E R S C H A F F E N

Lesedauer: 5min

Zeit zum Staunen

Was ist erhabener als ein mit Schnee bedeckter Berggipfel, der majestätisch in den Himmel ragt? Was ist eindrucksvoller als ein endlos langer Sandstrand, an dem sich Palmen leicht im Wind wiegen? Was ist schöner, als ein Sonnenuntergang Mitten in der Natur springt uns Gottes Schöpfung und seine Handschrift direkt ins Auge. Zeit zum Staunen.

Hey du,
nackte Füße auf weichem Sand. Meerwasser-Schaumkronen, die meine Zehenspitzen kitzeln. Wolkenformationen, die miteinander spielen. dann ineinander versinken. Poesie der Sinne... Ich habe eigentlich nicht gerade täglich das Verlangen, mich poetisch auszudrücken, Gedichte in den Wind zu singen oder Metaphern voller Farbenpracht aufzuschreiben. Aber immer, wenn ich der Natur begegne, macht das etwas mit mir. Es löst etwas in mir aus. Ein Innehalten, ein Durchatmen, ein Staunen. Ein ZEIT-Artikel im März bestätigte das: Für eine Studie des Bundeswirtschaftsministeriums wurden Menschen vor und nach einer Wanderung über ihr Wohlbefinden befragt - die Werte hatten sich verdoppelt!

Freedom in nature
Woran denkst du, wenn du Freiheit hörst? Denkst du an Ferien? Denkst du an den Reiz, etwas Verbotenes zu tun? Vielleicht an ein Wochenende ohne Eltern? Ich denke bei Freiheit an die Berge...
Ich liebe es in den Bergen zu wandern und auf ihnen herumzuklettern. Tausende Höhenmeter zu Fuß überwinden und dann happy am Gipfel ankommen. Der Ausblick, die Dimensionen, die makellose Schönheit - so fühlt sich Freiheit an! 
Und ich liebe Mountainbiken! Dabei mag ich viele Arten von Sport, aber die Kombination aus Waldluft, Auspowern und Adrenalin ist unvergleichlich. Ich liebe die Berge, den Wald, die Weite - und eine schnelle Abfahrt über Wurzeln und Steine.
Die Natur macht etwas mit uns. Irgendwie fühle ich mich Gott näher.

Gott begegnen 
Es gibt Momente in unserem Leben, die etwas Besonderes in uns auslösen, die unsere Seele ergreifen. Das Neugeborene, das der Mutter auf die Brust gelegt wird, der Atemberaubende Sonnenuntergang, das große Krabbeln, das wir unter dem Mikroskop entdecken und bei dem uns die Komplexität des Lebens bewusst wird. In der Natur können wir Gottes Handschrift sehen, und wir können Gott in ihr sehen.
Aus der Nähe zur Natur kann Nähe zu Gott werden. Als ich vor einer Woche zehn Tage mit meiner Familie durch die Alpen wanderte, waren das schweißtreibende, ermüdende und manchmal auch gefährliche Touren. Aber ich weiß auch noch, wie ich hoch oben an einem Gipfelkreuz stand und mich nicht satt sehen konnte an den Hügeln und Tälern, die sich vor mir auftaten. Gottes Wunderwerk! Es stach mir so sehr ins Auge - ich wollte nicht mehr wegsehen. In mir spielten Lobpreislieder, von denen ich gar nicht wusste, dass mir ihr Text noch bekannt war. Nichts davon war geplant, abgestimmt - dieser Moment kam einfach. In seiner Schöpfung begegnete Gott uns auf einzigartige Weise und meine Antwort war Staunen.

Zeit nehmen
Leider gehört solch eine Bergtour nicht zu meinem Alltagsprogramm und das Staunen kann schnell vergehen - selbst wenn die eingerahmten Bilder zu Hause noch daran erinnern. Ich kann das nur in meinen Alltag übertragen, wenn ich mir Zeit nehme und morgens in meinem Zimmer auf den Knien den Sonnenaufgang beäuge oder abends um die Häuser schlendere und den Blick ins benachbarte Tal genieße. Das kommt leider zu selten vor. Deshalb geht der Appell an mich und dich zugleich: Lasst uns wieder hinsehen und ins Staunen geraten! Fang einfach vor deiner Haustür an. Es gibt soo viel zu entdecken.

