Licht an!

Lesedauer: 6min

Weil Jesus dein Herz bewegt, kannst du die Welt verändern

Gott hat uns unglaublich reich beschenkt. Aber er hat uns auch einen Auftrag gegeben, wie wir mit diesem Geschenk umgehen sollen: "Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein" (1. Mose 12,2). Wir sollen ein Segen für diese Welt sein. Du und ich. Wir sollen Licht zu denen bringen, deren Leben dunkel ist, wir sollen denen Mut spenden, die mutlos sind, wir sollen denen Hoffnung geben, die hoffnungslos sind. Wir sollen Ermutiger sein. Ich träume von einer Generation, in der wir wieder aufstehen und Jesus nachfolgen. Ganz praktisch, authentisch und voller Freude.

Hey du,
der Zöllner Zachäus hat es nicht anders verdient: Die Leute wollen nichts mit ihm zu tun haben. Er hat sich mit der römischen Besatzungsmacht verbündet und nutzt seine guten Beziehungen, um sich auf Kosten anderer zu bereichern. Ungerecht, so scheint es seinen Mitmenschen. Und so scheint es mir auch, wenn ich bedenke, dass er es in seinem zweifelhaften Geschäft sogar bis zum Ober(!)-Zöllner gebracht hat. Aber Jesus besucht genau ihn. Zachäus. Es kümmert ihn nicht, was die Leute sagen. Er erkennt, dass es für Zachäus zwischen der ganzen Anfeindung einfach mal wichtig ist jemanden zum Reden zu haben (Lukas 19,1-10)...
In der brennenden Hitze begegnet Jesus am Brunnen einer Frau. Sie schöpft Wasser. Das ist ungewöhnlich, normal kommen die Menschen abends zum Brunnen, wenn es kühler ist. Diese Frau geht den Menschen ihres Dorfes aus dem Weg. Aber Jesus spricht die Frau an, ohne sie zu verspotten, obwohl alle anderen sie meiden (Johannes 4,542)...
Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht, dass es viele Menschen wie Zachäus, die Frau am Brunnen gibt. Und es gibt viele Menschen, die krank sind oder die kaum das haben, was sie zum Leben brauchen. Es gibt so viele Menschen, die mit einem gebrochenen Herzen in der Dunkelheit leben und sehnsüchtig darauf warten, dass jemand Licht in ihr Leben bringt. Jemand, in dem das Feuer Gottes brennt. 

Jesus war ein Ermutiger
Jesus hat ein Herz für Menschen. Er macht keine Ausnahme. Alle sind ihm wertvoll. Der Evangelist Johannes sagt von Jesus: "So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben." (Johannes 3,16). Jesus war ein Freund der Menschen. Daran besteht kein Zweifel, wenn wir diese und andere Begebenheiten in den vier Evangelien in der Bibel lesen. Er hat alles aufgegeben, weil wir ihm alles bedeuten. Nie würde er von seinem Weg abweichen, Menschen in Liebe zu begegnen. Selbst die Menschen, die ihn töten wollten, liebte er. Jesus kniete sich in die tiefsten Nöte der Menschen hinein, um sie zu lieben, zu heilen und zu trösten.

Glaube, der was verändert
Wenn wir uns Jesus zum Vorbild nehmen, dann bekommt unser Glaube wirklich eine Bedeutung! Stell dir vor, wir würden jedem Menschen freundlich und in Liebe begegnen, egal, ob wir ihn mögen oder nicht! Und stell dir vor, wir würden für Menschen da sein, die uns wirklich brauchen. Klar, das wäre toll, aber würde das einen großen Unterschied machen, wenn wir ein bisschen netter zu anderen sind? Was würde das denn groß ändern? Wenn viele Menschen an vielen Orten viele kleine Dinge bewegen, dann bewegen sie richtig viel! Wenn viele Leute das lieber bleiben lassen, weil sie nicht wissen, ob sich was bewegt, dann bewegt sich gar nichts. Wir tragen die Verantwortung dafür, was sich in welche Richtung bewegt. Wir tragen die beste Botschaft in uns, die diese Welt jemals gehört hat. Die Botschaft von Jesus, die Geschichte von Gott mit den Menschen. Wir haben eine Hoffnung in Gott, dass dieses Leben hier auf der Erde nur der Trailer zu etwas viel größerem ist, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist, und wir haben eine Liebe in uns, die anders ist, als die Liebe, die wir in der Welt finden. Wahre, bedingungslose Liebe. Gottes Liebe.

