Wie Gebet die Welt verändert

Lesedauer: 4min

Inspiration aus dem Film "War Room"

Irgendwie braucht es doch immer wieder frischen Wind und neuen Aufschwung, wenn es um das persönliche Gebetsleben geht. Klar, dass Gebet wichtig ist, das weiß jeder Christ und klar - man hat ja schon einige Gebetserhörungen erlebt, die Lust auf mehr machen. Aber wie schnell versickert unser Bewusstsein und unsere Motivation und der Stress des Alltags lässt uns gar nicht mehr zur Ruhe kommen?

Hey du,
was ich als Junge lange Zeit echt witzig fande, ist die Tatsache, dass beste Freundinnen, obwohl sie schon den ganzen Tag zusammen waren, sich in der Schule sogar während dem Unterricht Briefe hin und her geschoben haben, abends stundenlang telefonieren und den ganzen Tag nochmal durchbesprechen müssen. Wieso? (Sorry Mädchen ; ).Vor kurzem habe ich mich mit einer guten Freundin auch darüber unterhalten und sie sagte mir, das Mädchen das nun mal so machen. Es ist ihnen wichtig, alles Erlebte bis ins letzte Detail durchzusprechen, dieselben Ansichten zu haben und alles voneinander zu wissen. Hier können sie so richtig vertraut mit ihrer Freundin reden. Den ganzen Tag waren sie ja von Mitschülern umgeben. Jetzt können sie sagen, was sie wirklich fühlen. Das finde ich klingt ja gar nicht mal so blöd und hat irgendwie auch einige Gemeinsamkeiten mit dem Gebet. Auch wenn Gott und ich den ganzen Tag gemeinsam verbringen, so interessiert es ihn, wenn ich ihm nochmals erzähle, wie ich es erlebt habe. Gott möchte von dir hören, wie es dir wirklich geht. Er wünscht sich vertraute Momente mit dir.

Keine Einbahnstraße
Beim Beten geht es nicht bloß darum, Gott ein Ohr abzukauen. Er möchte mit dir reden, dir deine Fragen beantworten. Gottes Reden ist das, was Gebet erst richtig interessant macht. Natürlich müssen wir uns auch Zeit nehmen um ihm aufmerksam zuzuhören. Wenn wir einfach eine Bitte nach der anderen runterleiern und dann mit den Gedanken gleich wieder wo anders sind oder einfach wegpennen, dann ist es schwierig, Gott zu hören. Fang doch einfach mal mit fünf Minuten an. Ich bin immer wieder total überrascht, was Gott in wenigen Minuten alles sagen kann, wenn ich ihm zuhöre.

Auf´s Herz hören
Sei aber geduldig mit dir, wenn es nicht jedes Mal auf Anhieb klappt. Wenn ich von Gott auf etwas unbedingt eine Antwort möchte, aber seine Stimme einfach nicht höre, dann spreche ich das einfach an: Gott, warum höre ich keine Antwort von dir? Es wäre mir so wichtig. Dann bin ich still und warte. Meistens geht unser Gespräch dann weiter und Gott sagt etwas wie: Aber auf diese Frage habe ich dir doch schon lange eine Antwort gegeben. Sie hat sich nicht verändert. Oder: Weil du die Antwort eigentlich ganz genau kennst. Höre nur in dein Herz, dann weißt du, was richtig ist.

Das Herz auffüllen
Manchmal antwortet Gott auch gar nicht auf meine Frage und gibt mir einfach zu verstehen: Ich liebe dich. Ich bin bei dir. Mach dir keine Sorgen. Ich habe alles im Griff. Auch wenn es meine Probleme im Moment vielleicht nicht löst, beruhigt es mich immer wieder, das von Gott zu hören. Auch das ist ein wichtiger Aspekt des Gebets: Immer wieder unser Herz mit Gottes Liebe auffüllen zu lassen. Einfach mal mit ihm zusammen sein, weil es gut tut, mit ihm zusammen zu sein. Vielleicht braucht es gar keine Worte. Es braucht nur dein Herz, das bereit ist, sich für Gott zu öffnen und sich von seiner Liebe und Göttlichkeit erfüllen zu lassen.

Gebet ist eine mächtige Waffe
Der Film "War Room" facht wieder neu die Leidenschaft für das Gebet an. Es geht um Tony und Elizabeth, die das perfekte Bilderbuchleben genießen: Tolle Jobs, eine hübsche Tochter und ihr Traumhaus. Doch hinter den Kulissen sieht es alles andere als rosig aus: Tony feiert seine beruflichen Erfolge und genießt dabei auch das Ansehen von so manch einer hübschen Frau. Währenddessen zieht sich Elizabeth in Vertbitterung zurück. Die Beziehung droht zu zerbrechen. Das Leben von Elizabeth nimmt eine überraschende Wendung, als sie Miss Clara trifft, die den Gedanken prägt: "Siege kommen nicht von ungefähr." Sie ermutigt Elizabeth, in ihrem Haus einen War Room zu gestalten und darin täglich für ihre Ehe und Familie im Gebet zu kämpfen. Dabei erlebt sie Gott auf besondere Weise. 
Der Film inspiert dazu, auch selbst für verschiedene Themen oder Probleme in den Gebetskampf zu gehen und zu beten.

Wie man selbst einen War Room gestaltet
Suche dir einen Platz aus in deinem Haus oder Wohnung, wo du ungestört bist. Lenkt dich etwas in diesem Raum ab? Dann tu es raus. Lass auch dein Smartphone draußen. Stell dir einen bequemen Stuhl oder einen Sitzsack oder was auch immer du willst rein und mach´s dir gemütlich. Nutze diue Wände des Raumes, um deine Gebetsanliegen, aber auch ermutigende Bibelverse zu ordnen. Leg dir Stifte und Post-Its in den Raum. Werde dir darüber klar, was aktuell dringend dein Gebet benötigt. Gibt es etwas in deinem Leben, das dich aktuell stark bedrückt und runterzieht? Vielleicht die Situation in deiner Familie? Vielleicht der Kampf um ein gutes Selbstwertgefühl? Vielleicht die Sehnsucht nach einem Partner? Vielleicht dein Bruder, der nichts von Jesus wissen will? Schreibe deine Anliegen auf ein Post-It und klebe sie an die Wand. Wenn du willst kannst du sie nach Zeit oder Wichtigkeit ordnen um besser den überblick zu behalten. Und dann gehe fleißig in deinen War Room und bete. Bete. Solange - bis etwas passiert. Und es wird etwas passieren! Das verspreche ich dir. Nur eben oft nicht so, wie man es erwartet hätte. Am Ende war es aber das Beste, was passieren hätte können. Gott ist größer als jedes Problem und er hat die Macht, Situationen von heute auf morgen zu verändern. Lass dich von seiner Allmacht überraschen!

Be blessed
Manuel


Tipp: Alternativ zu einem War Room kannst du auch ein Gebetstagebuch führen, in dem du regelmäßig deine Anliegen reinschreibst und dafür betest. Und nach einiger Zeit kannst du mal ein paa Seiten vorblättern und schauen, was Gott so bewegt hat.

Dieser Text basiert auf Inspiration aus dem Film "War Room". Mehr Infos zum Film und den Trailer findest du hier.


Weitere Posts zum Thema Gebet auf diesem Blog:
+ Hast du was gesagt?
+ Gebet bewegt
+ Let´s pray
+ Bitte hier warten
+ Alles auf Empfang?
+ Wie man (nicht) beten sollte


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Bildquelle: https://instaliga.com/youversion

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