Die Jesus-Revolution

Lesedauer: 6min

"Jesus ist die Lösung? Echt, der?"

Das war meine Reaktion, als ich das zum ersten Mal hörte. Dieser Typ, dieser Sandalenträger, dieser Gutmensch, der vor 2000 Jahren durch die Welt gezogen ist, sollte die Lösung für meine Probleme sein?

Hey du,
ja der. Vor zwei Tagen habe ich in meinem Artikel "Was am Ende wirklich zählt" die Bibelstelle aus Römer 6,23 zitiert: "Denn die Sünde wird mit dem Tod bezahlt." Das ist allerdings nur der erste Teil des Verses. Der Rest geht so: "Gott aber schenkt uns in der Gemeinschaft mit Jesus Christus, unserem Herrn, ewiges Leben." (Römer 6,23b)
Jesus macht uns ein Angebot: Er weiß, wie wir den Graben zwischen Gott und uns überwinden können, wie wir die Mauer einreißen. Und er weiß es nicht nur, er hilft uns auch hinüber. Er kennt uns genau, er weiß wie es in uns aussieht. Und er will uns beim Aufräumen helfen.

Die Gute Nachricht
Das klingt für dich - wie für mich noch vor einigen Jahren - vielleicht immer noch reichlich abstrus ... Meine Erfahrung ist aber mittlerweile, dass es sich dabei um eine wirklich gute Nachricht handelt, die ich bekommen habe. Und sie ist nicht exklusiv für mich, sondern Gott hat sie genauso für dich. Also lass uns mal weiter forschen ...
Mit welcher Technik macht Jesus uns sauber? Hat er vielleicht besondere "Putzmittel" im Gepäck? Ja, durchaus: "Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen" (Markus 1,15a).
Die Zeit ist gekommen, in der sich alles zum Guten wendet. Eine erfüllte Beziehung zu Gott, dir selbst und deinen Mitmenschen ist möglich. Alles, was dich bisher noch davon abgehalten hat, dich "beherrscht" hat, muss jetzt keine Rolle mehr spielen, denn in Gottes Reich steht dir alles offen. Dazu bietet Jesus dir an, in deinem Leben aufzuräumen und alles auszumisten, was dich bindet, was dich hindert, Veränderung zuzulassen. Großputztag ist angesagt! Er will uns befreien und uns eine neues Leben schenken! Doch wie will er das genau machen und was ist dabei mein und dein Part?
"Tut Buße und glaubt an das Evangelium." (Markus 1,15b). Okay ... Geht´s noch ein bisschen konkreter? Richtig spannend hört sich das so jetzt nicht an. Was meint Jesus mit diesen Worten? Ich gehe mal ins Detail: Das Wort Evangelium stammt aus dem griechischen und bedeutet gute Nachricht. Ich war schon in Gemeinden unterwegs, in denen das Evangelium getreu dem Motto "Turn or burn!" verkündet wurde. Entscheide dich für Jesus oder fahr zur Hölle! Wo ist da bitte die gute Nachricht? Das ist doch Zwang! Für viele Menschen ist die logische Konsequenz aus diesem Erhobenen-Zeigefinger-Evangeliums, dass sie sich dafür verschließen und genau das Gegenteil von dem tun, was man ihnen sagt.

Er weiß, was gut für uns ist
Aber Gott möchte weder mich noch dich zu irgendetwas zwingen. Er will, dass du dich freiwillig für ihn entscheidest.Er drängt sich dir nicht auf, sondern macht dir ein Angebot, dass du annehmen, aber auch ausschlagen kannst. Das liegt ganz bei dir: Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, will ich mich von euch finden lassen." (Jeremia, 13-14)
Wenn du Gott kennenlernen möchtest, ist er jederzeit in deiner Nähe und freut sich mit dir zu reden. Du musst nur einen Schritt auf ihn zu machen.
Und es geht ihm dabei sicherlich nicht darum, dir irgendwelche willkürlichen Vorschriften zu machen, die du strikt einhalten musst, weil es sonst ab in die Hölle geht und solche Geschichten ...
"Es ist alles erlaubt" sagt ihr. Das mag stimmen, aber es ist nicht alles gut für euch. Mir ist alles erlaubt, aber ich will mich nicht von irgendetwas beherrschen lassen." (1. Korinther 6,12)
Da hast du es: Du darfst alles machen. Du hast absolute Freiheit. Aber nicht alles, was du machen kannst, ist allein deshalb auch eine gute Idee. Denn: "Nicht alles tut dir gut und ist schlau. Vieles schadet eher und häuft daher nur mehr Ballast in deinem Lebenskeller an. Davor möchte Gott dich m liebsten schützen - aber es bleibt deine Entscheidung.

Vorsicht, heiß!
Früher hat mein Vater bestimmt tausendmal zu mir gesagt: "Junge, fass nicht auf die Herdplatte, wenn sie eingeschaltet ist, denn sie ist HEIß und du wirst dir die Finger verbrennen!" Und was habe ich gemacht? Ich fasste voll auf die Herdplatte und verbrannte mir die Finger. Das macht wahrscheinlich jedes Kind irgendwann mal.
Und wie hat mein Vater darauf reagiert? Hätte er jetzt sagen sollen, dass er böse ist und mich jetzt nicht mehr lieb hat, weil ich nicht auf ihn gehört habe? Natürlich nicht. Er hat mich immer noch genauso wie davor geliebt. Er hat mich in die Arme genommen und mich getröstet, den ich dringend brauchte. Und ich habe etwas aus dieser Erfahrung gelernt: Dass mein Vater es gut mit mir meint und er Schmerz vermeiden kann, wenn ich ihm vertraue.
So ist das auch in der Beziehung zwischen Gott und uns: Wenn wir Gott nicht vertrauen, dass seine Gebote und Regeln, die er uns in der Bibel gibt, nichts anderes als Hinweise auf die Herdplatten des Lebens sind, werden wir uns im Leben die Finger verbrennen. Gott warnt dich und mich vor diesen Schmerzen. Wenn du dich trotzdem entscheidest, deine eigenen Erfahrungen machen zu wollen, wird Gott dich trotzdem weiterhin bedingungslos lieben, für dich da sein und hoffen, dass du irgendwann begreifst, dass er es gut mit dir meint und du ihm vertrauen kannst.