Es geht nicht um glauben, sondern darum, was du daraus machst
Wir sind so reich beschenkt von Gott. Aber er hat uns auch eine Auftrag gegeben, wie wir mir diesen Geschenken umgehen sollen: "Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein" (1. Mose 12,2). Wir sollen ein Segen für diese Welt sein. Wir sollen Licht zu denen bringen, deren Leben dunkel ist, wir sollen denen Mut spenden, die mutlos sind, wir sollen denen Hoffnung geben, die hoffnungslos sind. Wir sollen Ermutiger sein.
Es ist Zeit uns die Knie dreckig zu machen. Dazu hat Gott uns berufen: Ermutiger zu sein. Ich träume von einer Generation, in der wir wieder aufstehen und Jesus nachfolgen. Ganz praktisch, authentisch und voller Freude.

Let love overflow
Jemand hatte mal ein Bild für mich, das ich mit dir teilen möchte, weil ich glaube, dass es auch für dich passt und extrem ermutigend ist. Das Bild ist Brunnen aus dem anstelle von Wasser massenhaft Goldplättchen fließen. Sie ergießen sich, wenn die jeweilige Schale voll ist, in die nächstuntere Schale. - Übersetzt bedeutet es, dass Jesus dadurch zu uns sagt: "Du bist versorgt, immer und überall. Weil d mit mir verbunden bist!" Mit unserem Gott haben wir alles, was wir brauchen. Gott wird uns immer alles geben. Das Bild geht aber noch weiter. Je mehr wir haben, umso mehr sollten wir auch weitergeben. Wiederum ein Segen für andere sein und werden. Die Goldplättchen fließen weiter.
Gott sagt eigentlich jeden Tag von Neuem zu uns: "Ich gebe dir die Sicht zur Dankbarkeit für Kleines und ganz Kleines, damit du selbst das angeblich Selbstverständliche nicht selbstverständlich nimmst und dafür dankbar bist. Du bist reich gesegnet. Stell diese Wahrheit über jedes Gefühl und über sämtliche Sichtweisen auf Negatives."

Gott gibt uns Mut und macht uns zu Ermutigern
Und genau aus dieser Sicht heraus, können wir ein Ermutiger für andere sein. Eine Freundin ist mir darin ein unglaubliches Vorbild. Sie schreibt mir jeden Morgen eine "WhatsApp"-Message. "Hey, du hast ein Herz, das für Jesus brennt, das liebe ich!" Und genau diese täglichen Nachrichten motivieren und ermutigen mich. Ich möchte dich herausfordern, jeden Tag mindestens einem Menschen ein Kompliment zu machen oder zu schreiben. Sage ihm, wie Gott ihn sieht, ermutige ihn oder lobe ihn. Mach ihm ein Kompliment und sage ihm, wie dir sein neuer Pullover gefällt oder eine seiner Aktionen feierst. Doch damit wir dies können, müssen wir uns immer wieder fragen: "Wie sehe ich eigentlich meine Mitmenschen? Sehen wir Gottes Sicht über ihrem Leben, was er mit ihnen und durch sie bewirken möchte oder sind wir mit unseren natürlichen Augen auf ihre Fehler, auf ihr Versagen und ihre Schwächen fixiert?"
Ich will dich heute challengen: Nutze gerade den heutigen Tag und die folgenden, um ein Ermutiger zu sein. Um mit deinen Worten und durch deine Taten einen Unterschied im Leben deiner Mitmenschen zu bewirken. Weil Jesus dein Herz bewegt, kannst du die Welt verändern.
Aber wie kann das konkret aussehen?

Hoffnung streuen im grauen Alltag
Mittwochmorgen 7:20 Uhr: Unruhig sitze ich auf meinem Bett und lese mir meine Lernunterlagen durch. Um 14:00 Uhr ist meine Prüfung. Draußen ist es noch dunkel. Und ich bin nervös. Da piepst mein Handy: "Hey, ich denk an dich, Gott ist bei dir. Alles Gute für die Prüfung!", schreibt mir ein Freund. Wow, was für eine Ermutigung! Die Welt scheint etwas heller. Als hätte jemand das Licht angeknipst... Ein paar Stunden später komme ich erleichtert aus der Prüfung. Ein cooles Gefühl!

