Ein Grund zum Jubeln

Lesedauer: 7min

Wunder sind normal. Nicht nur bei Mose, Daniel und Jesus, auch bei dir!

"Denn der Herr tut heute noch Wunder, Stunde um Stunde, Tag für Tag ..." Wirklich? Ist das so? Im Gottesdienst singen wir das so fröhlich, aber erleben wir das auch? Glauben wir, dass Gott heute noch Wunder tut? Glaubst du, dass er in deinem Leben heute noch Unerklärliches tun kann, oder ist das mit den Wundern längst Geschichte? Damals in der Bibel war das vielleicht so, aber heute?

Hey du,
ich kann das einfach nicht mehr glauben! Die Wunder, die Jungfrauengeburt - irgendwie geht das nicht mehr in meinen Kopf rein! Kennst du solche Gedanken?
Gibt es überhaupt einen Weg, wie man Christ sein kann, ohne seinen Verstand als moderner Mensch auszuschalten? 
Jeden Sonntag hören wir im Gottesdienst, dass Gott dich geschaffen hat, dich dazu bestimmt hat, etwas Besonderes zu sein... Aber wenn die Woche wieder beginnt, sind wir wieder wie jeder andere. Und irgendwann kommen wir vielleicht an dem Punkt an dem wir sagen: Das ist alles im Leben, das ist alles, was ich sein werde. Und wir geben uns damit zufrieden, passen uns an, weil wir vielleicht auch Angst vor Veränderung haben. So viele Christen kommen am Sonntag in die Kirche mit genau dieser angepassten Denkweise an Gott. Du glaubst an den großen Gott, der alles geschaffen hat. Aber das hier, ist mein Schicksal...
Aber ich möchte dir sagen, dass Gott dich nie dafür gemacht hat, gerade so über die Runden zu kommen, oder dein Leben lang mit dir selbst zu kämpfen. Gott hat gesagt, dass wir so viel mehr tun können, als du dir jemals vorgestellt hast. Er will dir Hoffnung und Zukunft geben. Das ist sein Plan.
 
Wir bekommen Superkräfte?
"Ich versichere euch: Wer an mich glaubt, wird die Dinge, die ich tue, auch tun, ja er wird sogar noch größere Dinge tun." (Johannes 14, 12). Bääm! Was für eine steile Aussage, die Jesus hier raushaut. Voll entgegen all unseren Erfahrungen, allen Naturgesetzen, allem, was wir kennen.
Aber wegen diesen Worten glaube ich an Wunder. "Wer an mich glaubt wird Wunder tun...", weil Jesus genau das sagt.
Wunder haben nie aufgehört und Gott möchte auch heute in deinem Leben noch Wunder tun. Du darfst und sollst für Wunder beten! Ja, es ist sogar unser Auftrag als Christen, Übernatürliches zu erwarten. Jesus sagt, dass Wunder ein Merkmal sein sollen, woran man uns als Christen erkennt: "Die Glaubenden aber werden an folgenden Zeichen zu erkennen sein: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben und in unbekannten Sprachen reden. Wenn sie Schlangen anfassen oder Gift trinken, wird ihnen das nicht schaden, und Kranke, denen sie die Hände auflegen, werden gesund." (Markus 16,17-18) Krasses Statement oder? Gott lebt in uns. Durch seinen Heiligen Geist. Die Kraft eines Schöpfers steckt in uns! Und durch sie bekommen wir die Power auch heute noch Übernatürliches zu bewirken.

Grenzen sprengen
Warte kurz. Wunder, daran soll man einen Christen erkennen können? Also ehrlich gesagt, bei mir ist es nicht täglich so, dass ich gegen Schlangen kämpfe, böse Geister austreibe und Kranke gesund bete. Aber wenn ich einen Blick in die Bibel werfe, dann entdecke ich schon, dass Menschen die mit Gott gelebt haben, auch immer Übernatürliches erlebt haben. Bei Petrus zum Beispiel wurden die Kranken schon gesund, wenn nur sein Schatten auf sie fiel (Apostelgeschichte 5,15) oder bei Paulus, wenn sie nur sein nasses Schweißtuch berührten (Apostelgeschichte 19,12), und Philippus erlebt, dass er von einem zum anderen Ort gebeamt wird. Als er einem äthiopischen Geschäftsmann über Gott redet (Apostelgeschichte 8,39). Aber auch schon im Alten Testament waren Wunder eine klare Bestätigung dass Gott lebt! Gott bevollmächtigte Menschen Wunder zu tun, um zu zeigen, dass er hinter ihnen stand. So konnte der Prophet Elia einen toten Jungen wieder auferwecken (1. Könige 17,17-24) oder Feuer vom Himmel fallen lassen (2. Könige 1,9-15) und rannte knapp 40 Kilometer vor einem Pferdegespann her (l. Könige 18,46). Elisa konnte eine Axt zum Schwimmen bringen (2. Könige 6,6). Mose teilte das rote Meer (2. Mose 14,10-20), Simson erschlug mit einem Eselknochen 1000 Feinde (Richter 15,15) und ließ mit bloßer Muskelkraft ein mehr stöckiges Gebäude zusammenbrechen (Richter 16,30). Und damit nicht genug: Daniel überlebte die Löwengrube (Daniel 6,15-25) und seine Freunde den Feuerofen (Daniel 3,13-27). Gideon besiegte mit 300 Kriegern eine Übermacht ausgebildeter Soldaten (Richter 8,4-12). David schlägt Goliath (l. Samuel 17,41-54) und Josua schafft es, dass Sonne und Mond einen Tag lang einfach stehen bleiben (Josua 10,12-14).

