Adventure awaits (TDW 17/2017)

Lesedauer: 5min

Du bist berufen!

"Gehet hinaus, in die ganze Welt, macht zu Jüngern alle Völker. Ihr dürft sicher sein, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt." - Matthäus 28, 19-20

Hey du,
Was mich so begeistert an diesen Versen, was aber wohl auch der unbequemere Teil dieser Stelle ist, ist dieser Aufruf: "Geht hinaus in alle Welt!", denn da ist diese Sendung drin: "Leute, ihr seid nicht berufen, es euch zu Hause auf dem Sofa gemütlich zu machen und die Füße hochzulegen. Das ist nicht deine Bestimmung!" Doch manchmal hat man das Gefühl es ist so. Zum Beispiel Petrus, als er mit Jakobus und Johannes zusammen mit Jesus auf einen Berg ging (Lukas 9, 28-36). Und auf einmal strahlte Jesus und es erschienen Mose und Elia und Gott war mitten unter ihnen. Und Petrus staunt nur noch und denkt: "Krass, was geht ab man?" Petrus ist begeistert und wahrscheinlich auch total überwältigt von der Situation und die erste Idee, die ihm durch den Kopf geht, ist: "Lasst uns Hütten bauen! Hier bleiben wir, hier bauen wir ein neues Dorf. Lasst uns Hütten bauen." Läuft bei ihm! Aber vielleicht geht es dir gerade genau so, du magst deinen Alltag, du magst dein wohliges Christsein. Und du sagst zu Jesus: "Lass uns hier bleiben!" Aber glaub mir, du bist nicht dafür berufen. Jesus sagt zu dir: "Gehe hin in alle Welt!"

Christsein hat immer mit Sendung zu tun
Jesus beruft dich, etwas zu bewegen. Und wenn du das verstanden hast, gibt es eigentlich nur noch zwei Fragen: 'Zu wem bin ich gesendet?' Und: 'Was habe ich dort zu tun?' Das sind meine Fragen geworden. Ich frage mich immer: Wem muss ich heute begegnen? Jeden Tag aufs Neue. Du und ich, wir sind von Jesus gesendet. Und überall wo ich in meinem Alltag Menschen begegne, will ich meinen Glauben leben und teilen. Weil ich nicht daran glaube, dass Begegnungen zufällig sind. Du wohnst nicht in irgendeinem Kaff, weil Gott dich langweilen will. Nein, du bist dort, weil du genau dort gebraucht wirst. So wie du bist, um ein Licht für die Menschen zu sein. Die Frage ist also: Zu wem bin ich gesendet, oder wen sendet Gott zu mir?

Gott hat jetzt einen Plan für dein Leben
Das Problem ist: Wir sind eine Generation, für die diese Sendung überhaupt keine Bedeutung mehr hat. Wir überlegen und nichtmal mehr, dass Gott etwas mit unserem Leben zu tun haben möchte. Wir leben unseren Alltag wie wir wollen. Wir haben Gottes Gnade neu entdeckt. Gnade heißt auf einmal, dass wir gar nichts mehr für Gott tun müssen, er liebt uns ja sowieso. Unser Glauben ist faul geworden. Wir sind stehen geblieben, haben uns vielleicht sogar hingesetzt, aber wir sind nicht mehr in Bewegung, gehen keine Schritte im Glauben mehr. Es geht immer nur um "Me, myself an I". Ich sitze hier und frage mich: "Was ist das nächste was ich mache? Was esse ich zu Mittag? Was will ich?" Es geht immer nur um "Ich". Ich bin der König von meinem Königreich. Wir leben, als würden nicht wir Gott nachfolgen, sondern als müsste er uns nachfolgen.
Wann fragst du endlich, was Gott mit deinem Leben anfangen will? Wozu er dich berufen hat? Und er hat nicht erst Pläne mit dir, wenn du 30 bist und schon etwas Erfahrung und mehr Geld hast. Jetzt hat er Pläne für dein Leben! Jetzt hat er dich gesendet in eine Schulklasse, in eine Familie, in einen Freundeskreis... Zu Menschen, die ihn vielleicht noch nicht so kennen wie du. Und das ist kein Zufall! Du bist gesendet. Jetzt in dem Moment! Und du kannst es! Sag nicht, du bist zu jung, zu schüchtern, zu weit von Gott weg, oder zu unfähig. Wenn du das denkst, hast du noch nie eine Nacht mit einer Mücke im Zimmer verbracht. Zu bist nicht zu klein oder zu jung oder zu unwichtig. Gott hat jetzt einen Plan mit dir. Es wird nie ein anderer Plan kommen. Jetzt stehst du mit Jesus im Leben und jetzt hat er Träume mit dir. Du bist gesendet!