Da staunst du
Der Körper eines Menschen - ein einziges Wunder! Das Tierreich reich an beeindruckenden Geschöpfen. Das Weltall - einfach galaktisch gut! Über Gottes Schöpfung könnte man so unendlich lang staunen, wie seine geniale Ideen unendlich sind. Hier nur ein winziger Auszug daraus...
Blut// Wissenschaftler schätzen, dass die Gesamtlänge aller Blutgefäße im menschlichen Körper etwa 95.000 Kilometer beträgt. Mit dieser Länge könnte man mehr als zweimal die Erde umrunden (ca. 40.000 km). WOW! 
Gewaltig// Von allen Tieren ist der Blauwal das größte und schwerste Tier. Er wiegt bis zu 200 Tonnen, was ungefähr so viel wie 23 Elefanten oder 1.800 Menschen ist. Allein seine Zunge ist so schwer wie ein ganzer Elefant. Auch beim Futter haut er mächtig rein und verputzt täglich zwischen 4 und 8 Tonnen Plankton, Krill und kleine Fische. 
Händchen halten// Seeotter halten sich an den Händen während sie schlafen, um zu verhindern, dass sie von der Strömung weggetrieben oder getrennt werden. 
Mini// Der kleinste Muskel im Körper ist der Steigbügelmuskel (Musculus stapedius). Der sitzt tief im Innenohr. Er ist nur 5 Millimeter lang und dünner als ein Baumwollfaden.
Unterm Mikroskop// Der Körper eines Menschen besteht aus etwa 50.000 Milliarden Zellen. Die größte Zelle des menschlichen Körpers ist die weibliche Eizelle, die kleinste das männliche Spermium. Die Eizelle ist übrigens auch die einzige Zelle, die wir mit bloßem Auge sehen können. Das geniale aber ist, dass die gesamte Information für 50.000 Milliarden Zellen in einer einzigen Zelle gespeichert werden kann!
Erneuert// Dein Skelett und deine Haut erneuern sich alle zehn Jahre selbst. Du bekommst also in jedem Jahrzehnt neue Technik unter die Haube und eine frischen Verkleidung noch obendrauf. 
Der beste Freund des Menschen// Der Geruchssinn von Hunden ist 10.000-mal stärker als der von Menschen. Hunde können sogar riechen, wenn der Insulinspiegel im Blut eines Menschen zu stark sinkt und ihr Herrchen darauf aufmerksam machen. 
Klein ganz groß// In einem winzigen Blutstropfen befinden sich 5 Millionen rote Blutkörperchen, 300.000 Blutplättchen und 10.000 weiße Blutkörperchen. In jeder Sekunde sterben bei einem Menschen ca. zwei Millionen Blutkörperchen. Genauso viele werden jede Sekunde neu gebildet.
Smile// Du hast 60 Muskeln im Gesicht. Lächeln ist einfacher als Stirnrunzeln - und besser! Zum Lächeln brauchst du 20 Muskeln, zum Stirnrunzeln mehr als 40. 
Einzigartig// Von allen Lebewesen auf der Erde haben lediglich Koalabären, Affen und die Menschen einen individuellen, also einzigartigen Fingerabdruck.
Umrundet// Um die Erde einmal mit einem Flugzeug zu umrunden, brauchst du ungefähr 1,7 Tage. Für die Sonne bräuchtest du bei gleicher Geschwindigkeit circa 188 Tage. Für die Umrundung des »UY Scuti« (dem wohl größten uns bekannten Stern im Universum) bräuchtest du weit über 1.000 Jahre. Und der wiederum ist gerade mal so groß wie ein winziges Staubkörnchen in der Galaxie.

