Cause we have this hope (TDW 37/2017)

Lesedauer: 6min

Hoffnung bewegt

Die Bibel steckt voller starker Wörter. Begriffe, die reinhauen, aber eigentlich versteht man sie gar nicht so richtig. Hoffnung ist zum Beispiel so ein Wort.

Lies bitte zuerst: Lukas 8, 40-48

Hey du,
"Ich hoffe, dass meine Freunde Jesus kennenlernen." "Ich hoffe, dass das neue Schuljahr oder das neue Semester an der Uni gut wird." Ich hoffe, dass sich meine Eltern sich wieder ganz neu lieben lernen." "Ich hoffe, dass ich gesund bleibe." Wir hoffen auf so vieles. Unser ganzes Leben ist gefüllt mit Hoffnung. Hoffnung auf mehr: Mehr Leben, mehr Liebe, mehr Wert, mehr Zukunft.
Hoffnung bewegt uns. Ich würde sogar sagen: Nur Hoffnung bewegt. Das einzige was dich aufstehen lässt, was dich bewegt, im Leben unterwegs zu sein ist Hoffnung. In dem Moment in dem du aufhörst zu hoffen, hörst du auf, dich zu bewegen. Hoffnung treibt uns an. Als kleiner Junge bin ich aufs Fahrrad gestiegen und erstmal umgefallen. Und hätte ich keine Hoffnung gehabt, hätte ich gesagt: "Ich fahr nie mehr Fahrrad, weil Fahrradfahren tut weh!". Aber Kinder haben Hoffnung in sich und deshalb habe ich mir gesagt: "Vielleicht klappt es beim nächsten Mal." Kinder leben von Hoffnung.

Wir haben das Hoffen verlernt
Und das ist das Problem, dass wir, wenn wir älter werden irgendwie das Hoffen verlernen, weil wir denken, dass wir schon wissen was passiert. Wenn ich schon dreißig Mal für dasselbe gebetet habe und es nie funktioniert hat, wird es doch beim einunddreißigsten Mal auch nicht funktionieren, oder? Wie doof ist das denn?! Keine Ahnung ob es beim einunddreißigsten Mal immer noch nicht funktioniert. Vielleicht ja, vielleicht aber auch nein. Das ist eine Erfahrung und Erfahrungen können täuschen. Es ist die Hoffnung, die als einziges trägt und die uns dazu bewegt weiter dafür zu beten, weiter an etwas zu arbeiten, nicht aufzuhören, sondern in Bewegung zu bleiben. Die Hoffnung, dass da ein Gott ist, der für uns ist, der unsere Gebete hört. Der nicht immer alles schön freiräumt in unserem Leben aber der uns trotzdem ans Ziel bringen wird.

Base of faith
Hoffnung ist das, was dich am Leben hält, was deinen Glauben am Leben hält. Und in denen Bereichen deines Lebens, in denen du keine Hoffnung mehr hast, beginnt etwas zu sterben, da hörst du auf zu glauben.
Hoffnung ist die Grundlage für unseren Glauben und für unser Leben. Warum solltest du morgens aufstehen, wenn du keinen Grund zur Hoffnung hättest? Was sollte dich dazu bewegen zu glauben, wenn nicht die Hoffnung, dass dieser Gott lebt und das es stimmt, was da in der Bibel steht. Und deshalb macht Gott uns in diesem Buch eine mega steile Zusage: "Haltet an dieser Hoffnung fest, zu der wir uns bekennen, und lasst euch durch nichts davon abbringen. Ihr könnt euch felsenfest auf sie verlassen, denn Gott ist treu und hält, was er verspricht." (Hebräer 10,23)
Ich glaube, dass eine unglaubliche Kraft darin liegt, wenn wir Gott wieder an seinen Verheißungen packen, wenn wir sagen: "Ich lass dich nicht los. Es ist meine Hoffnung, dass du mein Gebet erhörst, es ist meine Hoffnung, dass du mich nicht anlügst, es ist meine Hoffnung, dass du mich nicht irgendwo vergessen hast. Weil du mir all das versprochen hast." Und Gott hält, was er verspricht. Ich will dich heute fragen: Hast du diese Hoffnung? Hast du diese Hoffnung, dass es Gott gut meint?

Ein Schimmer Hoffnung
Lass mich mit dir gemeinsam in eine richtig coole Story starten die vor 2000 Jahren passiert ist. Da war eine Frau, die 12 Jahre lang an schweren Blutungen litt. 12 Jahre lang! Und das Ding ist, diese Krankheit war ein absolutes No-go in der damaligen Gesellschaft. Und so lebte sich abseits, ohne Freunde oder Bekannte. Sie war völlig hoffnungslos und wusste nicht weiter. Sie ist zu vielen Ärzten gegangen, hat ihr gesamtes Vermögen für Behandlungen ausgegeben und wusste einfach nicht mehr weiter, denn ihre Krankheit wurde nicht besser, sondern immer schlechter. Sie hatte Angst zu sterben und sie war 12 Jahre lang in dieser Angst gefangen. Aber diese Person, diese Frau hört auf einmal von Jesus. Auf einmal hört sie von jemandem, der die Kraft hat, Menschen zu heilen. Menschen zu befreien, sie zu lösen von der Angst, die sie bindet. Und auf einmal kommt so ein Schimmer Glauben, ein Schimmer Hoffnung in ihr hoch, dass es vielleicht möglich wäre, dass sie doch geheilt wird. Und dieser Glauben wächst so groß, dass sie sich sagt: "Ich muss Jesus nur berühren um geheilt zu werden." (Markus 5,28)