Ermutiger gesucht! 
Andere zu ermutigen kann ganz einfach sein und gleichzeitig eine große Wirkung haben! Das Einzige, was man dazu braucht, sind offene Augen und Ohren und die Bereitschaft, auch mal an andere zu denken. Sich zu fragen: Wie geht es dem anderen gerade? Was braucht er oder sie wohl? Womit könnte ich ihm vielleicht ein bisschen Hoffnung schenken? Sie zum Lächeln bringen? Und dann einfach mal loslegen. Meistens ist das Ganze gar nicht so schwierig. Es reichen auch kleine Gesten und Worte. Wichtig ist nur: Es geht dabei nicht um mich, sondern um den anderen. Um seine Situation, seine Bedürfnisse und Nöte. Und wie in anderen Bereichen muss man das Ermutigen vielleicht erst ein bisschen üben - aber dann kann es so richtig Spaß machen, Hoffnung zu verschenken und bei anderen mal wieder das Licht anzuknipsen! Denn das ist es, wozu Gott uns berufen hat. Also, überleg doch mal: Was sind die Nöte, der Menschen in deinem Umfeld? Wo ist jemand überfordert mit seiner Lebenslage, wo fehlt es jemandem ganz praktisch an Erfahrung oder Weisheit, um eine Situation zu meistern? Wer in deinem Umfeld könnte derzeit ein bisschen Hoffnung gebrauchen? Wen könntest du diese Woche mal ermutigen? Und wie könnte das wohl aussehen? Ich hab mal ein paar Tipps für dich zusammengeschrieben:

+ Mache einen Spontanbesuch bei jemandem, der krank oder allein ist.
+ Biete jemandem konkrete Hilfe an, der gerade Hilfe gebrauchen könnte (z.B. beim Umzug helfen, jemandem beim Lernen helfen, für jemanden einkaufen...)
+ Lade spontan jemanden ein, dem es nicht gut geht
+ Sag jemandem "Danke", der selten ein Danke bekommt (z.B. die Putzfrau in der Schule, die Kassiererin im Supermarkt, dein/e Lehrer/in, ...)
+ Lade einen Freund zu gemeinsamer Aktion ein (Schwimmbad, Shoppingtour, Kletterhalle, Billardbattle, ...)
+ Schreib eine Ermutigungs-WhatsApp-Nachricht an Leute, mit denen du schon länger keinen Kontakt mehr hattest 
+ Bete gemeinsam mit anderen, hört euch zu und erzählt euch, was ihr denkt, was Gott über den anderen sagt 
+ Verschicke einen Ermutigungs-Bibelvers

Wir, die Königskinder
Als Gott die Welt erschuf, hat er gesagt: "Lasst uns Menschen machen! Ein Abbild von uns, das uns ähnlich ist." Und er gibt uns die Verantwortung, seine Schöpfung zu gestalten. Er traut uns das zu! Ob wir sie so gestalten, dass wir ihre Ressourcen ausbeuten, die Umwelt belasten und Menschen unwürdig behandeln oder ob wir die Schöpfung bewahren, Menschen eine Freude machen, ihnen eine helfende Hand und ein offenes Ohr leihen - das steht in unserer Verantwortung. Wir sind Königskinder: die Kinder des Königs, der Himmel und Erde erschaffen und uns zu Füßen gelegt hat. Und deshalb können wir mutig Schritte gehen. Wir müssen gar nicht die ganze Welt verändern. Den ganz großen Wurf macht Gott, wenn Jesus wiederkommt. Das, was wir machen, nur der Anfang von etwas ganz Großem. Lasst uns Verantwortung übernehmen, Menschen Gutes tun und ihnen dienen. Lasst uns Ermutiger sein. Jesus, hat das so gemacht und er gibt uns den Auftrag, das auch zu tun: "Friede sei mit euch! Wie mich mein Vater in diese Welt gesendet hat, so sende ich euch." (Johannes 20, 21).

Ich wünsche mir, dass das unser Lifestyle wird.
Let your light shine!

Be blessed
Manuel


Bildquelle: https://instaliga.com/youversion

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