Keine Ausreden mehr

Lesedauer: 7min

Gott braucht genau dich - so wie du bist!

Immer wieder begegne ich Menschen, die sich hinter ihrer Vergangenheit verstecken und ihre Unperfektheit schützend vor sich halten, um zu rechtfertigen, warum sie nicht Jesus nachfolgen. Doch auch so ziemlich jeder Protagonist der Bibel hatte sehr gute Gründe, warum er von Gott nicht gebraucht werden kann. Und doch hat Gott mit ihnen allen Geschichte geschrieben. Seine Geschichte.

Hey du,
nehmen wir mal Jeftah. Er hat es ins Buch der Bücher geschafft, was ihn ja eigentlich stolz machen müsste. Die allererste Erwähnung von ihm ist allerdings nicht wirklich ein Vorzeigeschild: "Jeftah, ein Gileaditer, war ein streitbarer Mann ..." es wäre toll, wenn der Satz hier enden würde. Nur leider geht er weiter. "... aber der Sohn einer Hure." (Richter 11,1).
Wahrscheinlich würde der Autor dieser Stelle jahrelang mit Jeftahs Anwälten zu kämpfen haben, hätte er das heute geschrieben. So will niemand in diesem Buch erwähnt werden, das in alle möglichen Sprachen übersetzt von unzähligen Menschen aus allen Nationen und Zeitepochen gelesen wird. Der erste Eindruck zählt bekanntlich. Der ist bei Jeftah alles andere als cool. Jeftah hatte keinen tollen Start im Leben, musste dann sogar fliehen, weil er wegen seiner Herkunft ausgestoßen wurde. Aber trotzdem hat Gott gerade ihn später zum Richter über sein Volk gesetzt. Dasselbe Spiel könnte man mit ganz vielen Persönlichkeiten in der Bibel machen.

Der "Hall of Fame" des Galubens
Von den Glaubenshelden in Hebräer 11 heißt es: "Sie zwangen Königreiche nieder, sie sorgten für Recht und Gerechtigkeit, sie erlebten die Erfüllung von Zusagen, die Gott ihnen gemacht hatte, sie hielten Löwen das Maul zu, sie blieben mitten im Feuer unberührt von den Flammen, sie entkamen dem tödlichen Schwert, sie wurden, wo es ihnen an Kraft fehlte, von Gott gestärkt, sie erwiesen sich als Helden im Kampf, sie schlugen feindliche Heere in die Flucht" (Hebräer 11, 33-34). Das Klingt eigentlich heftig beeindruckend. Doch wenn man diese Helden näher betrachtet, dann entdeckt man dabei nicht die krassen Frauen und Männer, die man eigentlich erwarten würde. Mit dabei sind unter anderm ein Trinker (Noah), eine Frau, die eigentlich gar keine Kinder mehr bekommen konnte und heftig an Gottes Verheißungen zweifelte (Sara), ein Hitzkopf und Mörder (Mose), ein Betrüger (Jakob), ein Verunsicherter (Gideon), ein Angsthase (Barak), ein Playboy (Simson), ein Mörder und Fremdgeher (David) und einer Mit Erziehungsproblemen (Samuel). Alle sind in der "Hall of Fame" des Glaubens mit einem eigenen Stern verewigt. Wie kommt das? Vielleicht liegt es daran, dass sie an Gott festgehalten haben, vielleicht daran, dass sie sich nicht zu schade waren, immer wieder um Vergebung zu bitten. Möglicherweise ist es auch einfach ihr unerschütterlicher Glaube und ihr Vertrauen, dass Gott es gut mit ihnen meint. Und sie waren bereit, den starken Gott i ihre Schwachheit hineinzulassen.

Man sagt er war ein Gammler
Dieser Gedanke hat mich stark berührt. Ich habe nicht dabei ertappt, wie ich mich immer wieder unbewusst mit der Schwachheit dieser Leute identifiziert habe und dachte, dass das wirklich Faszinierende an ihnen nicht ist, dass sie genauso schwach sind wie ich, sondern vielmehr, dass in ihnen derselbe starke Geist Gottes wie in mir pulsiert! Der Stammbaum von Jesus sieht ähnlich aus (Matthäus 1) - wenn man dabei mal die Männer weglässt und nur die Frauen betrachtet. Das sind neben Maria noch vier weitere. Alle mit - sagen wir mal - relativ unruhigen Lebensgeschichten. Rut hatte ihren ersten Mann verloren und dann in einem fremden Land als Ausländerin nocheinmal neu angefangen und ein zweites Mal geheiratet. Tamar musste gleich zwei Männer nacheinander begraben. Da ihr Schwiegervater ihr seinen dritten Sohn nicht zum Heiraten anbot, was damals üblich gewesen wäre, hat sie sich kurzerhand als Prostituierte ausgegeben, ist mit ihrem Schwiegervater ins Bett gehüpft und wurde schwanger. Wilde Story. Rahab wiederum hat sich nicht nur als Prostituierte ausgegeben, sondern war eine - und gehörte zur einzigen Familie, die den Sturm auf Jericho überlebte und hat viele Freundinnen und Bekannte verloren. Und dann ist da noch Batseba, die mit David eine Affäre hatte und schwanger wurde. Trotzdem sind alle ein Teil vom Stammbaum Jesu.

Leben aus der Stärke Gottes
Ich finde es richtig krass aber auch wunderbar befreiend, dass Gott den Mumm und die  Größe hat, Leute wie Rahab in die Ahnentafel seines Sohnes einzubauen. Das sagt mehr als tausend Worte. Die Bibel ist voll von Versagern, Unfähigen und Sündern - aber auch von Menschen, die sich in ihrer Schwachheit immer wieder auf Gott geworfen haben und aus seiner Stärke heraus lebten. Du musst dich dazu entscheiden, dass Gott dich trotz deines Versagens in seine Geschichte einbauen darf. Und du musst darauf vertrauen, dass er in dir und durch dich wirken wird und trotz deiner Unperfektheit Großes mit dir bewegen kann. Bist du bereit dazu?