Dein Glaube hat dich gerettet
Und so geht sie zu Jesus hin und um ihn herum ist eine riesen Menschenmenge. Aber die Frau überwindet sich und geht durch diese Menschen hindurch, durch die Leite, die sie jahrelang fertig gemacht und ausgestoßen haben. Sie überwindet ihre Angst und plötzlich steht sie vor diesem Jesus und berührt ihn. Und trotz der vielen Menschen und dem Gedränge realisiert Jesus diese Berührung sofort und dreht sich um zu dieser Frau. Und was jetzt passiert ist so unglaublich. Jesus dreht sich um zu dieser Frau und sagt: "Meine Tochter." (Markus 5,34)
Meine Tochter, ich meine Jesus war wahrscheinlich nicht viel älter als sie aber trotzdem sagt er: Meine Tochter, mit väterlicher Liebe. Und sagt: Hab keine Angst, denn dein Glaube hat dich geheilt. Jesus kannte die komplette Geschichte von dieser Frau, er kannte jede einzelne Situation aus ihrem Leben. Und in diesem Moment war die Frau geheilt.
Wow! Mega Geschichte oder?

Jesus in mir!
Ich will dir nur eine einfache Frage stellen, aber die Frage hat unglaubliche Auswirkungen: Mit welcher Person oder mit welcher Personengruppe aus der Geschichte kannst du dich am meisten identifizieren? Mit der Menschenmenge, den Menschen die weinen, die Jesus sehen wollen? Mit der Frau? Vielleicht gibt es in deinem Leben Bereiche, in denen du einfach keine Hoffnung mehr hast, vielleicht ist da etwas in euch gestorben und du kommst zu Jesus um ihn um Heilung zu bitten? Oder mit den Ärzten, die der Frau nicht helfen konnten? Oder mit den Jüngern?
Cool, dass in dieser Geschichte so viele verschiedene Persönlichkeiten vorkommen oder? Da kann sich jeder mit irgendjemandem identifizieren. Und überhaupt, wie cool ist das bitte, dass wir uns mit Menschen aus Gottes Geschichte identifizieren können?
Aber wir haben ein fettes Problem. Wer von euch hat Jesus gewählt? Wer von euch kann sich mit Jesus identifizieren? Ein amerikanischer Psychotherapeut hat genau diese Umfrage mit Ärzten und Pastoren gemacht. Und von 600 Ärzten und Pastoren haben sich nur 6 mit Jesus identifiziert. Und genau das ist genau unser Problem. Nicht, dass die anderen die falschen Personen gewählt haben. Unser Problem ist, dass wir uns zu wenig mit Jesus identifizieren. Wir können uns immer mit all denen identifizieren, die etwas von Jesus brauchen, und vergessen dabei, dass er uns dazu berufen hat, ihm ähnlich zu sein. "Alle, die ihm nachfolgen, hat Gott dazu bestimmt, seinem Sohn ähnlich zu werden." (Römer 8,29) Das ist das Ziel unseres Lebens! Eigentlich müssten da 600 Leute aufstehen und sagen: "Ja, das erste was mir in den Sinn kommt: Ich bin wie Jesus! Ich bin Licht der Welt. Weil Jesus in mir lebt!"

Hope of nations
Jesus ist die Hoffnung in dieser Geschichte. In alle Bereiche trägt er Hoffnung hinein. Und das ist es, was diese Welt braucht. Menschen, die aufstehen und sagen: "Jesus lebt in mir!" In dieser Welt herrscht ein Mangel an Hoffnung. Weil wir einen Mangel an Menschen haben, die sich mit Jesus identifizieren. Es ist nicht das System Kirche, das versagt. Nicht Angela Merkel, die versagt. Nicht eine Flüchtlingspolitik, die versagt, nicht ein Finazsystem, das versagt. Es sind wir Christen, du und ich, die versagen das Licht der Welt zu sein. Wir haben Jesus gezähmt, verwesentlicht, neutralisiert. Wir haben uns die Schokoladenseite der Nachfolge rausgepickt und es uns auf unserem christlichen Kuschelsofa gemütlich gemacht.
Aber das ist nicht das, wozu Gott uns geschaffen hat, das wie er sich Nachfolge vorgestellt hat. Er hat uns dazu bestimmt, in Gemeinschaft mit ihm zu leben. Mit ihm in uns zu leben und Licht in die Dunkelheit dieser Welt zu bringen.
"Das ist ein unbegreifliches Wunder, das Gott für alle Menschen auf dieser Erde bereithält. Ihr, die ihr zu Gott gehört, dürft dieses Geheimnis verstehen. Es lautet: Christus lebt in euch! Und damit habt ihr die feste Hoffnung, dass Gott euch Anteil an seiner Herrlichkeit gibt." (Kolosser 1,27) Die Hoffnung auf Gottes Herrlichkeit ist es, was Paulus das große Geheimnis des Glaubens nennt. Jesus in mir. Die Hoffnung auf Gottes Herrlichkeit. Ich wünsche mir, dass Jesus in uns sichtbar wird. Dass da wo wir hingehen, Menschen Jesus in uns erkennen können. Dass wir uns mit Jesus identifizieren können, dass wir ihm ähnlicher werden wollen, dass wir zu Hoffnungsträgern für diese Welt werden.
Die Frage ist: Sind wir bereit ihn in uns leben zu lassen?

Spread the hope!

Be blessed
Manuel


Bildquelle: https://pbs.twimg.com/media/DIUjuNmXoAUerMD.jpg

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