Bist du ein Weltveränderer?

Lesedauer: 6min

Wenn Menschen wie du und ich Großes bewegen

Hey du,
nehmen wir an, du hättest die Möglichkeit, von allen Menschen geliebt zu werden. Überall, wo du hingehen würdest, wärst du willkommen; alles, was du sagen würdest, hätte Kraft und jeder würde deinen Worten folgen. Du wärst das Zentrum dieser Welt. Keiner würde dir widersprechen, weil du immer Recht hättest. Du würdest mehr als genug besitzen. Überfluss wäre dein bester Freund.

Einer, der die Welt veränderte
Diese Möglichkeit steht uns nicht offen; aber für einen stand sie offen, als er auf die Welt kommen sollte: für Gott. Gott hätte sich auf Erden wie ein Gott benehmen können, hätte sich bedienen lassen können wie ein Gott und das Gott-sein so richtig genießen können.
Doch er wählte einen anderen Weg. Er wurde als normaler 08/15-Typ in Bethlehem geboren, mit dem Standardnamen der Zeit: Jesus. Nichts Besonderes. Kein king-sized Bett, kein krasses Ritual bei seiner Geburt. Ein paar Hirten, ein stinkender Stall, wo sehr wahrscheinlich Kot herumlag, wo es nicht sehr königlich vonstatten ging - und schon von Geburt an gehasst.
Er wuchs auf, wurde Zimmermann. Er lernte. Er war Standard. Er wurde von Menschen enttäuscht, in die er sein Vertrauen gesetzt hatte, die er liebte, die Potential hatten und in die er sehr viel Zeit investiert hatte. Doch er ließ sich nicht unterkriegen. Er hatte den Blick stets in Liebe auf die Menschen und auf den Willen des Vaters gerichtet. Mit diesem Fokus war er unaufhaltsam.

Einer, der neue Standards setzte
Nicht einmal der Tod konnte ihn von seinem Plan abhalten. Der Tod, der sogar Teil seines Plans war. Mit dem Kreuzestod Jesu wurde aus jemandem, der zunächst Standard gewesen war, eine Person, die einen ganz neuen Standard setzte, eine ganz neue Ordnung schuf und somit die ganze Welt auf den Kopf stellte. Kein anderer Mensch hat die Weltgeschichte jemals so stark beeinflusst. Kein König, kein Diktator, kein Menschenrechtsaktivist, kein YouTuber oder sonst wer.
Dabei hatte Jesus keine krassen Mittel. Er hatte keinen Facebook-Account, mit dem er Live-Videos aufnehmen konnte und keinen Facebook-Algorithmus, der seine Posts pushte. Werbung konnte er auch nicht schalten. Was mich an dem Ganzen so fasziniert: Jesus hatte weniger Mittel zur Verfügung als wir heute und dennoch hat er unsere Welt, wie wir sie kennen, so stark geprägt.

Willst du die Welt verändern?
Wir als Christen haben die gleiche Power in uns, die Jesus hatte. Wir als Christen haben dasselbe Potential, im selben Ausmaß Weltveränderer zu sein wie Jesus Christus es war. Jesus selbst sagte, dass wir sogar größere Dinge vollbringen werden. Lasst uns als Christen in dieser Welt einen Unterschied machen, indem wir auf diese Kraft zugreifen und sie nutzen. Wir müssen nicht aus eigener Kraft einen neuen Standard setzen. Der Standard wurde schon durch Jesus gesetzt und wir müssen lediglich darauf zurückgreifen.
Das heißt nicht, dass du in eine neue Gesetzlichkeit fallen sollst, um diesen Standard durch Taten zu erfüllen. Ganz im Gegenteil. Es geht darum, dir bewusst zu machen, dass du es nicht aus eigener Kraft schaffst, wie Jesus zu leben und dich so in Gottes Wirkungsbereich hineinbegibst. Wo er der Agierende ist und du der Empfangende.
Wo du nicht handelst, um zu empfangen, sondern empfängst und deswegen handelst.
Das geht jedoch nur, wenn du ganz nah an Jesus dran bist. Wenn du ein Verlangen nach "mehr" hast. Denn Gott gibt dem, der bittet, aber wenn du nicht bittest, was sollst du dann empfangen? Somit ist ein Schlüssel zum Empfangen das Gebet. Das Reden mit Gott. Reden ist ein Teil von Beziehung. Was ist Beziehung, wenn man nicht miteinander redet? Und wie soll man Jesus ähnlicher werden, ohne eine Beziehung mit ihm zu haben?

