Die größten Bibelfails - Teil 3

Lesedauer: 7min

#4 Muss man unbedingt an Wunder glauben?

"Ich kann das einfach nicht mehr glauben! Die Wunder, die Jungfrauengeburt - irgendwie geht das nicht mehr in meinen Kopf rein!" Kennst du solche Gedanken? Gibt es überhaupt einen Weg, wie man Christ sein kann, ohne seinen Verstand als moderner Mensch auszuschalten?

Hey du,
kennst du die Geschichte von Bartimäus, wenn du willst, kannst du sie auch hier nochmal nachlesen (Markus 10, 46-52). Die Stelle kennt wahrscheinlich jeder und hat sie irgendwo schon mal gehört, aber wenn man mal genauer hinschaut, dann geht es hier um den Blinden Bartimäus, den Sohn von Thimeus. In der Bibel werden nicht viele Wunder mit Namen explizit genannt, aber hier fallen Namen. Und wir gehen davon aus, dass er vielleicht aus einer Familie kam, die was dargestellt hat, vielleicht war da jemand im Hintergrund, der Einfluss hatte, der viel Geld hatte... Aber jetzt ist Bartimäus blind. Die Umstände wiedersprechen seiner Position. Vielleicht war es vorgesehen, Großes zu tun, in die Fußstapfen seiner Familie zu treten, aber jetzt ist er ein Niemand. Und vielleicht sitzt du heute auch da und fühlst dich wie der Blinde Bartimäus. Du hast geträumt jemand zu sein, etwas zu erreichen, Großes zu tun, aber irgendwie passiert nichts, es läuft nicht. Deine Umstände wiedersprechen dem, der du eigentlich bist. Aber jeden Sonntag hören wir doch, dass Gott dich geschaffen hat, dich dazu bestimmt hat, etwas Besonderes zu sein... Aber wenn die Woche wieder beginnt, sind wie wieder wie jeder andere.

Das ist der Plan Gottes
Der blinde Bartimäus sitzt am Wegesrand und bettelt. Das muss doch total frustrierend gewesen sein. Man ist blind und bettelt. Und so oft im Leben geht es uns auch so, wir sind beherrscht von unserem Umständen, eingeschränkt in unserem eigenen Ich und den Vorstellungen der anderen, wie wir zu sein haben. Und irgendwann kommen wir vielleicht an dem Punkt an dem wir sagen: Das ist alles im Leben, das ist alles, was du sein wirst. Und wir geben uns damit zufrieden, passen uns an, weil wir vielleicht auch Angst vor Veränderung haben.
Und so viele Christen kommen am Sonntag in die Kirche mit genau dieser angepassten Denkweise an Gott. Du glaubst an den großen Gott, der alles geschaffen hat. Aber das hier, ist mein Schicksal...
Der blinde Bartimäus, saß an seinem Wegesrand und ist darüber definiert, dass er gerade so über die Runden kommt. Mit dem Wenigen, was er hatte. Aber ich möchte dir sagen, dass Gott dich nie dafür gemacht hat, gerade so über die Runden zu kommen. Gott hat gesagt, dass wir so viel mehr tun können, als du dir jemals vorgestellt hast. Er will dir Hoffnung und Zukunft geben. Das ist der Plan Gottes. In der Bibel steht, eines Tages, also nicht morgen und nicht irgendwann in der Zukunft, sondern eines Tages. Und eines Tages ist gut, denn das kann auch heute sein und ich möchte dich herausfordern, dass das heute dein Tag ist. Also in der Bibel steht: Eines Tages kam Jesus in die Stadt, und als Bartimäus dann hörte, dass da was passiert in dieser Stadt, rief er: 'Hey, was passiert den da? Kann mir mal jemand erzählen, was da los ist?' Und dann kommt einer zu ihm und sagt: 'Hey, da ist ein ganz besonderer Mann in der Stadt, der kann Blinde wieder sehen lassen, der kann das Unmögliche möglich machen. Und Bartimäus flippt komplett aus: 'Blinde wieder sehen lassen? Das ist ja genau mein Ding! Kann er das auch bei mir machen?' Und dann sagt der andere: 'Äääh ne, wir sehen uns dann...'

