Freude, die bewegt

Lesedauer: 7min

Wer Gott sucht, der findet Freude 

"Ich sage euch das, damit meine Freude euch erfüllt und eure Freude vollkommen ist." (Johannes 15, 11). Unser Leben steckt voller Dingen, die uns daran hindern vor Freude überzulaufen. Aber Gott hat so viel mehr für dich geplant, als ein Leben in Unzufriedenheit. Er will dir Freude schenken. Eine Freude, die dir diese Welt nicht geben kann. Himmlische Freude.

Hey du,
"Freut euch! Freut euch darüber, dass eure Namen im Buch des ewigen Lebens eingetragen sind" (Lukas 10,20). Geniale Message oder? Laut Jesus folgt die größtmögliche Freude aus der Tatsache, dass wir die Ewigkeit mit Gott verbringen werden. Wir haben das große Los gezogen - das goldene Ticket zum Himmel, und dort findet die größte Party aller Zeiten statt. Und das Beste daran - das Fest endet nie! Und schon gar nicht in einem Kater. Wusstest du, dass in dem Moment, wo du deine Augen "für immer" schließt, du sie wieder öffnest und im Himmel aufwachst? Für eine Ewigkeit mit Gott? Oh Mann, dafür bin ich so dankbar!
"Freut euch!" Doch so oft ist es gar nicht so einfach, sich zu freuen. Da sind so viele Dinge, die uns daran hindern vor Freude abzuheben. Zum Beispiel die Schwerkraft. Und trotzdem will ich dich heute herausfordern, dich täglich zu entscheiden, das Gute im Leben zu sehen und und immer wieder die Hand zu greifen, die dir aufhilft, wenn du fällst. Gottes Hand. Er hat so viel mehr für dich geplant, als ein Leben in Unzufriedenheit. Er will dir Freude schenken. Eine Freude, die dir diese Welt nicht geben kann. Himmlische Freude.

Freudenkiller 1: Sorgen

"Es gibt drei Sorten von Menschen: solche, die sich zu Tode sorgen, solche, die sich zu Tode arbeiten und solche, die sich zu Tode langweilen" - Winston Churchill 
Wir machen uns Sorgen über unsere Gesundheit. Wir machen uns Sorgen, ob wir im Leben nicht zu kurz kommen. Wir machen uns Sorgen, ob unser Lohn reicht. Unser Alltag ist so oft voll mit Sorgen. Sorgen um die Welt. Und dann steht da in der Bibel: "Sorgt euch nicht!" (Mathhäus 6, 25) Bitte was? Mich um nichts mehr sorgen? Das klingt schon fast komisch oder?
Aber Jesus fragte genau zu diesem Thema die Jünger: "Mangelt es euch an etwas?" Wäre ich damals Petrus oder ein anderer Jünger gewesen hätte ich wahrscheinlich geantwortet: "Für jeden einen Esel, das wäre nett. Dann müssten wir nicht so viel laufen." Ich meine, es war doch auch so. Aber weißt du, was die Jünger stattdessen antworteten? "Wir sind überglücklich mit dir unterwegszusein. Uns mangelt es an nichts. Wir wollen niemals weg von dir. "Wir haben gesehen und wir haben erlebt: Wo du bist, ist Freude. Mehr brauchen wir nicht."
"Du beschenkst mich mit Freude, denn du bist bei mir. Ich kann mein Glück nicht fassen, nie hört es auf." (Psalm 16,11)

Näher zu dir
Wow, ganz schön steile Worte oder. Das hört sich nach wahrem Glück an. Nach echter Erfüllung. Nach genau dem, was wir jeden Tag jagen und es doch nie erreichen. Echtes Glück. Erfüllung und eine Bestimmung für mein Leben. Auch über den Tod hinaus.
Die Welt kann uns das nicht geben. Aber es gibt einen, der kann. Jesus. Mit dem unterwegs zu sein, der von sich selbst sagt, dass er die Liebe ist. Der dich geschaffen hat und der dich bedingungslos annimmt. So wie du bist. Der einen Plan für dein Leben hat und der Großes mit dir reißen will. Das ist wahren Glück. Bei dir zu sein ist mein Glück Gott!
Lass mich dieses Thema mit diesem Gedanken abschließen: Beschenkt. Beschenkt zu sein hat nichts damit zu tun, wie viel Geld und wie viele Freunde du hast. Beschenkt zu sein ist eine Einstellung. Paulus sagt: "Ob ich viel oder wenig habe, ich habe alles, was ich brauche. Dich Jesus."
Ich habe, was ich bin. Ich bin ein Sohn des höchsten Gottes.
Ob ich viel habe oder nicht, ich bin genauso beschenkt. Solange mein Herz schlägt, bin ich überreich beschenkt: Ich habe die Luft, die ich zum Atmen brauche. Ich habe den Drang, die Welt für Jesus auf den Kopf zu stellen. Ich spüre diese unbändige Freude, dass Jesus mein Freund ist. Ich habe alles!
"Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euren Lebensunterhalt, um Nahrung und Kleidung! Bedeutet das Leben nicht mehr als Essen und Trinken, und ist der Mensch nicht wichtiger als seine Kleidung?" (Matthäus 6, 25)