Little god
Wunder waren bei Gott schon immer an der Tagesordnung und auch die Kirchengeschichte zeigt, dass mit dem Neuen Testament die Zeit der Wunder nicht vorbei war. Auch heute noch erleben Christen überall auf der Welt, dass Gott lebendig ist und wirkt.
Unser Problem ist nur, dass wir oft ein zu kleines Bild von Gott haben. Wir denken: "Das ist doch überhaupt nicht möglich - das würde jedem Naturgesetz widersprechen!" Aber genau das ist der Punkt: Es ist nur dann ein Wunder, wenn es eigentlich unmöglich erscheint. Gott ist größer als jedes Naturgesetz und alles Denkbare oder Mögliche. Wir müssen wieder neu lernen, Gott das Unmögliche zuzutrauen. Wieder wie ein Kind vertrauen, dass unser Vater alles kann und ihm nichts unmöglich ist.
"Es stimmt nicht, dass es keine Wunder mehr gibt. Wir haben höchstens beschlossen, keine mehr zu akzeptieren." - Arno Backhaus
Wir denken so oft mit unserem kleinen, begrenzten Horizont, dass es unmöglich ist, dass jemand wieder gesund wird oder übernatürliche Dinge geschehen werden. Aber wenn wir diese Dinge nicht erwarten und nicht damit rechnen, dann werden sie auch in unserem Leben nicht passieren. Goethe sagte einmal: "Wer auf Wunder hofft, der stärke seinen Glauben."

Steig aus dem Boot
Szenenwechsel: "Hab ich das gerade wirklich gesagt? Zu spät. Jesus ruft mich zu sich. Ich soll tatsächlich dasselbe tun wie er - auf dem Wasser gehen! Mose, Josua, Elia - unsere größten Propheten haben und hätten das Wasser teilen können. Aber auf dem Wasser gehen, das steht nur Gott zu, das kann nur er! (Hiob 9,8) Und ich frag ihn, ob ich ihm nicht auch schnell mal auf dem Wasser entgegen spazieren soll. Wie dumm und dreist ist das denn? Die Wellen sind so heftig, sie ziehen fast das ganze Boot in die Tiefe. Jesus wartet und sieht mich an. Wow, er scheint mir das zuzutrauen! Er glaubt an mich."
Und dann läuft Petrus wirklich los! Gebannt, fasziniert, angezogen von Jesus, der ihn freundlich ansieht, überwindet er die Grenze zwischen Boot und Wasser. Er läuft wirklich auf dem Wasser. Was für ein Wagnis! Was für ein Vertrauen! Was für ein mutiger Schritt! (Matthäus 14,22-23)

Pray for it!
Du wirst Gott nur erleben, wenn du für große Dinge betest und wenn du Gott zutraust, dass du entgegen aller Naturgesetze im Sturm aus dem Boot steigen und auf dem Wasser gehen kannst (Matthäus 14,22-33). Aber wenn du immer nur im Boot sitzen bleibst und immer nur kleine Gebete betest, dann wirst du nie erfahren, ob du auf dem Wasser gehen kannst oder nicht. Deshalb: Steig aus dem Boot! Riskier ein Wunder!
Wenn du das Gefühl hast, dein Glaube ist für große Wunder viel zu klein, dann bist du in guter Gesellschaft. So geht es allen. Fang trotzdem an zu beten: "Hilf mir vertrauen!" (Markus 9,24) Und dann geh kleine Schritte: Traue Gott Stück für Stück mehr zu. Denn: "Der Herr tut heute noch Wunder, Stunde um Stunde, Tag für Tag ..." Wirklich! Und er will Menschen wie dich und mich gebrauchen um mit ihm Geschichte zu schreiben. Gott tunt Wunder in unserem Leben. Und er will durch uns Wunder in dieser Welt wirken!

