#newlife (TDW 2/2017)

Lesedauer: 5min

18 Gott lässt aber auch seinen Zorn sichtbar werden. Vom Himmel herab trifft er alle Menschen, die sich gegen Gott auflehnen und so die Wahrheit mit Füßen treten. Sie führen ein Leben ohne Gott und tun, was ihm missfällt.
19 Dabei wissen sie ganz genau, dass es Gott gibt, er selbst hat ihnen dieses Wissen gegeben.
20 Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine göttliche Macht und Größe sehen und erfahren können. Sie haben also keine Entschuldigung.
21 Denn obwohl sie schon immer von Gott wussten, wollten sie ihn nicht anerkennen und ihm nicht danken. Stattdessen kreisten ihre Gedanken um Belangloses, und da sie so unverständig blieben, wurde es schließlich in ihren Herzen finster.
22 Sie wähnten sich besonders klug und waren die größten Narren.
23 Statt den ewigen Gott in seiner Herrlichkeit anzubeten, verehrten sie Götzenstatuen von sterblichen Menschen, von Vögeln und von vierfüßigen und kriechenden Tieren.
24 Deshalb hat Gott sie all ihren Trieben und Leidenschaften überlassen, so dass sie sogar ihre eigenen Körper entwürdigten.
25 Sie haben Gottes Wahrheit verdreht und ihrer eigenen Lüge geglaubt. Sie haben die Schöpfung angebetet und nicht den Schöpfer. Ihm allein aber gehören Lob und Ehre bis in alle Ewigkeit. Amen.

Römer 1, 18-25

Hey du,
krass. Das war mein erster Gedanke, als ich diese Stelle gelesen habe. Einfach krass. Und als ich die Verse dann noch einmal las, fiel mir auf, wie sehr dieser Text doch eigentlich unser menschliches Herz beschreibt. Wir sind egoistisch, naiv belügen einander und verlieren uns ständig selbst in dem Wirren, das uns ausmacht. Wir schlagen, verletzen, ja töten sogar. Wir sind böse. Fakt. Was glaubst du, warum wir in zivilisierten Ländern so ein komplexes Staatssystem und so etlich viele Gesetze und Regelungen haben? Um mit unserer eigenen Persönlichkeit umzugehen. Um leben zu können, ohne ständigen Mord und Todschlag. Wir haben Angst vor uns selbst. Ja ich weiß, das hört sich jetzt vielleicht wirklich ein bisschen übertrieben an, aber ich glaube, dass es so ist. Unser Herz ist menschlich.
Lies dir doch noch mal Vers 21 durch. Kennst du das? Also ich kenne das nur zu gut. Wenn ich mal überlege, wie viele Stunden am Tag sich meine Gedanken um belanglosen Mist drehen ... ja wie viel sinnvoller ich meine Zeit manchmal nutzen könnte. "... und da sie so unvollständig blieben, wurde es in ihren Herzen schließlich finster." (Vers 21). Wir Menschen sind so wie wir sind. Wir können lernen mit uns umzugehen, mit unserem Herz, unseren Gedanken. Aber wir können es aus eigener Kraft nicht ändern. Wir sind unvollständig.
Und dann fiel mir auf, wie gut dieser Text eigentlich zur Jahreslosung für 2017 passt. Unser Herz ist menschlich und unsere Gedanken oft abwegig. Aus eigener Kraft, aus eigenem Willen, können wir das nicht ändern. Aber Gott kann es! "Ich schenkt euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch" (Hesekiel 36,26). Gott will uns erneuern, er hat die Macht uns von unserem alten Denken und Handeln zu befreien, uns von allem zu lösen, was uns bindet. Er kann uns frei machen, indem er uns ein neues Herz schenkt!
Und das Beste daran: Er schenkt uns dieses neue Herz! Das heißt, wir können nichts dafür tun. Wir müssen nichts besonderes leisten, um von Gott gesehen zu werden. Er beschenkt uns. Völlig unverdient, aus purer Liebe zu uns. Es liegt an uns, dieses Geschenk anzunehmen, und sich von Gott befreien zu lassen.

P.S In Vers 19 steht , dass wir Menschen seit jeher von Gott wussten. Die Komplexität der Schöpfung zeigt, dass das kein Zufall gewesen sein kann. Tief in uns ist etwas, das weiß, dass es einen Gott gibt.
Aber unser eigener Egoismus und unsere Naivität will nicht anerkennen, das es etwas gibt, dass größer, mächtiger ist als wir selbst. Wir beschäftigen uns bewusst nicht mit der Glaubensfrage. Warum auch? Das Leben funktioniert doch auch so. Haben wir nicht schon alles was wir brauchen? Das Leben läuft doch 'toll'. Doch ist das wirklich alles? Wollen wir nicht mehr? Was wenn wir uns beschmutzen? Wir werden immer leerer... Wer wäscht uns rein? Wer wischt uns unsere Tränen ab, wer hilft uns auf, wenn wir am Boden liegen?

Es gibt einen, der reicht dir seine Hand. Nimmst du sie?

 
Be blessed
Manuel 


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