Als würde er gar kein Wunder mehr brauchen...
Kennst du das? Alle glauben an Wunder, nur nicht an deins. Und du gehst in die Kirche, wo Menschen sind, die sich deine Brüder und Schwestern nennen, aber nicht daran glauben, dass dir etwas Großartiges passieren kann. Und der blinde Bartimäus hort, dass Jesus in die Stadt kommt. Er kann nichts sehen, alles was er hat ist seine Stimme. Und die Bibel sagt, er schrie so laut er konnte: "Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!" Und die Leute sagten, er soll still sein, aber er hat immer lauter geschrien und Jesus hört ihn und bleibt stehen. Er weiß zu dem Zeitpunkt noch nicht, wer ihn da ruft, weiß nicht, was ihm fehlt, aber er sagt: "Holt ihn her zu mir." Und Bartimäus steht auf, lässt alles liegen, er denkt sich: "Diesen Becher, diese Decke, das werde ich alles nicht mehr brauchen, wenn ich Jesus getroffen habe, dann brauch ich mich nicht mehr mit dem wenigen zufrieden geben. Und ab jetzt brauch ich die Definition der Menschen nicht mehr, denn jetzt werde ich die Definition Gottes bekommen. Er stand auf, warf alles hin und ging, als wäre er kein Blinder mehr, als würde er gar kein Wunder mehr brauchen.

Was möchtest du?
Und dass ist das, was der Glaube mit dir macht. Der Glaube macht, dass du mit einem Selbstbewusstsein in die Welt gehst, das die Welt dir nicht geben kann. Der Glaube macht, dass du glaubst, dass mit Gott alles möglich ist. Und er geht in einer Art und Weise auf Jesus zu, dass Jesus tatsächlich denken könnte, dass er gar nicht blind ist, und er fragt ihn tatsächlich: "Was möchtest du?" Ich meine, das ist eine total wichtige Frage. Indem er ihn das fragt, gibt er ihm die Option sich zu fragen: 'Was will ich wirklich in meinem Leben?' Das Problem bei uns ist, dass wir kaum noch echte Nöte haben. Wir haben ja fast alles, ich meine wir leben in einem der reichsten Länder der Welt! Wir haben verlernt, in uns reinzuhören und zu fragen: 'Was sind die wirklichen Probleme, die wir haben?' Und für Bartimäus war klar, was sein Problem ist. Sein ganzes Leben lang haben die Menschen zu ihm gesagt, hier ist dein Platz, das ist dein Becher, du bist ein Blinder. Und plötzlich steht er vor Jesus und er fragt ihn diese Frage. Ich meine er hätte auch sagen können: "Hey, du bist doch Zimmermann, du bist doch ganz gut mit Holz. Ich hätte gern so nen Blindenstock und nen Hocker, wo ich mich draufsetzten kann, damit mich die Leute sehen. Aber das macht er nicht.

Think bigger!
Und selbst nachdem Gott uns diese Frage gestellt hat: "Was willst du?", und quasi einen Blanko-Scheck gegeben hat, geben wir uns trotzdem mit dem wenigen, was wir haben zufrieden, auch wenn Gott uns so viel mehr geben kann, wir fragen oft nur nach so wenig. Und ich möchte dir sagen und dich auffordern, dass Gott großartige Dinge mit dir vor hat, Gott hat dich aufgerufen, die Welt zu verändern. Aber irgendwann im Laufe unseres Lebens wurden wir doch wieder vom Leben eingefangen und wenn Gott uns fragt: "Was willst du denn, sagen wir ich hätte gern 1000qm für ne neue Gemeinde. Warum fragst du nicht nach dem größten Gebäude der Welt? Mit Gott ist es möglich! Und wenn du Beziehung in deinem Leben haben willst, mit Liebe und Respekt, mit Wolke sieben und so dann bete dafür! Wir geben uns viel zu oft mit "Lieber Wolke vier mit dir als unten wieder ganz allein" zufrieden. Fang an groß zu denken! Denn für Gott gibt es kein "Unmöglich"!

