Von Gott lernen

Lesedauer: 4min

Was du dir von Gottes Kommunikation abschauen kannst

Martin Luther mahnte an, den Menschen "aufs Maul zu schauen", um die Gute Nachricht verständlich zu kommunizieren. Seine Bibelübersetzung und viele andere, die bis heute folgten, tragen dem Rechnung. Wenn es aber darum geht, wie du ganz konkret deinen Freunden von Jesus erzählen kannst, so dass sie es verstehen, dann ist es wichtig sich auch mal anzuschauen, wie Gott das macht.

Hey du,
Gott redet in der Bibel schon von Anbeginn der Zeit. Und sein Wort ist nie "bloß Gesagtes", denn wenn er spricht, dann geschieht´s (Psalm 33,9). Das ist sicherlich ein Zeichen seiner Göttlichkeit, das von uns Menschen nicht eins zu eins kopiert werden kann, und trotzdem fordert es heraus: Stimmt das, was geschieht, mit dem überein, was ich rede?
Gott lässt es sich alles kosten, dass sein Reden und sein Handeln das Gleiche ausdrücken: seine leidenschaftliche, liebevolle Suche nach seinen Menschen und der Wunsch nach einer Beziehung zu uns.

Kommunikation ist nie nur Reden
Auch bei Gott nicht. Sie umfasst den ganzen Menschen, der in Beziehung tritt. Sie umfasst das ganze Sein Gottes. Er begibt sich auf Augenhöhe mit den Menschen, tritt ganz in unsere Lebenswelt, taucht ganz in die Freuden und Probleme unseres Alltags ein.
In Jesus wird es am deutlichsten: Gott sehnt sich nach uns. Er will eine Beziehung zu uns. Eine Beziehung, die durch seine Liebe alles verändert. Der Evangelist Johannes bringt es auf den Punkt: "Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns." Gott ist bereit, sein Leben ganz mit denen zu teilen, die ihm am Herzen liegen. Er redet in Jesus nicht nur mit den Menschen, sondern er liebt ganz praktisch. Gott ist da, wenn es weh tut, er teilt Freuden, Sorgen und Ängste - er setzt sich ein und gibt sich ganz hin.

Kommunikation ohne Worte
Vielleicht hat Franz von Assisi Gottes Art der Kommunikation treffend zugespitzt, als er sagte, "Predige das Evangelium zu jeder Zeit und wenn nötig, benutze Worte." Und ich frage mich: Wenn ich meine Worte streichen würde, woran könnten andere dann sehen, dass ich Christ bin? Woran könnten sie Gottes rettende Botschaft erfahren?
Nichts gegen gut verständliche Bibelübersetzungen und Predigten in der Sprache der Zuhörer. Aber vielleicht reicht es nicht immer, den Menschen "aufs Maul zu schauen" und verständliche Worte zu benutzen. Ich glaube es gehört mehr dazu, wenn man anderen die Gute Botschaft näher bringen möchte. Ein Glauben, der nur in deinen Gedanken um Gebet besteht, ist sehr einseitig. Er ist nicht lebendig.

Ein Glaube, der lebendig ist
Es ist leicht irgendetwas zu behaupten, wenn man das nicht in die Tat umsetzen muss. Viel von Liebe reden verändert die Welt aber nicht, sondern erst die Liebe selbst kann etwas bewirken. Ich wünsche mir so sehr, dass meinem Glauben Taten folgen, aber ich merke auch immer wieder, dass ich daran scheitere. Dann können diese Worte wie eine Ohrfeige wirken. Und manchmal merke ich auch, dass ich diese Ohrfeige brauche - weil ich zu bequem bin um zu handeln, zu bequem, meinen Glauben nicht nur zu glauben, sondern ihn zu leben. Wie oft gibt es im Alltag Situationen, in denen ich Gottes Liebe ausstahlen könnte, es aber nicht tue (Der alten Frau die Einkäufe nach Hause tragen, dem Bettler an der Straßenecke eine Tüte Brezeln kaufen...). Dann ärgere ich mich mal wieder über mich selbst, über meinen Egoismus. Aber in solchen Momenten darf ich getrost in den Spiegel schauen und erkennen, wen ich da sehe: Ein Kind Gottes, das trotz allen Scheiterns unendlich geliebt ist.

Be blessed
Manuel
 

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