Glauben mit Freunden teilen

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Hey du,
was bedeutet es, Glauben mit Freunden zu teilen, und wie kann das funktionieren? Ich habe mich in letzter Zeit mal etwas bei euch umgehört.

Anna
Vor meinen Freunden Jesus zu bezeugen, fiel mir nicht immer leicht. Oft dachte ich, dass ich sie mit Bibelversen überzeugen muss, dass ein Leben mit Jesus Sinn macht. Irgendwann habe ich aber erkannt, dass unser Leben oft ein viel größerer Hinweis auf Jesus ist. Einer Freunden von mir, die Jesus nicht kannte, fiel auf, dass ich anders lebe, als die anderen Menschen in ihrem Umfeld. Dadurch entstanden schon einige gute Gespräche, in denen ich ihr von meinem Glauben erzählen durfte. Was mir besonders beim Lesen der Bibel wichtig geworden ist, dass wir nichts aus eigener Kraft tun können. Wenn ich aber Jesus bitte, gibt er mir die richtigen Worte, Situationen und die Kraft dafür.

Daniel
Die Qualität meiner Freundschaften ist von verschiedenen Faktoren abhängig: Meiner Motivation, meinen Bedürfnissen, meinen Hobbies, gemeinsamen Erlebnissen oder dem Spaßfaktor. Aber tiefe Freundschaft ist mehr als Zeit miteinander zu verbringen, nur weil ich etwas davon habe. Es geht darum, für den anderen da zu sein und dafür zu sorgen, dass er bei mir sein kann, wer er sein möchte. Und gerade mein Glauben an Gott hilft mir, den anderen so anzunehmen, wie er ist. Mein Glaube, der mir hilft den anderen so anzunehmen wie er ist, verändert die Qualität meiner Freundschaften.

Daniela
"Ich schäme mich des Evangeliums nicht" (Römer 1,16). Das ist für mich ein ganz zentraler Vers in der Beziehung zu meinen nichtchristlichen Freunden. Ich bin grundsätzlich eine sehr aufgeschlossene Person, daher fällt mir auch der Umgang mit solchen Gesprächen eher leicht. Nichtsdestotrotz bleibt das ein Arbeitsfeld. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. Je eher du gerade in neuen Kreisen (Schule, Uni, Arbeit) Farbe bekennst, desto eher werden die Leute den Glauben als einen Teil von dir betrachten und akzeptieren! Ich habe gemerkt, dass es wichtig ist, konsequent dazu zu stehen. Das fängt z.B. damit an, sämtliche christliche Aktivitäten zu erwähnen, wenn man von seinem Wochenende berichtet. Du wirst merken, es wird mit der Zeit immer natürlicher, davon zu reden. Und letztlich ist gerade dieser authentisch und konsequent gelebte Glaube das, was andere fasziniert und ins Nachdenken bringt. Sei ein Licht für deine Mitmenschen!

Julia
Schon immer hatte ich viel mit Leuten zu tun, die keine Christen sind. Auch heute noch gehören einige von ihnen zu meinen besten Freunden. Keinen meiner Freunde mit ihren wunderbaren, von Gott geschenkten Eigenschaften und Gedanken möchte ich missen. Ich teile mein Leben mit ihnen, bin ihr Freund, helfe ihnen praktisch oder höre einfach zu. Manchmal kann ich ihnen erzählen, wie ich selbst mit Problemen umgegangen bin und welche Rolle Gott in meinem Leben spielt und dass ich für sie bete. Ich kenne meine Freunde sehr gut und weiß, wo ich bei ihnen anknüpfen kann. Durch wen sollen unsere Freunde Jesus kennenlernen, wenn nicht durch uns?


Was bedeutet es für dich, deinen Glauben an Jesus mit Freunden zu teilen und wie gehst du das an? Schreib es doch in die Kommentare oder erzähle es mir per Mail oder WhatsApp. Ich freue mich auf eure Nachrichten!

Be blessed
Manuel


Bildquelle: http://the-worship-project.tumblr.com/

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