Nasse Füße (TDW 21/2017)

Lesedauer: 6min

Gebet ist ein Vertrauensschritt

Lies bitte zuerst 4. Mose 11, 16-23

Hey du,
ich hab schon so oft davon geschrieben, dass Gebet große Wunder in unserem Leben bewirken kann. Aber die Frage, die sich mir stellt ist: "Warum wir dann unsere Gebet immer noch so oft so formulieren, als wären unsere Probleme größer als Gott. Ich hab bei mir selbst festgestellt, dass ich trotzdem oft so bete: "Gott, wenn es irgendwie möglich ist, dann mach doch dass..." Merkst du was ich meine? Oft haben wir, ohne es wirklich zu bemerken, diese Zweifel, ob Gott unsere Gebete überhaupt hört, ob er das überhaupt machen kann, worum wir ihn bitten. Irgendwie glauben wir das ja schon, irgendwo steht´s ja auch in seinem Wort und ich hab auch schon von vielen großen Wundern gehört und sie selbst erlebt, aber trotzdem beten wir immer noch so - "Wäre halt cool, wenn du´s einrichten könntest Gott."

Gott erfüllt seine Zusagen
Ich hab heute wieder ne richtig coole Bibelstelle für euch am Start. Gott sagt im 4. Mose 11,23: "Traust du mir das etwa nicht zu? Du wirst bald sehen, ob ich mein Wort halte oder nicht!" Oft haben wir diese Zweifel, dass das Wort Gottes nicht wahr ist. Wir zweifeln an Gottes Zusage, dass wenn wir von ganzem Herzen um etwas bitten, es auch erhalten. Gott war die ganze Zeit beim Volk Israel, er hat das Meer geteilt, er hat ihnen in der Wüste zu essen gegeben, er hat sie durch Wolken- und Feuersäulen geführt... Und trotzdem zweifelten die Israeliten an seiner Zusage.
Ich glaube, da ist der erste Punkt, wo wir lernen müssen, zu vertrauen. Diesen Schritt in Wasser zu gehen und zu riskieren, uns die Füße nass zu machen. Petrus hat damals auch diese Zusage von Jesus bekommen: "Petrus, lauf auf auf dem Wasser zu mir." Und er hätte genauso gut im Boot bleiben können. Aber das hat er nicht gemacht. Sondern er hat diesen Schritt gemacht, weil er Jesus von ganzem Herzen vertraut hat.

Gebet ist ein Vertrauensschritt
In Hebräer 11,1 steht: "Der Glaube ist der tragende Grund für das, was man hofft: Im Vertrauen zeigt sich jetzt schon, was man noch nicht sieht." Glaube heißt Vertrauen. Vertrauen, dass Gott lebt, und dass er große Dinge tun kann. Vertrauen, dass er dir das, worum du betest gibt - auch wenn du es (noch) nicht sehen kannst. In jeder Beziehung kann dich der andere jederzeit betrügen. Aber du vertraust ihm einfach, dass er sagt: "Hey, ich bin dir treu!" Du kannst ihn eh nicht jede Sekunde 'überwachen', aber trotzdem vertraust du ihm. Und genauso, wie du Gottes Verheißungen nicht jede Sekunde sehen kannst, wie du nicht schon sehen kannst, ob er dir das, was er dir verheißen hat, auch geben wird, müssen wir darauf vertrauen, dass er es tun wird. Und das ist der Punkt: Eigentlich hätte ich gerne ein Wunder, ohne meine Füße nass machen zu müssen. Ohne, diesen Schritt auf´s offene Meer machen zu müssen. Aber das ist genau das, was Gott will. Dass wir diesen Schritt tun, dass wir unsere Füße auch mal nass machen. Gott sagt zu dir: "Hey, hab Vertrauen. Vertrauen, dass ich dir das, was ich dir versprochen habe, auch geben werde."
Gebet ist ein Vertrauensschritt. Und ich glaube, dass so viele Christen, dieses tiefe Vertrauen nicht haben. Und ich möchte dir heute eins mit in den Tag geben: "Es ist an der Zeit, Gott neu zu vertrauen, den Horizont zu erweitern und neu durchzustarten!" Es ist so wichtig, dass wenn wir in der Bibel lesen nicht immer nur sagen: "Wow cool, aber auf mich trifft das ja irgendwie nicht so zu. Ich bin nicht so ein Superchrist, wie die da." Und deshalb beten wir oft auch nur für soo kleine Dinge, dass Gott das Essen segnet oder so... Ich hab überhaupt nichts dagegen, Gott um seinen Segen fürs Essen zu beten, da bin ich total dafür, aber verstehst du was ich meine? Es fällt uns leicht für Dinge zu beten, bei denen man nichts sichtbares erwartet.

Du kannst Berge versetzten
Jesus hat mal zu seinen Jüngern gesagt: "Ihr werdet die gleichen Wunder vollbringen wie ich – ja sogar noch größere. Ihr werdet Dämonen austreiben, Leprakranke heilen und ihr werdet Tote auferstehen lassen." Jesus hat die Wunder damals nicht getan, um zu zeigen, dass er der Messias ist. Jesus hat die Wunder damals nicht getan, um zu zeigen, dass er´s kann, sondern er hat die Wunder getan, um zu zeigen, dass du es kannst! Und er sagt sogar: "Ihr könnt größere Dinge tun!" Wenn man an die ganzen Wunder denkt, die er getan hat, Blinde sehen lassen, Lahme gehen lassen, die Speisung der 5000 und er sagt trotzdem noch: "Ihr werdet größere Dinge tun!"
Der Unterschied ist in der Art und Weise, wie wir beten. In unserer Erwartungshaltung. Wenn wir beten, lasst uns diesen Schritt machen und uns in den Kopf rufen was Gott uns schon gegeben hat. Klar haben wir oft ein bisschen Schiss, weil wir uns blamieren könnten, wenn wir irgendwas laut beten, was andere hören und dann trifft´s nicht ein, dann denken die anderen vielleicht, dass ich einen kleinen Glauben habe oder was auch immer. Wir haben mehr Sorgen darum, unseren Ruf zu verlieren, als Vertrauen darin, dass Gott Wunder tun wird.