Schöpfergedanken
Bevor Gott die Erde erschuf, träumte er davon, wie sie aussehen könnte. Er stellte sich in Gedanken alles vor und malte Jesus und dem Heiligen Geist das schönste Bild des perfekten Planeten vor Augen. Und erst als die Vision stand, der Traum geträumt war, legte Gott mit der Schöpfung los. Er sprach. Und aus jedem Wort entstand ein Wunder der Erde. Spektakel pur! Gott träumte von den wunderschönen Sonnenuntergängen in denen der Himmel im schönsten Orange leuchtet. Und so sprach er: "Es werde Licht.", und erschuf die weltklasse Sonnenuntergänge im Westen der USA, mit rot glühenden Felsen und John Wayne, der auf seinem Pferd dem glühenden Feuerball entgegenreitet. Bis heute zu bestaunen. Gratis. Besser als jede Lightshow. Gott trennte durch ein einziges Wort Erde und Wasser und schuf dadurch die Malediven. Er sprach und füllte Wälder mit Leben, schuf Sonne und Sterne und gab uns Raum zum träumen!
Der Schöpfer von Himmel und Erde platzierte Blumen und Berge und sagte am Ende: Genau du fehlst noch auf meiner Erde. Du passt perfekt ins Bild uns bist essenziell für dieses Meisterstück. Und Gott schuf den Menschen. Gott schuf dich und hat dich in seine Schöpfung hineingesetzt, um ihn in seinem Meisterwerk zu entdecken.

Kunstwerk
Und so stehe ich mitten auf Klippen am Rande des Meeres. Von Schönheit ergriffen, als ob sie eine Welle wäre. Millionen von Kristallen als Sonnenstahlen auf Wasserbahnen fallen. Und während ich da sitze frage ich mich, ob Gott damit, auch ein bisschen angeben will. Und ich kenne Künstler, Leute, die ich wirklich bewunder! Doch geht auf keinem ihrer Bilder die Sonne bunter unter, als sie es in Wirklichkeit tut. Und ich meine hier nicht gut, ich meine excellent! Erinnerung der Augen für das der der Mund keine Worte kennt. Kein bloßes Gefühl, dass ich wenn ich dann geh, fühl. Mehr sowas wie Bewunderung, doch wie geht man mit Wundern um? Genießendes Staunen über dieses Design! Das Photoshop des Schöpfers ist soviel besser als meins!
Und während ich hier stehe und seine Werke preise, celebriere ich doch in Wahrheit den einen. Den  Unvergleichlichen, den größten Künstler von allen, Schöpfer des Himmels und der Erde! Zeichner von Landschaften, die er mit seiner Hand schaffte! Maler von Sonnenuntergängen. Architekt des Grand Canyon und epischen Bergkämmen. Designer von Blumen, Organismen und Tieren. Farbgeber für Blätter. Eiskristalle die frieren, reflektieren den Künstler, der sein Werk präsentiert. Und sein schönstes Kunstwerk schuf er in mir. Und es klingt fast verrückt, dass er sich selbst als Vorlage nahm für sein Kunstwerk, Poema, Meisterstück. Ein Meisterwerk in der Tat, ein Unikat. Das der Meister selbst mit seiner Hand geschaffen hat. Er ist anders als der Standard, weil er die Welt in seiner Hand hat. (Marco Michalzik - Was ist dir heilig?)

"Auf keinem ihrer Bilder geht die Sonne bunter unter als in Wirklichkeit!" Worauf wartest du also noch? Let´s go, raus hier, rein in die Natur! Es gibt so viel zu entdecken! Zeit zum Staunen.

Be blessed
Manuel 


#challengetime - Staune im Alltag
1. Über Stock und Stein - Lauf in den nächsten Wald uns spitze die Ohren: Hörst du Vogelstimmen, die knacksenden Äste, das Rascheln des Laubs im Wind?
2. Schwimmen im Natursee - ein letztes Mal Luft holen, dann den Sprung ins kühle Nass wagen, raus aus dem Boot! Die Erfrischung macht den Kopf frei, die Seeidylle die Augen wach und lässt dich zur Ruhe kommen.
3. Kanu-Tour - Natürlich kann das mit Freunden schnell zum Wettrennen ausarten, aber gönn dir zwischendurch mal den Blick nach rechts und links. Da lebt und regt sich einiges ...

 
Bildquelle: https://instaliga.com/youversion

Kommentare

  1. Eine sehr schöne Beschreibung über Gott und seine Schöpfung - wie wir sie sehen können, wenn wir wollen

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