Fight for Love

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Über die Initiative "Fight the new drug"

Ein Post über Pornografie. Ist das mein Ernst? Ja. Denn die Ergebnisse der Forschung sind erschreckend: Pornografie macht viel mehr kaputt, als du denkst. Das scheinbar harmlose anschauen von Bildern und Filmen hat so viel krassere Auswirkungen als so manche materielle Drogen.

Hey du,
wenn jemand sagt, er schaue sich keine Pornos an, dann stecken ihn viele gleich in die Schublade der Leute, die grundsätzlich ein Problem mit Sex haben. Aber jeder Mensch kennt Begehren und Verlangen, jeder ist manchmal für andere attraktiv oder findet andere sexy. Grundsätzlich gehört Sex zum Leben dazu und es ist normal, dass jeder Lust darauf hat. In einer liebevollen, verbindlichen Beziehung ist Sexualität einfach genial. Jeder sehnt sich nach Liebe, will spüren, dass er geliebt wird und möchte auch zärtlich und intim mit seinem Partner sein. Soweit ist alles gut und schön. Aber es gibt auch die gefälschte Version von Sexualität, ein Zerrbild, das jedes natürliche Verhalten gefährdet und infrage stellt: Pornografie.
Pornografie gibt vor, sie würde sexuelle Bedürfnisse befriedigen. Aber wer auf diesem Weg unterwegs ist, wird immer leerer und einsamer. Pornografie ist eine unnatürliche und sehr kurzlebige Befriedigung eines natürlichen Verlangens. Es ist ähnlich wie mit dem Essen. Jeder gesunde Mensch hat Hunger und Appetit. Hunger kann mit einem Stück Sahnetorte kurzfristig gestillt werden. Aber wer gegen seinen Hunger immer nur Sahnetorte isst, wird nicht lange gesund bleiben. Pornografie ist wie ungesunde Ernährung. Einen Augenblick lang fühlt man sich zwar gut, aber die Sehnsucht nach Liebe wird dabei nicht gestillt.

Das Echte ist sexy
Pornos sind nicht echt. Sie sind Bildpunkte auf einem Monitor, im Porno spielt eine fremde Person eine Rolle, die das Drehbuch ihr vorschreibt, ein Porno ist ein Film, der grafisch bearbeitet und verändert wurde. Mit der Realität hat das alles nichts zu tun. Echte Liebe ist mehr als ein schönes Gefühl, Liebe ist eine Entscheidung, Liebe ermöglicht ein Leben, in dem die Sehnsucht wirklich gestillt werden kann. Pornos sind nicht sexy.

Liebe ist sexy
Ein Porno gibt keine Liebe. Wer Pornos schaut, ist hinterher noch einsamer als davor, weil er keinen hat, mit dem er intim zusammensein kann. Liebe ist das Wertvollste auf der Welt, während die Zeit, die man mit Pornos verbringt, nichts als Leere hinterlässt. Pornos sind nicht sexy.
Vertrauen ist sexy. Pornografie zerstört Vertrauen. Wenn ein Partner erfährt, dass der andere nackten Leuten beim Sex zuschaut, dann fühlt sich das an wie Betrug, als würde der andere fremdgehen. Wer Pornografie konsumiert, zerstört damit seine Beziehung und belastet seine Intimität. Pornografie ist nicht sexy.

Füreinander da sein ist sexy
Die Personen in den Pornofilmen interessieren sich nicht für ihre Zuschauer. Die Pornoindustrie will Geld verdienen, pornosüchtige Konsumenten sind erwünscht. Ob Menschen sich und ihre Beziehungen zerstören, während sie sich immer mehr mit Pornos beschäftigen, kümmert niemanden. Pornos sind nicht sexy.

Treue ist sexy
Pornos sind nicht treu. Dabei gibt es im Leben nichts Wertvolleres als einen Menschen, der immer hinter einem steht, der zu einem hält und bei dem man sich absolut sicher sein kann, dass er einen in allen Lebenslagen und für immer liebt. Im Gegensatz dazu bieten die Schauspieler der Pornofilme ihren Zuschauern ein paar Augenblicke lang ein einsames, ich-zentriertes Vergnügen und verschwinden dann wieder im weltweiten Netz.
Aber es steckt noch mehr dahinter: In den letzten Jahren erlangten Studien rund um den Porno-Konsum immer mehr Aufmerksamkeit. Pornographie hat nämlich weitaus größere und weitreichendere Folgen als viele bisher angenommen haben. Das scheinbar harmlose anschauen von Bildern und Filmen hat so viel krassere Auswirkungen als so manche materielle Drogen.

Gehirn - Folgen für dich
Das Gehirn verändert sich durch das Anschauen von Pornografie. Auf chemischer Ebene werden beim Betrachten die gleichen Prozesse abgewickelt wie bei anderen positiven Erfahrungen. Dabei wird unter anderem das Glückshormon Dopamin freigesetzt. Die Ausschüttung dieses Stoffes führt dazu, dass Porno-Gucken im Gehirn als positives Erlebnis abgespeichert wird, was uns dazu drängt, immer wieder das zu suchen, was unser Gehirn mit Glückshormon-Ausschüttung belohnt. Doch wie bei jeder anderen Droge auch gewöhnt sich der Körper nach einer Weile an den "Stoff". Die Bilder erregen nicht mehr so sehr wie zuvor. Man braucht eine stärkere Dosierung, um den gleichen Effekt zu erzielen. So gerät man in einen immer tieferen Strudel...

