Nebendarsteller

Lesedauer: 5min

Warum sie eine so große Rolle in Gottes Geschichte spielen

Hey du,
als Krieg zwischen Israel und Syrien herrschte, versklavte der feindliche Hauptmann Naaman ein junges, jüdisches Mädchen. Als der Hauptmann krankt wurde, riet die junge Sklavin ihrem Herrn, den Propheten Elia aufzusuchen, der durch Gottes Kraft Kranke gesund machen konnte. Naaman folgte dem Rat des Mädchens und wurde geheilt (nachzulesen in 2. Könige 5).
Mehrere hundert Jahre später brachte ein kleiner Junge Jesus sein Abendessen: fünf Brote und zwei Fische. Der Name des Jungen? - wird in der Bibel nie erwähnt. Doch Gott gebrauchte seine kleine Gabe um mehr als 5.000 Menschen satt zu bekommen (nachzulesen in Johannes 6).
Und als viele Jahre vor Christus ein ägyptischer Pharao den Befehl gab, alle männlichen, hebräischen Neugeborene zu töten, widersetzten sich zwei Hebammen, Schifra und Pua, dem direkten Befehl des Pharao und ließen die Kinder leben. Sie retteten damit hunderte Menschenleben, unter anderem auch das von Mose (nachzulesen in 2. Mose 1).

Wie kann Gott mich gebrauchen?!
Eine Sklavin, ein Junge und zwei Hebammen: Alle vier spielten kleine Rollen in großen Geschichten. Alle vier standen irgendwie am Rand der Gesellschaft, hatten keine besonders wichtige Position inne und waren nicht besonders begabt - und doch hat Gott sie gebraucht, um seine Pläne zu verwirklichen.
Vielleicht fragst du dich manchmal, wie Gott jemanden wie dich gebrauchen kann. Vielleicht denkst du, dass du nicht schlau genug, nicht wichtig genug, nicht talentiert genug bist, um von Gott gebraucht zu werden. Aber hey, Gott sieht das ganz anders!

Warum Gott gerade unscheinbare Menschen gebraucht
In 1. Korinther 1 erklärt Gott, dass er sich gerade die Außenseiter, die Kleinen und Unscheinbaren - das, was nach den Maßstäben der Welt "töricht" ist - aussucht und sie für seine Story gebraucht. Er macht das, "um den Egoismus der Hochnäsigen" zu verwerfen. Das bedeutet, Gott gebraucht gerade die, die wissen, dass die keine tollen Hechte sind. Die sich über ihre Fehler bewusst sind und wissen, dass sie Gott brauchen. So wird nämlich Gott groß gemacht und nicht der Mensch.
Jesus Christus braucht keine Superchristen, die alles können und überall die Besten sind. Das sehen wir auch in der Bibel: Zum Beispiel als Gott Mose erschien und ihm den Auftrag erteilte, das Volk Israel aus der Wüste zu führen. Oder als er dem hundertjährigen Abraham und seiner ebenfalls sehr alten Frau Sara, die zudem auch noch unfruchtbar zu sein schien, mitteilte, dass er auf ihnen beiden dei Weltbevölkerung aufbauen würde (1.Mose 17,1-21). Weder Mose, noch Abraham und Sara fühlten sich zu ihrer Aufgabe bereit. Sara lachte sogar ungläubig, als sie erfuhr, dass sie schwanger werden sollte. Alle drei zweifelten an sich und ihren Fähigkeiten oder den Umständen. Sie sahen nur die eigene menschliche Begrenztheit. Mose fühlte sich sich vollkommen unfähig, ein Volk anzuführen. Zuerst wehrte er sich sogar gegen diesen Auftag. Er empfahl Gott, jemand anderes als ihn für diese Aufgabe auszusuchen (2.Mose 4,10-13). Sara schien eine Schwangerschaft in ihrem hohen Alter für unmöglich; sie sah nur auf die biologischen Umstände.

Gott befähigt dei Auserwählten
In beiden Geschichten kümmerte Gott alles Zweifeln und Versagen nicht. Ihm war es gleichgültig, dass seine Kinder nicht an sich glaubten oder an den Umständen zweifelten. Er wollte sie - keine anderen. Er wollte keine begabteren oder mutigeren Menschen. Es beeindruckt mich sehr, dass Gott Mose ohne längere Vorbereitung auf eine solch riesige Aufgabe ansetzte. Und noch etwas: Mose war kein Superchrist - im Gegenteil. Er hatte sogar einen Ägypter auf dem Gewissen und hatte daher aus seinem Heimatland fliehen müssen (2.Mose 2,11-25). Doch Gott der Allmächtige, befähigt ihn in jenem Augenblick, als er Mose diesen Auftrag erteilt.

Gott will Ecken und Kanten
Unser Gott ist in den Schwachen mächtig. Das bedeutet, dass Gott auch schwache und unperfekte Menschen unbedingt in seinem Team haben will. Denn dort, wo wir am wenigsten etwas selbst leisten können, da kann Gott durch uns am meisten bewirken. Dort kommt der Heilige Geist ins Spiel. Er wirkt in uns durch Jesus Christus. Wo wir etwas nicht können, kommt Gott auf dei Bühne. Meine Unvollkommenheit ist nämlich die größte Chance für Gott, zu zeigen, wie er an uns wirken kann. So will er uns in diese Welt senden. Nicht als christliche Überflieger, sondern als gottgesegnete Normalos mit Ecken und Kanten, Fehlern und Schwächen. Aber Normalos, die von Gott dazu befähigt sind mehr zu sein.
Also: Du musst kein Superstar sein, um Gott zu dienen. Sondern du kannst darauf vertrauen, dass Gott dich benutzen will - und dass er dich gut ausrüstet für die Aufgaben, die er für dich hat. Gott beruft nicht die Begabten, sondern er begabt die Berufenen.

Be blessed
Manuel


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