Wenn Liebe in die Welt kommt

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Wenn Weihnachten mehr ist

Hey du,
freust du dich, dass Frühling ist? Dann tut es mir leid, denn jetzt geht´s mit voller Schlittenkraft wieder Richtung Weihnachten: Ich rede von kalten, grauen Wintertagen, von heißer Schokolade oder Punsch, vom Getümmel auf dem Weihnachtsmarkt, vom Duft der frisch gebackenen Plätzchen, von der Vorfreude auf Geschenke und dem Schoppen der Geschenke. Von den Tagen, an welchen man besser mit einer Kuscheldecke vor dem Kamin im Haus bleibt und "Jinggle Bells" hört und von weihnachtlich geschmückten Häusern und Wohnungen. Das ist Weihnachten. Wundervoll. Märchenhaft.

Weihnachten ohne Spekulatius und Lametta
Seitenwechsel. Wir befinden uns in einer tropischen Bambushütte mitten auf den Philippinen, bei 40 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 82 %. Es ist heiß, die Sonne brennt den ganzen Tag. Überall stehen Palmen und die Vegetation ist sehr trocken und staubig. Kaum eine Straße ist geteert. Wir sind Fremde hier: verlassen und unbeschreiblich weit weg von unseren Familien, wir schlafen in einem zu kleinen, ungemütlichen Bambusbett in einer kleinen, heruntergekommenen Wohnung. Doch es ist Weihnachten, 24.12. Echtes Weihnachten.
Ich dachte, in einem kleinen, armen Dorf irgendwo in einer trockenen Landschaft wäre man weit entfernt von Weihnachtsstimmung. In Wahrheit ist diese Situation jedoch näher an der Weihnachtsgeschichte als ich es vorher kannte. Was bleibt noch übrig, wenn wir den ganzen Weihnachtskram weglassen? Es geht ja schließlich nicht um irgendeinen künstlichen Stimmungscocktail aus Spekulatius und einem Abend mit Geschenken, sondern viel mehr darum, das Geburtstagskind selbst zu beschenken! Danke sagen, nicht nur an Weihnachten! Jesus alle Ehre zu geben und Gott, dem Vater für sein Geschenk zu danken. Wieder neu vor den Thron unseres himmlischen Vaters zu kommen und auch zu verstehen, wie wir dorthingekommen sind.

Jesus erlebt extremes Kontrastprogramm
Wie krass muss es für Jesus gewesen sein, seine himmlische Heimat zu verlassen und in den Staub und Dreck dieser Welt zu kommen? Was ihn dazu angetrieben? Seine Motivation war Liebe. Der Sohn gab alles auf, viel mehr als wir uns vorstellen können. Er hat nicht nur das saubere Wasser und eine gute Internetverbindung aufgegeben, wie wir, wenn wir auf die Philippinen reisen, nein, Jesus gab Ewigkeit auf, um in unsere Vergänglichkeit zu kommen. Er gab pure Reinheit und Schönheit auf, um in unseren Dreck zu kommen. Er gab seine Unversehrtheit auf, um hier verletzt zu werden. Das Kommen Jesu war nicht nur ein Runterkommen, sondern viel mehr eine Tat der Liebe, die wir kaum verstehen können. Was der Sohn damit tat, hat alles verändert und bringt mich in Verlegenheit und Anbetung. Staub und Dreck sind hierbei das ultimative Symbol für Weihnachten, da es die Gnade und unbeschreibliche Liebe unseres Retters zeigt.
Unser Ziel ist es so zu lieben, wie wir von unserem Retter geliebt werden. Wie dieses "Lieben" funktioniert erklärt uns unser Vater in 1. Korinther 13.4-7: "Liebe hat Geduld. Liebe ist gütig. Sie kennt kein Neid. Sie macht sich nicht wichtig und bläht sich nicht auf; sie ist nicht taktlos und sucht nicht sich selbst; sie lässt sich nicht reizen und trägt Böses nicht nach; sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, sie freut sich, wenn die Wahrheit siegt. Sie erträgt alles; sie glaubt und hofft immer und hält allem stand."
Wow, das ist wirklich LIEBEN! Versuch mal in diesen Versen für "die Liebe" deinen eigenen Namen einzusetzen und lies es noch einmal. Als ich das gemacht habe, habe ich gemerkt, dass ich noch viel zu lernen habe bezüglich der Liebe. Vielleicht geht es dir da ähnlich. Ich möchte daraus ein tägliches Gebet machen und mich so dafür ausrüsten lassen. Also los geht´s, lasst uns Liebe verteilen. Und das nicht nur an Weihnachten, sondern an jedem einzelnen Tag.

Be blessed
Manuel


Bildquelle: http://www.365worshipproject.com/

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