Freudenkiller 2: Bitterkeit

"Freut euch Tag für Tag, dass ihr zum Herrn gehört. Und noch einmal will ich es sagen: Freut euch!" (Philipper 4, 4)
In meinem Inneren kämpfte ich mit meinen Gefühlen. Alles so ungerecht! Kennst du solche Momente? In denen man am liebsten jedem eine ordentliche Portion Schimpfworte an den Kopf knallen möchte? Aber immer wieder, wenn ich mal wieder überkochen könnte bewegt mich diese eine Message von Jesus: "Als ich am Kreuz hing, denkst du, das war gerecht? Da kamen Menschen und sagten zu mir: 'Wenn du der Sohn Gottes sein willst, dann steig vom Kreuz herunter!' Elf meiner Jünger huschten davon wie Osterhasen. Und ich hing da, am Kreuz und gab mein Leben hin für Menschen, die es nicht verdient haben. Und du, jammerst."  
Wir alle erleben diese Szenen, wo jemand uns im falschen Moment das Bein stellt. Das Leben ist oft ungerecht. Es läuft einfach nicht so, wie man es will. Aber Jesus sagt, wir haben trotzdem Grund uns zu freuen. Denn unsere Freude kommt nicht von dieser Welt und ist nicht von unseren Umständen abhängig. Unsere Freude kommt von Gott. Dem Gott, der uns unendlich liebt und der uns seine Kinder nennt. Wir sind nicht länger abhängig von der Welt, sondern wir sind frei. Wir sind geliebt. Wir haben eine Bestimmung, und ein Ziel. Und den besten Papa, der hinter uns steht, uns die Hand reicht und uns aufhilft wenn wir fallen. Und das macht mich glücklich. Auch wenn es manchmal scheinbar keinen Grund dafür gibt.

Freudenkiller 3: Egoismus

"Geben macht glücklicher als Nehmen." (Apostelgeschichte 20, 35)
Ich bewundere Menschen, die ihrer Berufung in die Mission folgen und oft tausende Kilometer von ihrer Heimat entfernt Gott dienen. Menschen die dafür brennen, dass die Welt die Message von Jesus hören muss. Oft gehen sie als erste Europäer an Orte, wo zuvor noch keine Missionare je hingekommen waren. Erfüllt vom Heiligen Geist tun sie die verrücktesten Dinge, um Menschen die Botschaft von Gott zu bringen. Einer ließ sich zum Häuptling eines Indianerstammes wählen, andere ließen sich als Sklaven verkaufen, um in Minen in Afrika den Mitsklaven von Jesus zu erzählen. Sie opferten sich selber völlig für ihre Bestimmung auf. Ein unglaubliches Beispiel an Selbstlosigkeit, das man sich so oft gar nicht vorstellen kann. Aber dank ihnen wurden Millionen von Menschen durch die Kraft Gottes für immer verändert, Menschen, die zuvor noch nie etwas von Jesus gehört hatten.
Solche Geschichten machen uns Angst. Aber wenn die Kraft Gottes einen Menschen erfasst, dann ist diese Kraft so stark, dass die eigenen Wünsche an Wert verlieren. Wenn wir Gott nachfolgen wird alles andere als sein Plan für unser Leben zur Nebensache. Und plötzlich wird klar, dass wir nur Durchreisende auf diesem Planeten sind. Und dass es um so viel mehr geht, als einfach 80 Jahre ein bisschen Spaß zu haben und möglichst bequem durchs Leben zu kommen. Es geht darum, die Mission Gottes, für die er mich auf diese Erde gestellt hat, zu erfüllen. Und das ist so viel erfüllender und bringt so viel mehr Spaß als jeder eigene Lebensentwurf. "Gottes guter Geist macht aus Angsthasen Freudenboten." (Peter Hahne). Lets be messengers!

