Warum lässt Gott das Leid zu?

Lesedauer: 7min

Eine Suche nach der Antwort auf die große Frage

Die täglichen Schlagzeilen in den Nachrichten schockieren einen jedes Mal neu. Egal wie sie aussehen. Terror, Krieg, Unfälle ... Dann kommt es zu tiefer Trauer, Wut oder man fühlt überhaupt nichts mehr. Tief innen sticht der Schmerz wegen dem was verloren ist.

Hey du,
Wenn der Schmerz so nahe geht kommen einem Gedanken wie: „Warum lässt Gott das Böse zu?” Oder „Wenn Gott doch so allmächtig und so gut ist, warum gibt es dann so viel Leid in dieser Welt?” Diese Fragen sind berechtigt. Und sie sollten ehrlich und aufrichtig beantwortet werden.

Zuerst das Wichtigste
Bevor wir das Thema: „Warum lässt Gott das Böse zu” aufgreifen, müssen wir uns darüber klar werden welche Vorstellung über Gott herrscht. Fragt man: „Glaubst du dass Gott existiert?”, wird sich das schnell herauskristallisieren. Glaubt jemand nicht dass Gott existiert, oder ist unsicher wer Gott ist führt die Frage: „Warum lässt Gott es zu?” nur zu einer langen Diskussion. Besser du erklärst zuerst wer Gott ist. Aber auch, wenn jemand glaubt, dass Gott existiert wäre es gut erst eine Zeit lang mit ihnen über das Wesen Gottes zu reden.
Das Wesen und der Charakter Gottes ist der Schlüssel zur Frage: "Warum lässt Gott es zu?" Aus dieser Perspektive wird das Thema durchsichtiger und zugänglich.

Die Frage nach dem Bösen
Es war der Tatbestand des Bösen, der Autor und Wissenschaftler C. S. Lewis zum Atheist werden lies. Als er jedoch weiter darüber nachgedacht hatte kam er zu dem Schluss, dass wenn es keinen Gott gibt, es auch das Böse nicht geben kann. Dazu schrieb er: „Das Böse kann nur an einem Maßstab für das Gute gemessen und erkannt werden. Ohne Gott und außerhalb den von Ihm kommenden Werten gibt es keinen allgemein gültigen Maßstab. Auch nicht für das Böse. Tief in uns aber wissen wir, dass das Böse existiert. Darum kommen wir nicht herum.” Das Wissen, dass das Böse existiert war für ihn der Beweis, dass es Gott geben muss.

Das Problem mit dem freien Willen
Wir sind in Gottes Ebenbild geschaffen (1.Mose 1,27). Und er zeigt seine Liebe zu uns darin, dass er uns einen freien Willen gegeben hat. Er gibt uns in der Bibel ein paar grundliegende Tipps mit auf den Weg und dann lässt er uns unsere eigenen Fehler machen. Wir können über uns selbst bestimmen. Uns entscheiden. Für Gute oder das Böse (1.Mose 2,16-17).
Es ist nicht schwer selbstsüchtig, egozentrisch oder gewissenlos zu sein. Aber es ist verletzend für andere.
Wir können Gott für das Leid der Welt nicht die Schuld in die Schuhe schieben. Lieber sollten wir einen Blick auf uns selbst werfen - oder auf die, die so tun als gäbe es Gott nicht. (Mehr zu der Sache mit dem Freien Willen kannst du hier nachlesen).

Geschaffen für ein Ziel
Gott hat uns für ein bestimmtes Ziel geschaffen (Epheser 2,10). Dieses Ziel ist Ihn zu kennen und uns über Ihn als unseren Vater zu freuen. Es geht darum, dass wir Ihn durch unser Leben verherrlichen, dass wir Ihm Ehre und Ruhm bringen. Schauen wir uns aber in unserer Gesellschaft um, spüren wir schnell dass irgendetwas nicht stimmt. Da ist so eine Art Zerbrochenheit. Terrorismus, Krieg, Gewalt, Missbrauch, Täuschung und Betrug sind nur ein Ausdruck davon.

Das Problem mit der Sünde
Selbst wenn wir überall nach dem Grund für diese Zerbrochenheit suchen, das tiefer liegende Problem ist ein anderes, es ist geistlicher Art. Denn in Wirklichkeit sind wir selbst das Problem (Römer 3,23). Wir haben nicht für Gott gelebt, haben nicht auf Ihn geachtet. Stattdessen haben wir in eigener Regie gelebt. Wir haben die Beziehung zu Ihm nicht wirklich ernst genommen. Warum auch? Es lebt sich doch auch so. Es ist doch alles super... Die Bibel nennt dies Sünde. Sünde heißt nichts mit Gott zu tun haben wollen. Unser Leben so zu leben wie es uns passt. Sünde ist, uns so zu verhalten, als wären wir selbst Gott. Sünde ist der Grund weshalb die Menschheit verfeindet ist. Mit Gott und untereinander. Die Bibel sagt, dass die Folge der Sünde der Tod ist.

