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Superhelden des Glaubens #1

Gott stellt sich uns in der Bibel als der "Gott Abrahams" vor. Warum tut er das? Warum sagt er nicht: "Hier ist der Chef vom Universum, der König aller Könige?" Irgendwie muss der Mann, den Gott in seinem Namen führt, für ihn eine große Bedeutung haben. Warum erscheint er ausgerechnet in seinem Namen? Teil 1 der Serie "Superhelden des Glaubens".

Hey du,
drehen wir das Rad mal ganz an den Anfang der Geschichte und beamen uns ins Paradies. Gott erschuf das Gras, die Bäume, den Baum des Lebens und den Baum mit den Früchten, wo man von Gott höchstpersönlich eins auf die Finger kriegt, falls man sie pflücken sollte. Die Tiere kamen dazu uns lebten friedlich miteinander. Zuletzt setzte Gott Adam und Eva in den Garten. Er gab ihnen eine perfekte Umgebung. Adam und Eva mussten keinen Finger rühren, denn es war alles im Überfluss vorhanden.Am Abend gingen sie mit Gott spazieren und fachsimpelten über die Schöpfung. "Wenn ich du wäre, Gott, hätte ich Adam drei Arme gabaut; dann hätte er spülen, Kinder auf dem Arm halten und gleichzeitig mich massieren können. Aber sonst bin ich eigentlich ganz zufrieden." Da bin ich aber froh, liebste Eva.", meinte Gott. Alles war gut. Gott war der "Elohim", der Schöpfer all dieser Herrlichkeit.

Gott der Versorger
Aber es blieb nicht ewig so. Die Menschen wollen selbst den Allmächtigen spielen und ehe man sich versah, war der Apfel von dem verbotenen Baum gegessen. Durch den Sündenfall wurde die Schöpfungsordnung zerstört: Krankheit, Ungerechtigkeit, Streit, Hass, Gewalt und Naturkatastrophen waren die Folge. Gott musste sich neu definieren. Deshalb begegnete er Abraham anders. Nicht als "Elohim", sondern als "El-Shaddai" - Gott, der Allmächtige (2. Mose 6,3). El-Shaddai entspricht ein bisschen dem Bild einer stillenden Mutter, die ihr Kind an ihre Brust nimmt und es mit allem versorgt, was er für rosa Bäckchen und stramme Waden braucht. Das Kind hört den Herzschlag der Mutter und spürt ihre Wärme. Gott will uns in seiner Nähe haben. Er will uns seinen Herzschlag spüren lassen. Was bedeutet nun in diesem Zusammenhang der Name "Gott Abrahams"? Den Namen Abraham bringen wir mit Glauben in Verbindung - Abraham der Glaubensheld. Der Glaube ist das Fundament unseres Lebens. Wenn Gott Abraham auffordert, alle Sicherheiten, sein Zelt, seine Ziehkürbisse und die Briefmarkensammlung aufzugeben, um sich auf eine Reise mit unbestimmtem Ziel zu machen, sagt er ihm damit, dass er von nun an sein Versorger sein will.

Auf der Durchreise
Abraham soll mit seiner Sippe an einen Ort ziehen, den Gott ihm zeigen wird. Das Pikante dabei ist, dass Abraham und seine Familie keine Vorstellung hatten, wie es dort aussehen würde, da ihre weiteste Reise bis dahin aufs stille Örtchen war. Noch pikanter war, dass sie diesen Ort zu Lebzeiten nie erreichten! Der berühmte Prediger Billy Graham hat mal gesagt: "Mein Daheim ist im Himmel. Ich bin nur ein Reisender in dieser Welt." Wir sind in unserem Leben auf der Durchreise, auf einer Pilgerreise sozusagen, mit dem Ziel Himmel, wo immer der auch ist, und wie immer der auch aussieht. Abraham lässt grüßen. Dieses Leben hier ist nicht unsere Endbestimmung. Auf dieser Erde werden wir nicht das Paradies erreichen, vielleicht erahnen, aber nicht darin leben. Trotzdem leben viele Menschen so, als wären diese 70-90 Jahre auf dieser Erde das Höchste der Gefühle. Sie irren. Gewaltig! Denn denen die Gott nachfolgen, steht eine ganze Ewigkeit bevor. Und wir tun gut daran, uns wie Billy Graham ab und zu daran zu erinnern.

