Gibt es einen Gott?

Lesedauer: 6min

7 Tipps, wie du Gott praktisch in deinem Umfeld erkennen kannst 

Es gibt Momente in unserem Leben, die etwas Besonderes in uns auslösen, die unsere Seele ergreifen. Das Neugeborene, das der Mutter auf die Brust gelegt wird, der Atemberaubende Sonnenuntergang, das große Krabbeln, das wir unter dem Mikroskop entdecken und bei dem uns die Komplexität des Lebens bewusst wird. Zwei Menschen, die sich ewige Liebe versprechen und die beiden alten Herrschaften Hand in Hand auf der Parkbank, die diese Liebe immer noch leben.

Hey du, 
in solchen Augenblicken merken wir, dass da irgendwie "mehr" ist als das, was wir sehen und begreifen. Doch um dieses "Mehr" zu beschreiben, reicht unser Wortschatz meist nicht aus. Oft klingt es einfach zu banal, trivial oder schlicht abgedroschen. Denn dahinter steckt irgendetwas Unsichtbares, Ursprüngliches, die Wahrheit. Etwas Übernatürliches. Gerne benutzen wir als "Erklärung" für solche Momente eine alte Freundin: Mutter Natur. Das hat sie gut eingerichtet. Ein Wunder der Natur! Oder wir argumentieren mit Liebe, Perfektion oder Reinheit - nur ein ganz bestimmtes Wort kommt uns nicht in den Sinn: Gott. Gott steckt in unserer Vorstellung eher im Gewand des Vaters fest, als dem der Natur, Liebe oder sonst etwas Großen. Aber sind solche wunderbaren, berührenden Momente nicht eigentlich göttliche Momente?
 
Ich glaube was, was du nicht siehst
Besonders in unserer aufgeklärten Welt können sich viele Menschen gar nicht vorstellen, dass es einen Gott geben könnte. Aber ich glaube trotzdem daran. Ich glaube, dass es einen Gott gibt, den ich nicht sehen kann.
Viele Menschen suchen nach Gott aber wissen nicht, wie sie ihn erkennen können. Und als Christ wird dann oft von mir verlangt, meinen Glauben zu beweisen, dass es ihn wirklich gibt, diesen Gott. Aber das geht nicht. Nicht einmal die Bibel versucht, die Existenz Gottes zu beweisen. Aber das war auch gar nicht das Ziel der biblischen Autoren, es ging ihnen um etwas völlig anderes. Es ging ihnen darum eine Geschichte zu erzählen. Die beste Geschichte, die diese Welt jemals gehört hat. Die Geschichte Gottes mit den Menschen. Es geht in der Bibel nicht um Beweise. Der erste Vers im 1. Buch Mose geht schlicht davon aus, dass Gott von Anfang an real ist.
Ich kann Gott nicht beweisen. Aber ich glaube trotzdem an ihn. Weil ich ihn erleben kann. Weil ich ihn erkennen kann. In meinem Alltag. Du glaubst mir nicht? Dann will ich dir heute 7 Tipps geben, wie du Gott praktisch in deinem Umfeld erkennen kannst.

Wounderfully made
Als erstes kannst du Gott anhand der Genetik von uns Menschen erkennen. Wollte man alle Informationen aufschreiben die in jeder einzelnen Zelle des menschlichen Körpers gespeichert sind, bräuchte man tausende von Büchern. Insgesamt entspricht der Umfang des menschlichen Erbguts 40-mal so vielem Fakten, wie die größten Lexikas der Welt umfassen. Als David über die Schöpfung nachdachte schrieb er voller Staunen im Pslam 139: "Du bist es, der meinen Körper und meine Seele erschaffen hat, kunstvoll hast du mich gebildet im Leib meiner Mutter. Ich danke dir dafür, dass ich so wunderbar erschaffen bin. Es erfüllt mich mich mit Ehrfurcht. Ja, das habe ich erkannt: Das deine Werke wunderbar sind."
Wenn ich mir allein das menschliche Gehirn anschauen, komme ich schon nicht mehr aus dem Staunen. Unser Hochleistungsrechner verarbeitet parallel riesige Informationsmengen. Er nimmt die Farben und Formen deiner Umgebung wahr, die Temperatur um dich herum, den Druck mit dem deine Füße den Boden berühren, die Musik im Hintergrund und den Text, den du gerade liest. Unser Hirn merkt sich Emotionen, Gedanken und Erinnerungen. Gleichzeitig steuert es alle Prozesse, die zum Überleben notwendig sind: Atmung, Herzschlag, Verdauung und viele mehr. Bei einem Test des Forschungsinstitutes Riken im Jahr 2011 brauchte es 83.000 Computer um gerade mal eine Sekunde lang 1% der menschlichen Gehirnaktivität zu simulieren. Krass, oder? Jeder Mensch ist wirklich ein Wunder. Und durch dieses Wunder können wir Gott erkennen.

