Wartezimmer

Lesedauer: 4min

Warum warten auch dazugehört

Hey du,
jeder Mensch wartet, und jeder Mensch hasst es, warten zu müssen. Wir warten auf den Bus und wir warten im Stau, darauf dass es endlich Freitag ist, und darauf eine Diagnose gestellt zu bekommen.
Wir warten auf große und kleine Dinge. Auf einen Anruf, das Essen aus der Mikrowelle oder aber auf den nicht vergönnten Urlaub, einen Job, auf den/die Richtige ...

Von Gott vergessen?
Auf manche Dinge haben wir keinen Einfluss. Du magst sofort eine wichtige Nachricht verschicken können, den schnellsten Flug ins Ausland buchen oder innerhalb von Sekunden dein Essen mit der ganzen Welt teilen. Ich kann dir aber nicht sagen, wann dir der Partner fürs Leben über den Weg laufen wird, oder wann die Arbeitsagentur ein Jobangebot für dich hat. Ich weiß auch nicht, wann ein Heilmittel gegen Krebs entwickelt wird oder wann der verlorene Sohn endlich nach Hause zurückkehrt.
Vieles übersteigt unser Wissen, liegt nicht in unserer Macht. Und dann wird Warten nicht nur zu einer Herausforderung, sondern zu einer echten Qual. Es scheint keinen Sinn zu machen, wo wir doch beten und alles daran setzen, diese eine Sache zu bekommen. Verzweiflung, Wut oder Verbitterung, nichts hilft.
Vielleicht hast du schon alles investiert, und sagst dir jetzt, es geht einfach nicht mehr. Gott tut nichts, er hat mich vergessen, verlassen.
Dann bin ich heute hier um dir zu sagen, dass er das niemals tun würde, und dass manche Dinge erst dann Sinn machen, wenn wir sie eines Tages aus der Retrospektive - sprich, im Rückblick - betrachten.

Jeder muss mal warten
Ich selbst musste schon oft lernen zu warten. Ich hatte eine lange Liste geschrieben, zu Themen, die meiner Meinung nach einen guten Text abgeben würden. Aber ich war wie blockiert, über Wochen hinweg. Wenn ich ganz ehrlich sein soll, hätte ich das Bloggen manchmal am liebsten an den Nagel gehängt. Ich wollte keine Posts mehr machen, war es leid, mich vor den Computer zu setzen nur um nach wenigen Zeilen wieder das Gefühl zu haben, leere Worte auf eine Seite zu tippen.
In diesen Zeiten haben viele von euch für mich gebetet und mich ermutigt, weiter zu machen. Das war so wertvoll für mich! Deshalb bin ich jetzt auch hier, mit einem Text zu einem Thema, das ich ursprünglich gar nicht auf dem Zettel hatte, aber schon oft am eigenen Leib erfahren durfte. Warten. Und Gott hat mich gelehrt, dass ich nicht im Alleingang handeln kann, schon gar nicht, wenn es um ihn geht. Er hatte von Anfang an einen Plan, und wenn diese Worte nur einem einzigen weiterhelfen, hat sich das Warten schon vollkommen gelohnt.

Five Reasons to wait
Ich habe viel über das Thema gelesen und gehört. Dieser Text wurde vor allem von einer Predigt von Rick Warren angestoßen und geprägt: „Wage es, auf Gott zu warten“ (Daring to wait on God).
Seine Predigt teilt sich in fünf Gründe zum Warten:
1) Es gibt eine natürliche Verspätung
2) Es gibt einen ungesehenen Kampf, der ausgetragen werden muss
3) Gott bereitet dich für seinen Segen vor
4) Du bist in guter Gesellschaft, während du wartest
5) Gott hält seine Versprechen. Immer.
Diese Punkte lassen sich an der Bibel, und an den Berichten vieler Christen belegen.
Wenn du gerade wartest, dann gib die Hoffnung auf Besserung nicht auf und bleib nicht stehen, nur weil dir die Richtung momentan vielleicht nicht klar ist! Es ist viel einfacher, ein fahrendes Auto zu lenken, als ein Auto mit gezogener Handbremse und stehendem Motor. Solange du bereit bist, Gott die Führung zu überlassen, wird er dich den richtigen Weg leiten - sei nur offen für ihn, und rechne mit seinem Handeln und seinen Weisungen zu jeder Zeit. Dann wird dein Warten nicht umsonst sein.
zwischen Säen und Ernten

Wir sind nie vergessen
Vielleicht bist du im Wartezimmer, weil da noch jemand anderes ist, der an der selben Stelle steht und noch rein gar nichts von Gott versteht. Einer, der sich freut, wenn jemand, so wie du, mit ihm in dessen Richtung geht. Ich will dir sagen, Gott kennt sich aus. Leg deine Pläne vor ihm hin und dann gib dich seinen hin, weil sie noch so viel besser sind.
Komm zur Ruhe, hab Vertrauen in Gottes Treue. Er weiß was du brauchst. Und wenn du gerade im Wartezimmer sitzt, wird es spätestens dann Sinn machen, wenn Gott persönlich die Türe öffnet und dich herein bittet. Er hält noch so viel für dich bereit!

Be blessed
Manuel


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Bildquelle: http://the-worship-project.tumblr.com/

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