Du bist wertvoll!
Auf der Haut bleiben nach solchen Herdplattenmomenten Verbrennungen unterschiedlichen Ausmaßes zurück - und auch innerlich lassen uns schmerzhafte Erfahrungen oft ganz schön ramponiert aussehen. Stell dir mal vor, du bekommst einen 500€-Schein. Urprünglich funkelnagelneu, frisch aus der Druckerpresse. Du steckst ihn ihn den Geldbeutel und er bekommt erste Knicke. Du vertraust ihn einer Person an, aber sie zerknüllt ihn förmlich. Du holst ihn dir zurück, aber er fällt auf den Boden. Er wird dreckig und schmuddelig. "Okay!", denkst du, "dann muss ich jetzt wohl auf die Bank gehen und ihn gegen einen neuen Schein austauschen." Aber warum geht das? Weil der Wert des Scheins noch genau der Gleiche ist: 500€.
Genauso sieht Gott dich. Egal, ob du zerknickt oder angespuckt wurdest oder jemand auf dir herumgetrampelt ist, dein Wert bleibt derselbe. Es ist auch egal, ob du derjenige warst, der am Boden lagst, oder ob du derjenige warst, der anderen keinen Respekt entgegengebracht hat. Sogar Risse sind für Gott kein Hindernis dich genau so zu lieben wie bisher. Nämlich grenzenlos, bedingungslos und zeitlos. Für ihn hast du immer den gleichen Wert, egal, was du in deinem Leben getan hast oder dir angetan wurde.
Aber Gott möchte dir den 500€ Schein deines Lebens wieder erneuern. Genauso wenig wie dir gefällt ihm der Anblick eines zertrampelten und zerknitterten Scheins. Also kannst du ihn bei ihm, wie bei der Bank, gegen ein brandneues Exemplar eintauschen.

Ganz neu anfangen
Und nicht nur das - nein! Es kommt noch besser: Es geht nicht nur darum, dass du in deinem Leben entrümpelst und ausmistest, den ganzen Seelenmüll loswirst, sondern Gott bietet dir an, ganz neu anzufangen: "Gehört jemand zu Christus, dann ist er ein neuer Mensch. Was vorher war, ist vergangen, etwas Neues hat begonnen." (2. Korinther 5, 17)
Für viele Menschen ist diese Tatsache, egal, wie verlockend sie klingt, dennoch nicht zu akzeptieren. Einmal hat mich ein Leser dieses Blogs über WhatsApp angeschrieben und mir gesagt: "Du, Manuel" Das klingt ja alles schön und gut, was du da sagst. Aber sorry, wenn ich es so sage: Gott kann mich nicht lieben. Du kennst mich nicht, du weißt nicht, was ich alles in meinem Leben angestellt habe. Ich habe so viel Mist gebaut. Wie soll Gott mich da noch lieben können? Es ist unmöglich! Ich hasse mich ja selbst schon für meine Taten!"
Harte Worte, oder? Ich habe ihm darauf hin erzählt dass wir uns , wenn wir neue Menschen kennenlernen, oft recht schnell ein Bild von ihnen machen. Aber manchmal kann es passieren, dass sich diese Person durch irgendein Ereignis als völlig anders darstellt, als wir sie urspünglich eingeschätzt haben. Es kann sein, dass wir erst Jahre später merken, dass wir diese Person die ganze Zeit völlig falsch eingeschätzt haben. Und mit einem Mal, sehen wir diesen Menschen mit anderen Augen. Er ist der selbe wie vorher, aber wir sind verändert! Eine kleine Information reicht um in uns plötzlich Liebe und Verständnis gegenüber einer Person freizusetzten, die wir bisher einfach als nervig eingeschätzt haben.

Er macht dich frei
Gott bracht sich diese Informationen über dich gar nicht holen, er weiß alles über uns. Seine Kapazitäten sind weitaus größer als unsere menschlichen. Nichts bleibt ihm verborgen. Und weil er einfach alles über dich weiß, kann er gar nicht anders, als dich zu lieben. Er kennt jedes tiefe Tal deiner Seele und weiß, warum du die Dinge getan hast, für die du dich heute verurteilst und die dich belasten. Er weiß, dass du, wie wir alle, zugleich Opfer und Täter bist. Du brauchst dich nicht vor ihm zu schämen, denn es gibt nichts, was du vor ihm zu verbergen musst. Er weiß es ohnehin schon. Und es ist kein Grund für ihn, seine Liebe auch nur in geringstem Maße einzuschränken.
Er will dich befrien, von all den Dingen die dich hindern Veränderung zuzulassen. Er will dir einen Neuanfang, ein neues Leben schenken. Ein ewiges Leben. Er will die Mauer zwischen dir uns Gott einreißen und mit dir richtig durchstarten! Gott hat einen wunderbaren Plan für dein Leben, er hat Großes mit dir vor! Er will mit dir die Welt verändern! Bist du dabei? #thejesusrevolution

Be blessed
Manuel


Bildquelle: https://instaliga.com/youversion/

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