Nature is the art of god
Ein zweites Beispiel an dem wir erkennen können, dass es einen Gott gibt, ist die Natur. Auch der Apostel Paulus schrieb darüber, dass die Existenz Gottes in der Natur erkennbar ist. In Römer 1 Vers 20 steht: "Seit der Erschaffung der Welt sind deine Werke ein sichtbarer Hinweis auf ihn, den unsichtbaren Gott, ein Hinweis auf seine ewige Macht und sein göttliches Wesen." Die Natur ist voller Wunder.
Zum Beispiel das Wasser. Es ist farblos, geruchlos und ohne Geschmack und doch ist dieses einzigartige Nass unverzichtbar für jedes Lebewesen. Seine besonderen Eigenschaften sind optimal für das Leben geschaffen: Seine einmalige Anhangskraft ermöglicht den Pflanzen, Wasser entgegen der Schwerkraft bis in die Spitzen der höchsten Bäume zu transportieren, um sie mit Nährstoffen zu versorgen. Nicht nur Pflanzen und Tiere bestehen zu einem Großteil aus Wasser. Auch 2/3 des menschlichen Körpers ist reines Wasser. Nur durch Wasser können wir in einer Umgebung mit Temeraturschwankungen leben und unsere Körpertemeratur trotzdem konstant auf 37,2°C halten. Wasser ist außerdem ein vielseitges Lösungsmittel. Dank dieser Eigenschaft kann eine Vielzahl von Mineralen, Nährstoffen und chemischen Substanzen durch unseren Körper transportiert werden und unsere Organe wie z.B. das Gehirn mit dem notwendigen Treibstoff versorgen.
Oder dir zum Beispiel mal den perfekten Abstand zwischen Erde und Sonne an. Wären wir ein bisschen weiter von der Sonne entfernt, dann wäre der Planet ein Eisklotz. Ein bisschen näher an der Sonne und die Erde würde verglühen. Astronomen vermuten, dass alles Leben auf der Erde ausgelöscht werden würde, wenn sich der Abstand zur Sonne auch nur um 2% verändern würde. Ist es nicht erstaunlich, wie perfekt Gott diesen Wohnraum für uns Menschen geschaffen hat? Ist das nicht auffällig zufällig?

Pretty perfekt!
Ein drittes Beispiel an dem wir Gott erkennen können sind Blumen. Auf der Erde gibt es mehr als 400.000 verschiedene Blumensorten, von denen die wenigsten essbar sind. Ihre einzigste Aufgabe ist es, unsere Welt zu verschönern. Sind sie alle im Lauf der Zeit durch Zufall entstanden? Oder hat ein liebender Gott, seine Freude, all die Formen und Farben zu erschaffen? Wer nicht an den Schöpfer glauben will, der hat sich noch nicht die Zeit genommen, die vielen verschiedenen Tulpen und Orchideen, Lilien, Lotusblüten, Magnolien ... anzuschauen. Deshalb ist es auch so wichtig, vielleicht einfach mal bei blühenden Rosen stehen zu bleiben und darüber nachzudenken, dass es einen Gott gibt, der Freude an der Schönheit seiner Schöpfung hat.

Let his word talk
Ein viertes Beispiel an dem wir Gott erkennen können, ist die Bibel selbst. Sein Wort. Paulus schreibt in 2. Timotheus 3, 16: "Denn alles, was in der Bibel steht ist von Gottes Geist eingegeben und dementsprechend groß ist auch der Nutzen der Schrift: Sie unterrichtet in der Wahrheit, deckt Schuld auf, bringt auf den richtigen Weg und erzieht zu einem Leben nach dem Willen Gottes."
Die Bibel selbst ist ein Beweis für die Existenz Gottes. Vierzig von einander unabhängige Menschen haben im Verlauf von 2000 Jahren an diesem einzigartigen Liebesbrief von Gott an die Menschheit geschrieben. So entstanden 66 unterschiedliche Bücher, die alle die gleichen Inhalte auf unterschiedliche Weise verpackt haben. Es gibt nichts vergleichbares in der Weltliteratur. Atheisten mögen dieses Argument vielleicht belächeln, aber wer die Bibel gelesen hat und erfahren hat, wie Gott dadurch zu ihm gesprochen hat, der weiß, warum die Bibel das meistverkaufte Buch der Welt ist und in mehr Sprachen übersetzt worden ist als jedes andere Buch. Tatsächlich werden jährlich mehr als 100 Millionen Bücher gedruckt und verkauft. Und es gibt dabei kein anderes Buch, was annähernd so hohe Umsatzzahlen hat, wie die Bibel.

Spread the message
Ein fünftes Beispiel, an dem wir Gott erkennen können, ist die Verbreitung des Christentums. Das Christentum wurde über die Jahrhunderte hinweg immer wieder bekämpft und verhöhnt. Im 1. Jahrhundert warfen die römischen Soldaten die Christen den Löwen zum Fraß vor. Und auch im 20. und 21. Jahrhundert werden Christen diktatorischen Systemen verhaftet, gefoltert und getötet. Schätzungsweise 70 Millionen Christen starben seit der Verbreitung des Christentums als Märtyrer. Davon über 40 Millionen in den letzten hundert Jahren. Und trotzdem hat das Christentum heute mehr Anhänger, als jede andere Religion. Und die Zahlen steigen stetig in vielen Teilen der Welt. Der christliche Glaube breitet sich aus. Weil er die Wahrheit ist. In der Geschichte hat sich immer wieder gezeigt: Wenn die Wahrheit bekämpft wird, verbreitet sie sich noch viel schneller.

