Selbstbestimmt leben

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Wie wir es schaffen können, nicht mehr jedem Trend hinterherzulaufen

Irgendwie unterliegen wir doch alle immer wieder dem Gruppenzwang. So viele Dinge in unserem Alltag, was wir Anziehen, wie wir uns verhalten ... wird von den Menschen um uns herum geprägt. Manche Dinge hätte ich vielleicht nicht getan, wenn mich meine Freunde nicht dazu animiert hätten. Trotzdem gebe ich ihnen auch nicht die Schuld dafür. Ich glaube, dass sie genauso wie ich in diesem Gruppentrend gefangen waren.
- Ich dachte immer, ich wäre so selbstbestimmt ... bis ich verstanden habe, wer mich wirklich beeinflusst -

Hey du, 
kennst du dieses Gefühl der Unzufriedenheit, wenn du dir mal wieder die schönen Insta-Pics deiner Freunde ansiehst, die auf der ganzen Welt herumtouren und an den schönsten Plätzen der Erde Urlaub machen - während  man selbst zu Hause hockt? Alle erleben was, alle haben Spaß - nur ich nicht. Und wenn man sich damit beruhigt, dass nicht die Location zählt, sondern dass es auf die Menschen ankommt, geht es direkt weiter: Alle laden tolle Selfies hoch, bekommen viele Likes und scheinen Tausende von Menschen zu kennen. Und man selber? Man ist vielleicht froh, wenn man einen besten Freund/ eine beste Freundin hat. Wir machen die Qualität unseres Lebens und unserer Freundschaften und unseren eigenen Wert an Likes, Klicks, vergebenen Herzen und Retweets fest.

Wir haben also Freiheit und doch wiederum keine
Interessanterweise tun wir uns all diese Dinge mehr oder weniger freiwillig an. Wir sind nicht gezwungen, alles mitzumachen, in all den Sozialen angemeldet zu sein, aber irgendwie brauchen wir sie gefühlt doch, um an der Gesellschaft teilnehmen zu können. Wir haben also eine Freiheit und doch wiederum keine. Wir können uns für alle Dinge entscheiden und auch gegen alle, aber ehrlich gesagt, damit sind wir doch irgendwie alle völlig überfordert und orientieren uns daher einfach an den anderen. Die Orsons singen so treffend: "Generation Google - wir schauen auf die Welt. Wir finden alles, außer uns selbst." Und irgendwie geht es mir oft genauso: Ich kann mich entscheiden, ob ich snapchatte, welchen Beruf ich erlerne, was ich gut finde und was nicht, was ich tue und das ich lieber lasse, und gleichzeitig bin ich komplett überfordert mit der ganzen Geschichte, weil ich gar nicht so genau weiß, was denn jetzt gut oder schlecht ist.

Wie mache ich den Spagat?
Wie kann das schaffen? Auf der einen Seite ist anscheinend alles tolerant und ich kann mir alles aussuchen - auf der anderen Seite haben meine Freunde, meine Familie, meine Gemeinde auch Ansprüche an mich, wie manche Dinge zu tun, zu sehen und einzuschätzen sind. Und das lässt mich immer wieder ratlos zurück. Drei Punke, sind mir in Bezug auf dieses Problem wichtig geworden:
#1 Manchmal kann man Dinge ändern // Okay, manchmal haben die anderen auch Recht, wenn sie etwas an mir kritisieren oder es ansprechen. Manchmal ist es wirklich an der Zeit etwas zu ändern und sich neu auszurichten. Ob du es aber letztendlich tust liegt in deiner Hand.
#2 Sie wie du bist // Manche Dinge möchte man nicht ändern. Und das ist sehr gut so! Lass dich niemals durch Menschen in eine Form pressen, wenn du in diese nicht möchtest. Die Welt braucht Leute wie dich, die nicht einfach dem Mainstream folgen, sondern die mutig dazu stehen, wie sie sind und sich nicht verbiegen lassen.
#3 Fokussiere dich auf Gott // Das ist für mich der wichtigste Punkt. Gott kann mir in ganz vielen Fragen helfen, ob ich Punkt Eins oder Zwei anwenden soll und er gibt mir die Kraft, Veränderungen durchzuziehen und den Gegenwind auszuhalten. Solange ich mich auf Gott fokussiere, brauche ich keine Angst vor dem Gruppenzwang oder dem Alleinsein zu haben.

Nur von Gott verändern lassen
Ich durfte lernen, dass Gott mich begleitet, wenn es stessig wird, weil die Menschen um einen herum anfangen an einem herumzudoktern, als wäre man eine Barbiepuppe, der man alle Klamotten überschmeißen kann. Und gleichzeitig durfte ich verstehen, dass Gott manchmal auch Veränderung haben möchte. Dann hilft er mir ganz sanft zu erkennen, dass sich etwas verändern soll und trägt mich durch diese stürmischen Zeiten. Ich wünsche mir, dass du den Blick immer auf Gott gerichtet hast, egal was um dich herum geschieht, und dich nur von ihm leiten lässt - und nicht von dem Druck deiner Mitmenschen. Wenn du dich nur von Gott abhängig machst und dich durch seine grenzenlose und bedingungslose Liebe zu dir definierst, dann brauchst du die Anerkennung der anderen nicht mehr um dich gut zu fühlen und kannst frei leben. Dann kannst du endlich der sein, der du bist.

Be blessed
Manuel
  

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