich gleich nächste Woche umtauschen. Und der Gipfel der Einfallslosigkeit ist der Einkaufsgutschein von meinem Bruder. In Höhe von 7,50 Euro. Sich Gedanken machen, was mir wirklich gefallen würde sieht irgendwie anders aus, oder?
Eine andere Variante wäre: Weihnachten - das Fest der miesen Laune. Bei uns herrscht jetzt schon wieder dicke Luft. Jetzt braucht es nur noch einen winzigen Funken, einen falschen Kommentar, dann geht die Bombe hoch. Ich bin gespannt, wer dieses Jahr zuerst die Nerven verliert.
Viel schöner wäre es doch, wenn es dieses  Jahr heißen würde: Weihnachten, das Fest der Versöhnung. Warum auch immer, aber gerade in der Weihnachtszeit fällt mir auf, wie viel Stress und Neid, Kampf und Ärger es gibt. In den Nachrichten, in meiner Stadt, zu Hause - und auch in mir. Wenn es Weihnachten gelingen würde, dies zu durchbrechen, wäre das fantastisch!

Waffenruhe
Einmal hat das schon geklappt. Es war im ersten Weltkrieg. Zwischen der Schweiz und dem Ärmelkanal zog sich ein Geflecht von Schützengräben und Deutsche kämpften gegen Franzosen, Belgier, Engländer. Ein irrsinniger Kampf mit Millionen von Toten. Aber am 24. Dezember 1914 passierte etwas Außergewohnliches. Es war ein klarer Tag. Der ständige Regen hatte aufgehört und es war weitgehend still, nur vereinzelt waren Schüsse zu hören. Einige Soldaten riefen den Gegnern zu, sie wollten die Gefallenen aus dem Niemandsland zwischen den Schützengräben bergen. Unbewaffnet verließen Soldaten beider Seiten ihre Gräben und niemand wagte es auf sie zu schießen. Die Deutschen sangen und am Ende der Lieder applaudierten die Briten. Einige Soldaten brachten den Feinden einen Schokoladenkuchen, den sie selber mit der Feldpost von zu Hause bekommen hatten. Andere Soldaten brachten Zigaretten. Man unterhielt sich, machte Witze. Es wurde gelacht, gesungen und gefeiert. An Weihnachten. Mitten im Krieg. Dieser Weihachtsfrieden dauerte nur ein paar Tage. Dann zog man sich zurück in die Schützengräben und der Krieg ging weiter. Menschen, die gerade eben noch zusammen gesungen haben schossen wieder aufeinander. Es war eben nur ein Nichtangriffspackt. Noch kein Frieden. Noch keine Versöhnung. Aber ein Vorgeschmack darauf, wie Frieden aussehen könnte.

Friedensbeweger
In der Bibel wird berichtet, dass die Engel ein Lied anstimmten, nachdem sie die Nachricht über die Geburt von Jesus überbracht hatten. "Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu!" Unsere Welt braucht Frieden, denn es wird viel gekämpft.Nicht nur auf den Schlachtfeldern dieser Welt, sondern auch zu Hause, in der Schule, in mir selbst, gegenüber Gott. Doch Jesus ist geboren wurde, damit wir Frieden empfangen und durch seine Liege versöhnt werden. Denn sie hat Kraft, das Herz zu verändern. Weil sie vergibt.

Fest der Versöhnung
Weihnachten - das Fest der Versöhnung. Es fängt bei Jesus an und setzt sich bei uns fort. In unseren Herzen, Köpfen und Taten, wenn wir Gottes Geschenk der Versöhnung annehmen und selbst zum Botschafter der Versöhnung werden. (Lies mal 2. Korinther 5). Jesus ist die große Einladung Gottes, uns dem Schützengraben herauszukommen. Er ist Gottes Friedensangebot. Auch an dich und mich und an alle Menschen. Damit aus Feinden Freunde werden. Und das Spielen, Lachen, Singen und Feiern kein Ende nimmt. In diesem Sinne: Einen frohen ersten Advent!

Be blessed
Manuel


Bildquelle:  http://www.365worshipproject.com/

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