Gott kommt auf uns zu
Ein sechstes Beispiel, an dem wir erkennen können, dass es einen Gott gibt, ist  Jesus selbst. Erstaunlichste an Gott ist nicht nur seine bloße Existenz, sondern seine Liebe zu den Menschen, die so groß war, dass er seinen eigenen Sohn auf die Welt geschickt hat, um die Menschen aus ihrer selbstverschuldeten Not und ihren Fehlern zu erlösen. Gott kommt auf uns zu. Jesus ist Gottes Liebe und Wahrheit in Person. Schon im Alten Testament wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass er auf die Erde kommen wird. Schließlich war es so weit und Gott kam als Mensch auf diese Welt. Seine Kreuzigung ist historisch belegt und seine Auferstehung wurde von hunderten von Augenzeugen bestätigt. Der Apostel Johannes, der nach der Auferstehung bei ihm war und seine von Nägeln durchbohre Hände berührte und ihn vermutlich am Besten kannte schrieb in 1. Johannes 1, 3: "Darum verkündigen wir euch das, was wir gesehen und gehört haben. Wir möchten, dass ihr mit uns verbunden seid. Mehr noch: Dass ihr zusammen mit uns erlebt, was es heißt, wenn man mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus verbunden ist."
Die Geschichte von Jesus ist kein Märchen. Jesus ist der lebendige und erfahrbare Sohn Gottes. In ihm können wir Gott erkennen.

Your story
Das siebte und letzte Beispiel, an dem wir erkennen können, dass es einen Gott gibt, ist deine persönliche Geschichte mit ihm. Ein Atheist wird vielleicht nicht anfangen an Gott zu glauben, nur weil er ein Gewitter erlebt hat oder in der Bibel gelesen hat.
Wenn ich meinen Glauben beweisen soll, dann lass ich mich nicht auf einen Schlagabtausch von Argumenten ein. Sondern genau so, wie Paulus in 2. Timotheus 1, 12 schreibt, kann auch ich sagen "...ich verliere nicht den Mut, denn ich kenne den, auf den ich Vertrauen gesetzt habe."
Wirklich unwiderlegbar wird für mich der Glaube, wenn ich darüber nachdenke, was ich mit ihm erlebt habe. Welche Veränderung er in meinem persönlichen Leben bewegt hat und welche Freude er mir schenkt. Das sind Dinge, die ich selbst erlebt habe und die mir niemand rauben oder wiederlegen kann.

Die Sache mit dem Gott
"Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine göttliche Macht und Größe sehen und erfahren können. Sie haben also keine Entscheidung." (Römer 1,20)
Gerade in der Natur erlebte der Verfasser dieses Bibelverses Dinge, die seiner Ansicht nach göttlich sein müssen. Er spürte etwas vom Himmel, wenn er sich in der Welt umsah. Vielleicht war er auch wie ich begeistert von der Komplexität eines Blattes oder vom Wunder des Lebens und des Menschen als solches. Es gibt so viele Hinweise, an denen wir erkennen können, dass es einen Gott gibt, der dich liebt und einen Plan für dein Leben hat. Überall können wir Gottes Handschrift erkennen. Unsere Welt steckt voller Wunder und alles hängt bis ins kleinste Detail miteinander zusammen. Und auch Jesus macht uns in der Bibel eine geniale Zusage: "Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan." (Matthäus 7,7). Wow, denkst du dir vielleicht, vor 2000 Jahren war es ja auch noch einfach, Gott zu suchen, wenn er dir als Mensch in Jesus vor der Nase vorbeigelaufen ist und Wunder vollbracht hat. Aber heute? Wie soll ich heute Gott finden?
Aber ich will dir sagen: Diese Zusage stimmt heute noch genauso. Gott ist nie weiter weg, als du sehen kannst. Er zeigt sich, in seiner Schöpfung, in der Bibel, in der Gemeinschaft mit anderen Christen... Gott ist da. Und er tut heute noch Wunder. Stunde um Stunde. Tag für Tag. Gott ist nie weiter weg, als du sehen kannst. Er sucht dich, weil er dich bedingungslos liebt. Er möchte in enger Gemeinschaft mit dir leben, er ruft dich, denn du bist sein geliebtes Kind. Er hat einen Plan für dein Leben und er will dir eine Bestimmung geben - auch über den Tod hinaus. Er steht da mit offenen Armen. Die Frage ist nur: Suchst du ihn auch?

Be blessed
Manuel


Bildquelle: https://instaliga.com/youversion

Kommentare

Das könnte dich auch interessieren

Gemeinde. Müssten wir sie nicht leben? (TDW 26/2018)

Deine Story mit Gott

Worum es Gott wirklich geht