Verstecke dich nicht hinter deiner Unperfektheit
Leider belügen wir uns oft selbst, und zwar oft dann, wenn Gott damit beginnt, uns seine Träume zu offenbaren. Wir denken, dass wir zu schlecht für seine Story wären - obwohl er die ganze biblische Geschichte mit genau solchen Leuten wie dir und mir geschrieben hat. Oder wir warten auf irgendeine spezielle "Über-Berufung", die aber in der Regel ausbleibt, weil Gott ja schon durch die Bibel vieles ausgesprochen hat - und deshalb bleiben wir einfach auf dem Sofa sitzen und bewegen uns nicht vom Fleck. Ich persönlich habe den Entschluss gefasst: Ich will mich nicht mehr hinter meinen Schwächen, hinter meiner Unperfektheit verstecken, sondern - wenn überhaupt - hinter den breiten Schultern meines großen Gottes.
Deine Geschichte und deine Herkunft disqualifizieren dich nicht, Jesus nachzufolgen. Nichts kann das tun. Statt dein Schicksal zu bejammern oder deine Familienverhältnisse als Vorwand vorzubringen, solltest du den Schritt wagen und Jesus nachfolgen. Es ist ein Schritt ins Ungewisse. Ein Schritt ist Abenteuer. Ein Schritt in die Freiheit und ins Leben. Jesus nachzufolgen ist nicht immer leicht, aber es wird dich nie überfordern, denn Gott ist immer bei dir. Du musst also nicht schon im Vornhinein jammern.

Gott will genau dich!
Was ist deine Ausrede um nicht nachfolgen zu müssen? Mir ist Mose sehr nahe, der mit Gott eine richtiggehende Ausredenschlacht hatte. Immer wieder höre ich, dass Gott uns manchmal wie Mose in eine Wüste führt, damit wir unser Leben ordnen können. Dabei stimmt das überhaupt nicht, zumindest nicht in allen Fällen. Das Leben von Mose war von Gott perfekt aufgegleist. Er überlebte auf wundersame Weise als viele Kinder ermordet wurden, und nicht nur das: Er wuchs als Sohn der Tochter dessen auf, der ihn hatte umbringen wollen, und bekam so eine exzellente Ausbildung direkt am Königshof. Das waren die besten Voraussetzungen, um ein Volk zu befreien und anführen zu können. Aber weil er dann einen "Hirn-auf-Standby-Moment" hatte und einen Ägypter totschlug, musste er fliehen. Er saß in der Wüste, nicht etwa, weil Gott das gewollt hatte, sondern völlig selbst verschuldet. Aber Gott war auch dort in der Wüste mit ihm und stand ihm bei.
Als Gott Mose wieder zurück in seine Bestimmung rief, wollte dieser einfach nicht mehr. Gott sagte ihm fünfmal: "Genau dich will ich für diese Mission!", und Mose brachte satte fünf Gegenargumente warum er nicht der Richtige sei (nachzulesen in 2. Mose 3 und 4). Da ihm irgendwann die Argumente ausgingen, war der letzte Versuch ziemlich kläglich, er lautete ungefähr: "Herr sende, wen du willst, aber ich gehe nicht, schick doch meinen Bruder, der kann das besser. Ich bin nicht gut genug."
Am Ende ging Mose doch. Er verließ die Wüste in der er sich bequem eingerichtet hatte. Und Gott war mit ihm.

Du bist Teil seiner Geschichte
Gott ruft dich raus aus deiner Glaubenswüste und fordert dich auf sein Follower zu werden. Er ruft dich ins Abenteuer der Nachfolge. Was sind deine Ausreden, warum du diesen Schritt nicht gehen kannst? Denkst du, dass gerade vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt dafür ist? Dann kann ich dir sagen: Der richtige Zeitpunkt kommt nie. Umso bewundernswerter ist es, dass die Jünger damals mitten in ihrem Alltag einfach alles stehen und liegen gelassen haben um Jesus nachzufolgen.
Deine Zeit kommt nie. Deine Zeit ist jetzt. Es gibt nie einen besseren Zeitpunkt für Veränderung als jetzt. Wagst du es? Traust du dich diesen Schritt auf Jesus zuzugehen? Ein Schritt in den Nebel, ins Ungewisse. Aber auch ein Schritt ins Abenteuer, in die Freiheit und ins Leben. Gott will mit dir Geschcihte schreiben. Ja, genau mit dir! Bist du dabei?

Was verliert man, wenn man an Gott glaubt und er gar nicht existiert? Und was verliert man, wenn man nicht an Gott glaubt und er existiert?

Be blessed
Manuel 


PS. Ich verlose noch bis Sonntag, 24 Uhr drei Exemplare der CD Gott unserer Städte / Update 01. Alles was wir tun müsst, ist auf den Banner zu klicken und zu kommentieren, warum gerade ihr, das Album gewinnen wollt. Viel Glück!


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Bildquelle: https://instaliga.com/youversion

Kommentare

  1. super Blog Eintrag! Unser Daddy hat uns genauso geschaffen wie wir sind und sagte, dies sei gut so wie es ist! Wenn er uns anders haben wollen würde, hätte er uns anders gemacht. Was uns nicht freisprechen sollte von unserer Lebensaufgabe, Jesus immer ähnlicher zu werden.

    Darfst gerne auch mal auf meinem Blog vorbeischauen: https://ariseandshine.blog/

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