Herz - Folgen für deine Beziehungen
Doch nicht nur auf biochemischer Ebene bringt Pornografie Probleme mit sich. Auch im sozialen Leben und in Beziehungen hinterlässt der Konsum Spuren. Da Pornografie immer noch ein Tabu-Thema ist, können viele Betroffene nicht darüber sprechen. Das Anschauen von Pornos ist mit Scham verbunden. Dadurch schotten sich die Betroffenen ab, was häufig zu Depressionen führt. Zudem ruft der echte Partner irgendwann keine Erfahrungen mehr hervor und die Betroffenen isolieren sich doppelt. Das verletzt natürliche auch den Partner und hat eine negative Auswirkung auf die Beziehung. Pornografie zerstört das Vertrauen, gegenseitige Wertschätzung und Ehrlichkeit und verführt den Betroffenen dazu, sich noch häufiger in die Bilderwelt zu flüchten.

Hochglanz-Lüge
Pornos gaukeln Dinge vor, die nicht realistisch sind. Das Aussehen der Darsteller und das, was und wie sich es miteinander machen, ist eine Lüge. Pornofilme sind Fantasieprodukte., die falsche Bilder in unsere Köpfe pflanzen und echte Liebe und Beziehungen zerstören. Pornostars sind keine echten Personen mit Stärken und Schwächen, die Bedürfnisse haben. Es werden unrealistische Erwartungen geweckt, die es schwer machen, im echten Leben und in echten Beziehungen klarzukommen. Denn in Wahrheit ist eine Beziehung immer ein Geben und ein Nehmen! Die Pornoindustrie füttert die Fantasie: Egal, was man(n) macht, es gefällt der Frau, sie hat kein Problem damit, auch, wenn sie gedemütigt und verletzt wird. Selbst das Konsumieren von leichten Pornos hat Auswirkungen auf die Art wie Frauen gesehen werden. Die Welt der Pornografie gaukelt vor, dass man zwei (Sex-)Leben haben könnte. Ein echtes und ein virtuelles. Doch das stimmt nicht!

Welt - Folgen für die Gesellschaft
Ein Argument der Pro-Porno-Ecke ist, dass es Pornografie und Lust schon immer gegeben hat, dass das nichts Neues ist. Das ist richtig - allerdings gab es noch nie zuvor solch einen leichten Zugang. Pornos sind durch das Internet Mainstream geworden. Mit erschreckend großer Auswahl und Verfügbarkeit. Dabei werden die Dunklen Seiten der Porno-Industrie verschwiegen: In neun von zehn Szenen werden Frauen entweder Verbal oder körperlich verletzt und missbraucht. Fatal dabei ist, dass es ihnen zu gefallen scheint oder zumindest nichts ausmacht. Pornos lehren uns, dass Aggressionen und Gewalt gegen Frauen Teil von Sex sind. Doch es gibt leider noch mehr negative Seiten: Keiner berichtet von den vielen Schwangerschaften (die abgebrochen werden müssen), von Verletzungen, von Krankheiten und Parasiten. Oder davon, dass 75% der Pornodarsteller Drogen nehmen. Niemand erwähnt, dass die Pornoindustrie direkt und indirekt Prostitution und Menschenhandel befeuert, davon lebt und sie unterstützt.
Es gibt heute mehr Sklaven als jemals in der Geschichte zuvor. Die meisten davon in der Sexbranche. Es gibt Erpressung, Vergewaltigung, Missbrauch, Darsteller, die in die Produktion gezwungen werden oder durch zwingende Umstände dort festgehalten werden.

Pornografie ist nicht sexy
Manche widersprechen an dieser Stelle vielleicht und finden Pornos durchaus sexy. Aber sie müssen sich fragen: Was ist besser? Eine Person, die alleine vor einem Bildschirm sitzt und nackte Fremde anschaut oder zwei Personen, die sich so innig lieben, dass sie sich ganz nahe sein wollen?
Die Antwort ist offensichtlich. Lass dich auf eine Person ein, nicht auf das Netz.

Porn kills love!
Mit dem Motto: "Porn kills love. Fight for love!" gründeten 2009 einige Studenten die Initiative "Fight the New Drug". Durch wissenschaftliche Berichte wurde ihnen klar, was für krasse Probleme der hohe Konsum von Pornografie mit sich bringt. Sie stellten fest, dass unsere Generation die erste ist, die von diesem Thema so massiv betroffen ist - und ebenfalls die erste, die über wissenschaftlich erwiesene Folgen bescheid weiß. Die Initiative kämpft auf verschiedene Arten: Es gibt Aktionen wie #NoPornNovember, Videoberichte von Betroffenen, Vorträge an Schulen, Infomaterial und sogar eine sprezielle "Fighter-App", die hilft, mit Pornografie aufzuhören. Wenn du dich selbst schlau machen willst, dann klick dich rein unter: fightthenewdrug.org

Be blessed
Manuel 

Actionstep// Wer auch denkt, dass nur echte Liebe wirklich sexy ist, kann diesen Artikel teilen. Liebevolle Beziehungen sind wertvoll und brauchen Schutz. Sagt es weiter.


Bildquelle: https://instaliga.com/youversion

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