Die Gerechtigkeit Gottes
Fragen wir: "Wenn Gott doch so mächtig und so gut ist, warum lässt Er dann das Böse zu?”, stellen wir die falsche Frage. Stattdessen sollte die Frage lauten: "Wie kann ein heiliger und gerechter Gott, der alles Böse was wir gestern gedacht, gesagt oder getan haben kennt, uns heute früh noch am Leben lassen?” Stellen wir uns diese Frage nicht, sind wir nicht bereit selbst die Verantwortung für Sünde zu übernehmen. Wir denken das Problem liegt nicht bei uns, sondern bei Gott. Sagen wir Gott soll das Böse fernhalten, bedeutet das es gibt irgendwo auf der Welt einen Menschen, der von den Folgen der Sünde nicht betroffen ist.

Die Souveränität des Menschen
Fragen wir: "Warum lässt Gott das Böse zu?”, gehen wir davon aus, dass der Menschen souverän, überlegen ist. So als würde man fragen: “Wie kann es sein, dass Gott seine Macht nicht für den souveränen Menschen einsetzt?” Stellen wir aber uns selbst die Frage, und gehen von der Allmacht Gottes aus, würde sie lauten: “Wie kann ich es wagen mich so zu verhalten als sei ich selbst der allmächtige Gott?”

Das eigentliche Problem
Das tiefer liegende und eigentliche Problem sind Du und ich. Das Problem mit dem Bösen und dem Leid sind wir selbst. Wir haben uns mit unserem eigenen freiem Willen entschieden Gott nicht zu folgen. Wir denken, wir selbst sind das erste und höchste Wesen, nicht Gott. Wir beurteilen Gott wie gut er darin ist, unsere eigene Vorstellung für die Welt umzusetzen. Wir verfangen uns in der Lüge wir seien die Wichtigsten auf dieser Welt. Wir wollen zwar einen Gott der allmächtig ist, aber nicht einen Gott, der auch souverän (in seiner Herrschaft) ist. Ist nun Gott allmächtig, aber nicht souverän, dann ist Er von uns abhängig. Ist aber Gott allmächtig und souverän sind wir von Ihm abhängig.
Gott lässt das Böse in der Welt zu. Würde er das Böse wegnehmen, müsste er das gleiche mit uns tun. Denn eigentlich sind wir alle böse - wegen der Sünde.
Gott ist allmächtig und souverän. Aber - er ist auch Liebe. Wenn wir zu ihm kommen ist er treu und gerecht. Er ist bereit uns zu vergeben und uns von aller Ungerechtigkeit zu reinigen (1.Johannes 1,9). Nur in der Abhängigkeit von Christus können wir das Böse besiegen.

Gott gibt uns in der Bibel eine Art Anleitung fürs Leben und dann lässt er uns unseren Weg gehen. Er lässt uns Entscheidungen treffen ... und er lässt uns Fehler machen. Doch er ist auch nicht gleich wütend auf uns, wenn wir etwas falsch gemacht haben, sondern wir können zu ihm kommen und er vergibt uns. Er zeigt uns seine Liebe darin, dass er uns einen Willen gegeben hat. Er möchte, dass wir die Wahl haben uns für ihn zu entscheiden.
Anstatt Gott die Schuld in die Schuhe zu schieben, anstatt Ihm böse Motive zu unterstellen, sollten wir Ihm lieber für seine Liebe danken. Und den Ausweg für das Böse (samt seinen Konsequenzen) überall bekannt machen - Jesus Christus!

Be blesssed
Manuel


Weitere Posts zum Freien Willen und der Frage nach dem Leid auf meinem Blog:
+ Die Frage mit dem Leid | Wenn du noch Bock und Interesse hast, mehr zu erfahren, lege ich dir diesen Text echt ans Herz. Auch ich hatte sehr lange ein Problem mit dem Zusammenhang eines allmächtigen liebevollen Gottes und dem ganzen Leid und Schmerz in der Welt. Doch dann hat mir Gott persönlich geantwortet und meine Sicht verändert...


Bildquelle: https://instaliga.com/youversion

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