Fan oder Follower?
Aber wir wollen oft gar nicht, dass Gott uns sendet, dass er einen Plan für unser Leben hat. Wir wollen unser Ding leben. Aber Paulus sagt: Jetzt lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir." Und wenn du mit Jesus lebst, dann gilt das auch für dich, dann lebt dieser Jesus auch in dir. Und jetzt ist dir Frage: Auf wen hörst du? Ich will das und das, aber Jesus hat vielleicht etwas ganz anderes mit meinem Leben vor. Ich will Karriere machen, und hier wohnen bleiben, aber Jesus will, dass ich Missionar werde und nach Afrika gehe. Das Problem ist, dass Jesus so oft verliert. Wir haben so einen Dickkopf.
Und ich habe begonnen, in meinem Leben nach diesen Momenten ausschau zu halten, in denen Gott sagt: "Manuel, ich will das du das tust." Und dann versuche ich es zu tun, ich versuche seinen Willen zu leben. Ich möchte Jesus nachfolgen, ich will seiner Bestimmung für mein Leben folgen. Und ich habe Jesus versprochen ihm nachzufolgen. Das ist das gefährlichste Gebet, was man sprechen kann, aber es ist das einzigste, was Jesus verdient. Er hat nicht gesagt, "Glaube an mich", sondern "Folge mir nach". Er will keine Fans, die ihn für seine Wunder und für seine krasse Aktion am Kreuz feiern. Er will echte Follower, die ihr Leben hingeben. Wer sagt, dass er Christus nachfolgt, der soll auch so leben, wie Christus gelebt hat. Jesus hat sein leben hingegeben. Für dich und für mich. Er hat alles für uns gegeben. All in, weil er uns unendlich liebt. Und das überwältigt mich jedes mal so, dass ich ihm etwas zurückgeben will. Und deshalb habe ich
dieses Gebet gesprochen: "Jesus Christus, ich will, dass du das Zentrum meines Lebens bist, durch die Kraft des Heiligen Geistes will ich auch dich hören und tun, was du mir sagst. Zu jeder Zeit, an jedem Ort. Um jeden Preis, was immer es sei." Deshalb folge ich ich ihm nach. Gott seht sich nach Menschen, die bereit sind, alles aufzugeben um ihm nachzufolgen und in seinem Willen zu leben.

Abenteuer Nachfolge
Und wenn du erlebst, wie Gott in dein Leben kommt, wenn du dein Leben ihm hingibst, kannst du als Christ nicht einfach sitzen bleiben. Das Problem ist dass wir es viel zu oft tun. Wir schlagen wie Paulus ganz am Anfang unsere Zelte auf. Aber Gottes Sehnsucht ist, dass du dich bewegst. Doch dazu brauchen wir seine Power, seinen Heiligen Geist.
Stell dir mal einen Flummi vor. Und du bist dieser Flummi. Aber anstatt lustig durch die Gegend zu hüpfen liegst du im Regal eines Kinderzimmers und verstaubst. Jesus sagt in Johannes 15: "Ohne mich könnt ihr nichts tun." Du kannst nichts bewegen, nichts beständiges in deinem Leben erreichen, wenn du nicht mit diesem Jesus lebst und die Kraft des Heiligen Geistes in dir trägst. Nichts. Ich kann zwar einen Blogeintrag schreiben, aber ich kann nichts damit bewirken, er wird niemanden berühren oder zum Nachdenken anregen, wenn nicht Jesus in mir lebt. Ohne ihn können wir nichts tun. Genauso, wie der Flummi auf dem Regal. Und es gibt so viele Christen die ihren Glauben einfach so vor sich hin leben, die auf dem Regal liegen bleiben, und ich kann dir sagen, das ist so ein langweiliges Leben! Aber Jesus will, dass dein leben richtig steil geht, dass du Großes reißt, und wenn du ihn in dein Herz lässt, dann nimmt er diesen Flummi und stupst ihn vom Regal. Er wirft dich ins Abenteuer der Nachfolge. Bist du bereit?

Be blessed
Manuel


https://www.scm-shop.de/mann-unrasiert.html
Anzeige

Bildquelle: https://instaliga.com/youversion

Kommentare

Das könnte dich auch interessieren

Hoffnungsträger

Der Moment, wenn nichts mehr geht (TDW 41/2018)

Zur Freiheit berufen (TDW 39/2018)