Wunschkonzert

Lesedauer: 4min

I have a dream

Ich träume von einer Generation, die gemeinsam Schritte im Glauben geht. Schritte ins Leben. Schritte auf Gott zu.

Hey du,
ich schau dich an und krieg´s dabei nicht hin, mich nicht zu fragen, was du denkst, welche Art von Typ ich bin.

Ich wär gern mehr 
Ich wünschte ich wäre einer von den Guten, einer voller Mut, der bereit ist, für dein Herz zu bluten. Ich wünschte, ich wäre einer von den Treuen, der, einmal echt verliebt, nicht um sich zu erfreuen anderen hinterhersieht.
Ich wünschte, ich wäre einer von den Weisen, der alles richtig macht, um dir, oder uns beiden den rechten Weg zu weisen. Ich wünschte, ich wäre einer von den Starken, dessen Emotionen nicht durch jede deiner Taten gleich ins Schwanken geraten.
Ich wünschte, ich wäre einer von den Echten, der in jeder kleinen Handlung, sein Herz zum Ausdruck brächte. Ich wünschte ich wäre einer der Deiner würdig ist. Doch das bin ich nicht.

Ich wär gern Gott näher
Ich wünschte, ich wäre einer von den Gottesfürchtigen, einer, der für ihre Nähe und Treue zu Gott berüchtigten. Ich wünschte, ich wäre einer von den Betern, die nicht zögern ständig zu stehen auf des Thronsahls Fußabtreter. Ich wünschte, ich wäre einer von den Missionaren, die sich für Gott auch an schweren Tagen nie schämen und sich auf´s offene Meer rauswagen. Ich wünschte, ich wäre einer von den Glaubenshelden, die sich auch bei völliger Aussichtsloßigkeit an die Frontlinie stellten. Doch das bin ich nicht.

Mein Wunschkonzert
So viele Punkte, an denen ich gerne wär, ein weiter Weg, der schwer zu meinen Füßen liegt.
Mal vor, zurück, ich frag mich, ob das Ziel nicht auf der Strecke bleib. Schritt für Schritt, fall hin, steh auf, ich weiß nicht, ob ich überhaupt noch vorwärts lauf. Wo lauf ich hin, was ist, worauf mein Leben zielt? Mein Wunschkonzert - ich frag mich, wer die erste Geige spielt.

Stillstand
Es scheint, als wäre der Läufer einfach stehen geblieben, obwohl er weiß, wie viele Runden da noch vor ihm liegen. Als hätte ein Musiker mitten in der Exposition das Stück beendet, ohne letzten Ton.
Kein Schlussakkord, kein Zieleinlauf, keine Siegerehrung, kein Applaus. Stille. Stillstand.
Und wenn die Füße schon stehen, wird es Zeit ein paar Takte zurückzugehen. Da Capo, zurück zum Anfang, zur ersten Liebe, die mein Herz gefangen nahm, die in mein Leben drang und mich sodann im Liebeswahn zur Laufbahn zwang. Die Schuld und Gnade, Schwarz und Weiß, ein Mosaik verband, einen Zusammenklang erfand, der durch Auge, Ohr, Verstand den Weg direkt in meine Seele fand.

Stay on fire
Ein Feuersturm - Dunkle Nacht wird helle Schönheit. Ich lauf so schnell ich kann die Bahn entlang. Im Ziel wartet Liebe. Mit offenen Armen. Diese Liebe trieb mich einst voran, so glaub ich, dass sie´s auch heute noch kann. Ich will nicht stehen bleiben, bin zu weit gerannt, ich will weitergehen, in Leidenschaft entbrannt.
Anfeuern - Aus Windlichtgeflacker wird Häuserbrand. Es ist Zeit, aufzustehen, geradeaus zusehen, vorauszugehen. Es ist Zeit, weiterzulaufen, Zeit, die rechte Zeit auszukaufen. Denn nach dem ersten Satz der Sinfonie wird nicht applaudiert, die zurückgelegte Strecke erst am Ende honoriert. Die Partitur hat viele Seiten und garantiert auch harte Zeiten. Und so lautet die Devise: Durchhalten bis zur Reprise.
Bleib in Bewegung, gib nicht auf, gib dich nicht mit "status quo" zufrieden, denn wer glaubt, schon am Ziel zu sein, ist in Wahrheit einfach stehengeblieben. Es ist Zeit, sich aufzurichten, Zeit den Blick auf´s Ziel zu richten, den Ort, an dem Schönheit, Gnade, pure Liebe die Dunkelheit vernichten.

Los geht´s!
Denn dort steht dein Vater. Er schaut dich an, ihm huscht ein Lächeln über seine Wangen, ergriffen ergreifst du seine Hand, als wie ein Wundhauch seine Stimme erklang: "Mein Kind, ich liebe dich, auch wenn du noch nicht laufen kannst. Und sei getrost, auch wenn du fällst, ich hab dich immer aufgefangen."
Ja, ich bin nicht, wo ich gerne wär, ich wär gern so viel mehr für dich, ich wär gern Gott viel näher, denk ich. Und so zieh ich los, nicht ziellos, sondern mit den Augen auf mein Ziel.
LOS!
(Text: Simon Maage)

I have a dream
"Ich will ein neues Handy", "Ich wäre gern so cool, wie die anderen", "Ich würde gern auch so gute Noten schreiben", "Ich wünschte, ich wäre erfolgreich"... Wir haben so viele Träume in unserem Leben. Aber ich will dich heute herausfordern, einfach mal Zeit mit Gott zu verbringen und ihn zu fragen, was er sich für dein Leben wünscht. Und dann mutig den ersten Schritt zu tun. In den Gewissen, dass sein Plan für dein Leben das Beste ist, was dir jemals passieren könnte.
Ich träume von einer Generation, die gemeinsam Schritte im Glauben geht. Ich träume von einer Generation, bei der Schritte im Glauben Schritte im Leben sind. Eine Generation, die ihr Denken, Reden und Handeln von Gott prägen lässt. Ich träume von einer Generation, die die Bibel ernst nimmt, und das umsetzt, was sie liest. Ich träume von einer Generation, die Gott liebt und ihren Nächsten wie sich selbst. Ich träume davon, dass sich immer mehr Menschen dieser liebenden Gemeinschaft anschließen, denn an der Liebe werden die Menschen erkennen, dass wir Nachfolger von Jesus sind. Ich habe einen Traum, dass eine ganze Generation kleine Schritte im Glauben gehen. Schritte ins Leben, Schritte auf Gott zu. Und dass darauf eine große Bewegung entsteht. Darum schreibe ich diesen Blog. Und weil ich erlebt habe, dass mit Gott nichts unmöglich ist!

Step forward
In unserm Leben ist manchmal leider nicht alles so, wie wir uns das gerne wünschen. Und in unserm Glauben sieht das oft ähnlich aus. Der Weg mit Jesus ist nicht immer leicht, aber wir haben die Hoffnung, dass er uns ans Ziel vorausgegangen ist und dass er dort auf uns wartet und sich über jeden Schritt freut, den wir machen, egal wie klein die Schritte uns auch manchmal vorkommen.
Hebräer 12, 1-2: "Deshalb wollen auch wir – wie Läufer bei einem Wettkampf – mit aller Ausdauer dem Ziel entgegenlaufen. Wir wollen alles ablegen, was uns beim Laufen hindert, uns von der Sünde trennen, die uns so leicht gefangen nimmt, und unseren Blick auf Jesus richten, den Wegbereiter des Glaubens, der uns ans Ziel vorausgegangen ist."

Be blessed
Manuel 


Bildquelle: https://instaliga.com/youversion

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