Spread the love (TDW 12/2017)

Lesedauer: 4min

Liebe muss man nicht spüren, um sie geben zu können

"Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat" 
(1. Johannes 4:19)

Hey du,  
wir lieben einen liebenden Gott, der es liebt, wenn wir einander lieben. Liebe ist niemals passiv. Sie ist wie ein reißender Fluss, dessen Ursprung Gott selbst ist. Seine Liebe für uns kommt ans Ziel, wenn wir beginnen, ihn selbst und unsere Mitmenschen zu lieben. Liebe steht niemals still. Sie ist wie ein geschlossener Kreislauf, der in seiner Wirksamkeit seinesgleichen sucht. Johannes bringt es auf den Punkt, indem er sagt: "Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat" (1. Johannes 4:19). Doch wie können wir lieben? Wie können wir diesen Kreislauf schließen? Wie schaffen wir es, Gottes Liebe kompromisslos weiterzugeben?

Gottes Liebe verstehen
Erst wenn wir verstehen, wie sehr er uns liebt, sind wir in der Lage, zu begreifen, wie stark wir unsere Mitmenschen lieben könnten. Wir selbst geben die Liebe weiter, die wir durch unseren himmlischen Vater, aber auch durch unsere Mitmenschen und Familie erlebt haben.
Jesus selbst ging jedoch noch ein paar Schritte weiter, warf sich zu Boden und bat Gott, seinen Vater, den Tod am Kreuz, wenn es möglich wäre, an ihm vorübergehen zu lassen. »Abba, Vater«, sagte er, »alles ist dir möglich. Lass diesen bitteren Kelch an mir vorübergehen! Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst.« (Markus 14:35-36)
Jesus hat alles für dich gegeben. Vor 2000 Jahren warf er sich im Garten Gethsemane auf die Knie und bat Gott, die bevorstehenden Qualen von ihm zu nehmen. Wenige Momente später wird er abgeführt, verhaftet und später gekreuzigt. Jesus ging dem Leiden nicht aus dem Weg – nein, er ging mitten hindurch! Für dich.

Er ist gekommen, um dich zu retten
Wir waren getrennt von unserem himmlischen Vater. Hoffnungslosigkeit prägte unser Leben. Unüberwindbar schien die Ferne zwischen mir und Gott. Doch Jesus Christus selbst – Gottes Sohn – kam auf diese Erde und wurde Mensch, um Menschen wie dich und mich zu retten. All unser Leid, all unsere Verfehlungen, ja unsere ganze Zerbrochenheit, nahm er auf sich und starb am Kreuz dafür. Doch der Tod konnte ihn nicht halten! Am dritten Tag stand Jesus von den Toten auf und besiegte ein für alle Mal die Macht des Bösen. Unsere Vergangenheit ist mit ihm am Kreuz gestorben – etwas ganz Neues hat begonnen. Deine Verfehlungen sind dir vergeben. Du bist nicht repariert, nein – durch Jesus bist du ein komplett neuer Mensch!

Gottes Liebe weitergeben
Ich möchte dir eine provokante Frage stellen: Spürte Jesus das Gefühl von Liebe, als er sich entschied, diesen Leidensweg zu gehen? Hatte er diese Hollywood-Schmetterlinge im Bauch, als er sich entschied, sein Leben für dich hinzugeben? Nein – er traf die Entscheidung unabhängig von seinen Gefühlen. Liebe ist weniger ein Gefühl als vielmehr eine Entscheidung, die sich in echter Hingabe äußert. "Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat." (1.Johannes 4:19)
Timothy Keller schreibt in seinem Buch über Ehe: „Liebe muss man nicht spüren, um sie geben zu können.“ Dieses Prinzip hat die Kraft, unser Denken über Liebe zu revolutionieren. Auf die Frage, welches nun das wichtigste Gebot sei, antwortet Jesus mit der simplen Antwort: Gott und Menschen zu lieben (Matthäus 22:37-40). So wie er uns geliebt hat, sollen wir anfangen, ihn und unsere Mitmenschen zu lieben. Dabei redet er sicherlich nicht von einer Liebe, dessen Fundament instabile Gefühle sind. Nein – Jesus redet von einer Liebe, die bereit ist, alles zu geben.

Echte Liebe verschenkt sich
Nachdem wir nun all das verstanden haben, bleibt uns nur noch eine offene Frage zu klären. Wie können wir ganz praktisch anfangen, gefühlsunabhängig zu lieben? Wie können wir Liebe geben, auch wenn wir sie nicht immer spüren? Ja, wie können wir diese Liebe, die Gott uns umsonst geschenkt hat, bedingungslos weitergeben? Die Antwort mag auf der einen Seite eine gewaltige Herausforderung sein, doch auf der anderen Seite ist sie die vielleicht größte Chance, diese Welt durch das Evangelium zu verändern.
Die Regel, die für uns alle gilt, ist höchst einfach: Wir sollen nicht lange fragen, ob wir unseren Nächsten „lieben“, wir sollen so handeln, als ob wir es täten. Dann entdecken wir eines der größten Geheimnisse. 
"Wenn wir uns nämlich so verhalten, als würden wir einen Menschen lieben, werden wir langsam beginnen, ihn wirklich zu mögen." (C.S. Lewis).
Lies dieses Zitat erneut. Denk darüber nach. Und dann lass uns gemeinsam anfangen, das Evangelium in Wort und Tat weiterzugeben.

Be blessed
Manuel 
"Aber das Interessanteste ist, dass in der schwierigen Zeit er (Jesus) der Allerletzte war, den ich um Hilfe gebeten hatte. Und es hat mich begeistert, dass er der Allererste war, der gekommen ist, um mich zu retten. Weil er mich aus ganzem Herzen, und mit ganzer Hingabe liebt!" (Manuel Ehnis)



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