In the Name of Jesus
Und ich will dich heute frage, was ist das eine Wunder, dass du dein ganzes Leben lang haben wolltest? Die eine Sache für dich, oder deine Familie, um die du Gott schon so lange gebeten hast? Ich möchte dir sagen, Gott hat dir einen Namen gegeben, einen Namen, der über allem anderen steht und vor diesem Namen sollen alle niederknien. Alle sollen bekennen, dass er Herr ist. Ein so prachtvoller Name, dass alle Krankheiten geheilt werden, alle Probleme gelöst werden... Der Name von Jesus! Das ist der tollste Name, den du rufen kannst, egal, was du grade durchmachst, egal, was los ist, weil Gott dich nicht dazu geschaffen hat, ein Versager zu sein und zu leiden. Gott hat dich zu Großem berufen. So groß, dass du es dich noch nicht mal in deinen kühnsten Träumen vorstellen kannst! Vor 2000 ist für dich am Kreuz gestorben und hat dir diesen Namen gegeben. Und wenn du diesen Namen rufst, dann passiert etwas, etwas beginnt.

Wenn der Glaube laut wird
Das Problem bei uns Christen ist folgendes. Nachdem wir Christen geworden sind und das weiß ich selbst von mir, denken wir, dass Jesus plötzlich nicht mehr mit so einer hohen Lautstärke umgehen kann. Wir sind alle leise und schüchtern und möchten uns nicht in den Vordergrund drängen, aber es geht gar nicht darum. Es geht darum wer du bist! Und geradezustehen, mit dem, was du hast. Du bist ein Kind Gottes! Und du hast seinen Heiligen Geist, der dir Kraft gibt und dich zu Großem befähigt und seine grenzenlose, bedingungslose Liebe in dir.
Und wenn wir dann in unserem Alltag, irgendwo an Probleme kommen, dann ruft der Glaube. Und wenn wir Problemen begegnen, dann muss der Glaube laut sein. Oder kannst du dir vorstellen, der blinden Bartimäus am Wegrand, dem die Leute sagen er soll still sein flüstert: "Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir." Glaubt ihr, dass er ihn gehört hätte? Wenn du verzweifelt bist und etwas wirklich möchtest, dass schreit alles in dir nach dieser einen Sache. Und das ist der Glaube! Der Glaube schreit, wenn da Widerstand ist. Und wenn alles unmöglich ist, wenn es eine Krise gibt, dann schreit der Glaube: "Jesus!" Und wir müssen genau wieder solche Christen werden, wir müssen solche Christen sein. Wir müssen der Welt mitteilen, dass wir an diesen Kraftvollen Namen glauben. Und ich glaube, dass auch heute dein Tag sein kann! Du sollst Gott glauben, dass du mehr haben kannst, als das, was du gerade hast, dass etwas Großes passieren kann! Ich möchte dir folgendes sagen: Wir müssen einfach glauben, dass Gott Wunder bewirken kann, dass Gott das Unmöglichen möglich machen kann

Gott tut Wunder - weil er kann, wenn du glaubst!
Für viele von uns, tut Gott nichts großes in unserem Leben. Aber nicht, weil er nicht kann, sondern weil wir aufgehört haben, zu fragen. Wir haben aufgehört an Wunder zu glauben und wir müssen zurück an diesen Ort an dem wir glauben, dass große Dinge passieren können. Dinge, die über uns hinaus gehen. Ich weiß nicht, was du gerade durchmachst, aber ich möchte euch darum bitten, Gott nach etwas zu fragen, das über euch hinaus geht. Vielleicht läuft gerade eine Beziehung nicht so gut, oder die Dinge in der Karriere nicht so gut oder in der Ausbildung, vielleicht hast du Probleme in deiner Familie, oder eine Krankheit in deinem Körper. Vielleicht willst du unbedingt etwas erreichen, aber du schaffst es einfach nicht.
Und dann möchte ich dich heute darum bitten, Jesus zu fragen. Jesus ist die Antwort! Ich möchte, dass wir uns auf Gott fokussieren. Und ich verspreche dir, Gott wird etwas tun, weil er es kann, wenn du glaubst! Und wenn ihr es wagt, Gott zu glauben, dann hat Gott die Fähigkeit, es wahr werden zu lassen. Bist du bereit für dieses Abenteuer? Gott ist groß!

Be blessed
Manuel

PS: Gott tut auch heute noch Wunder! Stunde um Stunde, Tag für Tag. orauf wartest du also noch? Dream big!

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