Lob für Vertrauen
Bill, ein amerikanischer trainierte seit elf Jahren die besten Golfspieler, als ihm sein Chef eines Tages einen neuen Vertrag unterbreitete. Das Angebot enthielt mehr Lohn, aber auch die Verantwortung für einen neuen Geschäftszweig. Der Haken an der Sache war, dass das angebotene Geschäft ethisch nicht ganz sauber war. In etwa so, wie das Schweizer Bankgeheimnis. Rein menschlich gesehen hätte alles gut gehen können, ohne, dass etwas ans Licht gekommen wäre. Aber aus göttlicher Perspektive stand für Bill viel auf dem Spiel.Wie sollte er Gott gerade in die Augen schauen, wenn er krumme Geschäfte drehte? Bill, der ein gläubiger Christ war, weigerte sich, diesen Vertrag zu unterschreiben. Die Folge seiner Entscheidung brachte Bill die fristlose Entlassung aus seinem gut bezahlten Job. Und Tschüss! War das der Lohn für seine Treue? Im Gebet vertraute er sich der Fürsorge Gottes an, denn er wusste nicht, wie er einen neuen Job finden sollte. Nach kurzer Zeit erhielt er das Angebot, die Geschäftsführung eines der größten Golfturniere der Welt zu übernehmen. Jackpot! Sein Vertrauen darauf, dass Gott sein Versorger ist, wurde in reichem Maß belohnt.

Nichts ist unmöglich
Gott hat uns nicht das Paradies schon hier auf der Erde versprochen, aber dass er uns hier versorgt. Immer. Aber wie können wir sicher sein, wenn wir in einer schwierigen Situation im Leben stehen und es rein menschlich keine Lösung gibt? Es ist der Glaube, dass Gott Wunder vollbringen kann, dass er Türen öffnen kann, die vorher nicht da waren. Unser Fundament auf dem wir stehen. Gott ist unser Versorger. Er kennt da so einige Tricks, wie man zum Beispiel mit fünf Broten und zwei Fischen 5000 Menschen satt kriegt. Er kriegt das auch mit Currywurst und Pommes hin. Oder mit Soja und Tofu in der veganen Variante. Nichts ist unmöglich - zwar nicht für Toyota, aber für Gott. Wenn Gott uns eine Verheißung gibt, möchten wir Menschen, dass sie sofort in Erfüllung geht. Aber als Gott Abram und Sara einen Sohn versprach, passierte 24 Jahre lang nichts. 24 Jahre lang! Als sich bei Sara die biologische Uhr über den Jordan machte, änderte Gott Abrams Namen. Abram (erhabener Vater) wurde zu Abraham (Vater vieler Völker). Weshalb tut Gott das? Steht er auf schwarzen Humor? Es ist doch eine Tatsache, dass Sara keine Kinder mehr bekommen konnte und auch Abraham schon viel zu alt war. Menschlich gesehen eine unmögliche Situation.

Glaube an Wunder
In unserem Leben gibt es auch Fakten wie Krankheiten, Verluste, Tragödien. Sie sind nicht wegzuleugnen. Glauben bedeutet nicht, dass wir diese Tatsachen ignorieren. Glaube bedeutet, dass Gott entgegen der Fakten und menschlichen Unmöglichkeiten Wunder vollbringt. Gott ist im größten Business von Heilung, Wundern und Erneuerung tätig. Er ist der "El-Shaddai", der Allmächtige. Er kann aus jedem Minus ein Plus, aus dem Unmöglichen Mögliches machen. Er schenkte Abraham und Sara einen vor Gesundheit strotzenden Sohn, Isaak. Gott ist nie an die Tatsachen unseres Lebens gebunden. Er kann, was keiner ohne ihn kann. Er kann die Welt verändern!

Be blessed
Manuel




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