Jesus und sein (old-school) Facebookprofil
Noch ein weiterer Punkt zu Beziehung ist mir wichtig. Gehen wir von folgender Situation aus: Du hast dich in jemanden verliebt, den du flüchtig in deinem Freundeskreis kennengelernt hast. Du kennst den Namen. Als Erstes checkst du das Profil dieser Person auf Facebook, schaust dir vielleicht die Bilder an und holst noch ein paar weitere Informationen ein. Wir als Christen sagen so oft: "Ich liebe Jesus so sehr.", aber haben noch nie sein old-school Facebookprofil, die Bibel, gelesen. Wir finden es langweilig, aber ich denke, wenn man verliebt ist, will man doch mehr von dem Gegenüber wissen, um auf die Person einzugehen und sie zu verstehen. Wie können wir Jesus richtig kennen, wenn wir nicht seine Story lesen und wie sollen wir dann Jesus ähnlicher werden, wenn wir ihn nicht so richtig kennen? Schließlich ist es beim Hausbau auch sinnvoll, den Bauplan zu lesen, um so gemäß den Vorstellungen des Architekten das Haus zu bauen. Willst du dein Haus wirklich ohne Bauplan bauen?
Was ich hiermit erreichen möchte, ist nicht, dass du deine Bibel liest, weil du es hier gelesen hast, sondern dass du anfängst die Bibel in die Hand zu nehmen, weil du verliebt bist und du verstehst, dass das Bibel lesen dir und deiner Beziehung zu Gott gut tut.

Menschen, wie du und ich verändern die Welt
Wir haben das Potential, die Welt enorm zu verändern, wie Jesus Christus es tat. Wir müssen die Welt nicht aus eigener Kraft verändern oder Superhelden sein - die Jünger Jesu waren auch normale Menschen wie du und ich -, sondern können auf die Power zurückgreifen, die Jesus schon hatte und die nun in uns lebt. Um die Welt zu verändern, können wir also erst mal tiefer in die Beziehung mit Jesus eintauchen. Denn indem er uns immer mehr mit seiner Liebe und seinem Wesen erfüllt, verändert er uns und macht uns bereit, hinauszuziehen in die Welt und etwas zu bewegen, zu verändern, zu verbessern.

Danke Gott!

Be blessed
Manuel 


Bildquelle: http://praise-poster.de/

Kommentare

  1. Ja, es ist schon unglaublich, dass wir an die größte Kraft des Universums, an Gott andocken können, und aus dessen Kraft leben können.
    Mit dem "Welt verändern" habe ich so ein bissel Bauschmerzen. Ich glaube, die Welt wirklich zu verändern, dafür sind wir Christen gar nicht in der Lage. Jesus hat damals auch nicht die "Welt" verändert. Im Gegenteil, er lies sich von der "Welt" kreuzigen. Ich glaube eher, dass wir Christen so leben sollen, wie es uns Jesus vorgelebt hat. Nämlich als großes Gebot der Nächstenliebe und nicht das Abschaffen von Regierungen. Aber vielleicht meinst du ja auch mit "Welt verändern", die Nächstenliebe. Das drauf achten, was es meinen Nachbarn geht, helfen, wo ich kann.
    Die Welt wirklich zu verändern, dass alle gleich sind, dass es kein oben und unten gibt, dass es keine Ausbeutung, kein Hunger, kein Hass, keine Kriege mehr gibt, dass wird erst dann sein, wenn es wie in der Offenbarung steht, einen neuen Himmel und eine neue Erde geben wird.

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  2. Hey Weena, vielen Dank für dein Kommentar! Ja, das mit dem Weltverändern habe ich eher so gemeint, dass wir, wenn wir immer mehr Jesus ähnlich werden und seine Liebe und seinen Lifestyle selbst leben und weitergeben, Menschen in unserem Umfeld verändern können, und damit ja auch ein kleines bisschen die Welt. Klar war das nicht so gemeint, dass man jetzt Regierungen stürzen soll oder irgendetwas bahnbrechendes machen muss. Trotzdem sollte man ruhig auch mal groß denken, und Gottes Macht in sein Denken und seine Pläne mit einbeziehen. Denn für Gott ist nichts unmöglich!

    Be blessed!

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