Keep on asking
Ich glaube, wir müssen einfach neu diesen Mut fassen, wenn wir Gottes Ruf größer machen wollen, auch das Risiko einzugehen, unseren Ruf zu beschädigen. Wir müssen diesen Schritt aufs offene Meer wagen. Jeden Tag auf´s Neue. Und in dem Moment, wo wir diesen Schritt machen, wo wir sagen: "Gott, ich weiß nicht wirklich, ob das funktioniert, aber ich mache den Schritt trotzdem und ich vertraue dir, dass du mich niemals fallen lässt! Ich werde so lange dafür beten, bis du dein Versprechen erfüllt hast!" In der englischen Übersetzung von Matthäus 7,7 steht: "Keep on asking and you will recieve, what you ask for. Keep on seeking, and you will find. Keep on knocking, and the door will be opened to you." Und ich hab heute mal bewusst die Englische Übersetzung gewählt, weil in der steht immer "keep on...". Nicht einfach: Klopft mal kurz an und dann wird euer Gebet erhört werden, sondern keep on, bleib dran! Ich kenn´s auch von mir, dass ich anfange für etwas zu beten, dann vielleicht zwei- dreimal dafür bete und dann denke: "Okay, dann war´s vielleicht nicht Gottes Wille, wenn er mein Gebet nicht erhört hat." Aber Gott will, dass wir dranbleiben, dass wir für diese Versprechen, die er uns gegeben hat, kämpfen. Keep on, bleib dran und bitte ihn immer wieder darum, dass er seine Versprechen erfüllt. Gott will sehen, dass du diesen Vertrauensschritt gehst.

Sein Wille geschehe
Gott hat uns ein Versprechen gegeben, Gott hat uns als seine Kinder erwählt und wenn er uns erwählt hat, dann sagt er damit auch: "Wenn ich euch erwähle, wenn ich will, dass ihr zu mir kommt und mein Reich baut, dann werde ich euch auch die Vollmacht dafür geben und ich werde eure Gebete erhören!" Bittet und euch wird gegeben. Und wenn er es nicht erhört, dann betet weiter. Gott hat uns auch zugesagt, dass der Heilige Geist in uns betet, im Einklang mit Gottes Willen. Wenn ein Gebet nicht erhört wird, ist die Frage nicht: "Kann Gott?", sondern die Frage ist vielmehr: "Will Gott?" Und ich kann dir eine Sache versprechen: Wenn etwas wirklich nicht Gottes Wille ist, dann meldet sich Gott auch ziemlich schnell und sagt dir, dass es nicht sein Wille ist.
Gebet ist direktes Gespräch mit Gott und in dem Moment wo du ihn um etwas bittest, kannst du auch vertrauen, dass er dir darauf antwortet. Wenn etwas nicht Gottes Wille ist, sagt er es dir bescheid und wenn es Gottes Wille ist, wartet er nur darauf, dass du jedes mal an die Tür klopfst, bis sie endlich aufgeht. Keep on asking, and you will recieve! Bleib dran und du wirst erhalten, wofür du bittest! 

Think bigger!
Ich hab noch eine Bibelstelle für dich am Start und zwar steht die in Epheser 3, 20: "Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt." Gott hat die Kraft so viel mehr zu tun, als wir uns nur im Ansatz vorstellen können. Ich will dich heute herausfordern, diesen Vertrauensschritt zu gehen und an Gottes Möglichkeiten zu glauben! Hab diese Erwartungshaltung im Gebet. Bete um viel viel mehr, als du glaubst, dass Gott tun kann, mach diesen Schritt und bitte ihn um viel viel mehr. Wenn du glaubst, Gott kann nur ne 2 rausholen in der Mathearbeit, dann bitte ihn um eine 1. Gott kann dir so viel mehr geben, als du jemals erwartest. Du musst ihm nur vertrauen!
Ich möchte dir heute 2 Dinge in den Tag mitgeben. Erstens: Gebet ist ein Vertrauensschritt, wie in einer Freundschaft. Wir tun etwas, ohne zu wissen, ob es kommt. Glaube heißt, Vertrauen auf Dinge, die wir jetzt noch nicht sehen können. Und die zweite Sache ist: Lass uns groß denken, lass uns für Dinge beten, die wir uns überhaupt nicht vorstellen können! Gebet kann Berge versetzen! Und ich möchte uns ermutigen, dass wir Großes von Gott erwarten, auch wenn wir es uns noch überhaupt nicht vorstellen können, wenn wir es überhaupt noch nicht sehen können.
Lasst uns den Schritt wagen, aufs offene Meer. Klar, wir können immer nasse Füße dabei bekommen, aber wir können nie untergehen. Denn Gottes Hand hält uns! Lasst uns Groß denken und Großes erleben!

Be blessed
Manuel


Bildquelle: https://instaliga.com/youversion

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