Du bist ein Wunder Gottes
Kennst du den Film "Bruce Almighty"? Bruce darf - mit Gottes Erlaubnis - Gott spielen. So lässt er Tausende von Leuten im Lotto gewinnen, disst seinen ungeliebten Kollegen Evan und sorgt dafür, dass er selbst der neue Nachrichtensprecher seines Fernsehsenders wird. Dazwischen und daneben schlängelt er sich durchs Leben, und benutzt ständig seine neuen Wunderkräfte. Allerdings immer nur für seine Zwecke. Das kann natürlich nicht lange gut gehen und bald versinken sein Leben und seine Heimatstadt im absoluten Chaos. Und das Schlimmste: Seine Frau Grace will nichts mehr von ihm wissen. Komplett überfordert rennt er zu Gott und bittet ihn um ein Wunder. Und was sagt Morgan-Freemann-Gott zu Bruce? "Du willst ein Wunder erleben? Sei selbst das Wunder!" Ganz schön weise.

Wundervoll gemacht 
Wir sind manchmal genauso wie Bruce: Unzufrieden mit unserem Leben, unserem Aussehen, unserem Job, unserer Beziehung. Und dann würden wir gerne Gott spielen und endlich mal Ordnung machen. Doch statt Ordnung herrscht auf einmal nur noch Chaos. Dabei vergessen wir schnell: Gott hat uns wunderbar gemacht. Lies mal Psalm 139. Gott ist ein mega Fan von dir und mir. Das fällt uns häufig schwer zu glauben, ist deswegen aber nicht weniger wahr. Gott jubelt jedes Mal wenn er an dich denkt (Zefanja 3,17).
Gott hat uns als Wunder geschaffen!
Wusstest du zum Beispiel dass wir Menschen über sieben Millionen Farben sehen können oder dass das Herz schon schlägt, wenn der Embryo wenige Wochen alt und erst ca. fünf Millimeter groß ist? Das ist ganz schön abgefahren, oder? Jeder von uns ist als echtes Wunderwerk Gottes geschaffen worden!

Wundervoll eingesetzt 
Doch nicht nur der menschliche Körper ist faszinierend, jeder hat darüber hinaus einzigartige Fähigkeiten und Eigenschaften, die er wunderbar einsetzen kann und auf die man stolz und für die man dankbar sein darf.
Jedes Wunder wird erst wirklich zum Wunder, wenn andere etwas davon mitbekommen. Sonst verpufft es einfach so. Und da kommt dann wieder der Morgan-Freemann-Gott aus "Bruce Almighty" ins Spiel: "Du willst ein Wunder erleben? Sei selbst das Wunder!" Setz deine Fähigkeiten und Gaben für andere ein, um zu helfen, zu trösten, zu ermutigen oder um zu überraschen. Es gibt so viele Möglichkeiten, anderen Menschen zu helfen und für sie zu einem Wunder zu werden. Wenn wir uns von Gott gebrauchen lassen, wenn wir ihm das Steuer über unser Leben abgeben, dann wird er unser Leben steil gehen lassen. Dann wird er mit uns durchstarten. Dann wird er Wunder durch uns wirken.
Bruce hat das zum Glück auch irgendwann kapiert und angefangen, seine göttlichen Fähigkeiten für sinnvolle Dinge einzusetzen und selbst ein Stück zurückzutreten. Und er stellt fest: Wenn sich nicht mehr alles nur um einen selber dreht und man kleine und große Wunder für andere Menschen vollbringt, dann fühlt sich das eigene Leben echt wunderbar an!

Gott tut Wunder - weil er kann, wenn du glaubst!
Für viele von uns, tut Gott nichts großes in unserem Leben. Aber nicht, weil er nicht kann, sondern weil wir aufgehört haben, zu fragen.
Wir haben aufgehört an Wunder zu glauben und wir müssen zurück an diesen Ort an dem wir glauben, dass große Dinge passieren können. 
Dinge, die über uns hinaus gehen. Ich weiß nicht, was du gerade durchmachst, aber ich möchte euch darum bitten, Gott nach etwas zu fragen, das über euch hinaus geht. Vielleicht läuft gerade eine Beziehung nicht so gut, oder die Dinge in der Karriere nicht so gut oder in der Ausbildung, vielleicht hast du Probleme in deiner Familie, oder eine Krankheit in deinem Körper. Vielleicht willst du unbedingt etwas erreichen, aber du schaffst es einfach nicht.
Ich will dich heute fragen, was ist das eine Wunder, dass du dein ganzes Leben lang haben wolltest? Die eine Sache für dich, oder deine Familie, um die du Gott schon so lange gebeten hast?
Und dann möchte ich dich heute darum bitten, Jesus zu fragen, für ein Wunder zu beten. Für dein Wunder zu beten. Lasst uns auf Gott fokussieren. Und ich verspreche dir, Gott wird etwas tun, weil er es kann, wenn du glaubst! Und wenn wir es wagen, Gott zu glauben, dann hat Gott die Fähigkeit, es wahr werden zu lassen und Wunder zu tun. Das ist doch mal ein Grund zum Jubeln!

Bist du bereit für dein Abenteuer?

Be blessed
Manuel


Bildquelle: http://ligaviewer.com/youversion

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