Freudenkiller 4: Niederlagen

"Schwierigkeiten zeigen dem Menschen, was er ist. Wenn da Schwierigkeiten in deinem Leben sind, vergiss nicht: Gott hat dich vor Kämpfe gestellt und dich sie antreten lassen, damit du sie gewinnst und das kostet Mühe."
1852 hatte ein kreativer Ingenieur namens John August Roebling die Idee, New York City durch eine spektakuläre Brücke mit Brooklyn zu verbinden. Brückenexperten in der ganzen Welt hielten das für unmöglich und rieten Roebling davon ab. So etwas war einfach nicht durchführbar. Es war technisch unmöglich. Noch nie hatte jemand so etwas geschafft. Roebling aber ging sein Traum von der Brücke nicht mehr aus dem Kopf. Er dachte ständig darüber nach und wusste tief in seinem Inneren, dass es möglich war. Er hatte das Gefühl, er müsse diesen Traum mir jemandem teilen. Nach vielen Diskussionen überzeugte er schließlich seinen Sohn Washington, der ein aufstrebender Ingenieur war, dass der Bau der Brücke doch durchführbar war. Vater und Sohn arbeiteten das erste Mal zusammen und entwickelten Pläne, wie das Vorhaben realisiert und Hindernisse überwunden werden konnten. Mit großem Eifer und voller Inspiration angesichts der vor ihnen liegenden großen Herausforderung - und mit einer gehörigen Portion Starrsinn - stellten sie ihr Bau-Team zusammen und begannen, die Traumbrücke zu bauen. Das Projekt lief gut an, doch schon nach ein paar Monaten verlor John Roebling aufgrund eines tragischen Unfalls auf der Baustelle sein Leben.
Drei Jahre später erlitt Washington durch die schlimmen Arbeitsbedingungen Nervenschädigungen, die dazu führten, dass er kaum noch reden konnte und ständig an den Rollstuhl gefesselt war. Ausgebremst auf der Zielgeraden. - "Das haben wir doch gleich gesagt.", "Verrückte Männer und ihre verrückten Träume" - Jeder hatte eine negative Bemerkung parat und meinte, das Unternehmen solle eingestellt werden, zumal nur die Roeblings wüssten, wie die Brücke gebaut werden müsse.

Bezwinge deine Umstände
Erstaunlicherweise war Washington trotz seiner Behinderung nicht entmutigt und hatte immer noch dieses brennende Verlangen, die Brücke fertigzustellen. Sein Verstand war so scharf wie eh und je. 
Er versuchte, einige Freunde mit seinem Enthusiasmus anzustecken, doch das Unternehmen wirkte zu einschüchternd auf sie. Während er auf seinem Krankenhausbett lag und die Sonne durch die Fenster schien, bewegte ein schwacher Luftzug die leichten Gardinen, und er konnte einen Augenblick lang den Himmel und die Baumkronen draußen sehen. Für ihn war es wie ein Zeichen, nicht aufzugeben. Plötzlich hatte er die Idee. Er konnte noch einen Finger bewegen und entschloss sich, das Beste daraus zu machen. Durch die Bewegung seines Fingers entwickelte er langsam einen Code und konnte auf diese Weise mit seiner Frau kommunizieren. Er berührte ihren Arm mit seinem Finger und zeigte ihr damit, dass sie noch einmal die Bauleiter rufen sollte. Mit dieser Methode tippte er auf ihren Arm, um so den Bauleitern mitzuteilen, was sie tun sollten. Es erschien zwar lächerlich, doch damit war das Projekt wieder aufgenommen. Elf Jahre lang tippte Washington seine Anweisungen mit dem Finger auf den Arm seiner Frau, bis die Brücke schließlich vollendet war. Heute steht die spektakuläre Brooklyn Bridge in ihrer ganzen Pracht als Zeichen des ehrenvollen Andenkens an einen Mann, der sich aufgrund seines unbezähmbaren Willens und seiner Entschlossenheit nicht von Umständen besiegen ließ. Ebenso ist sie eine Erinnerung an die Bauingenieure und ihr Team, die an einen Mann geglaubt hatten, der von vielen für verrückt erklärt worden war. Die Brücke ist aber auch ein handfestes Denkmal für die Liebe und Hingabe seiner Frau, die elf Jahre lang geduldig die Botschaften ihres Mannes entschlüsselte und den Bauingenieuren sagte, was sie zu tun hatten. Washington ist einer der eindrücklichsten Beweise, dass Niederlagen nie das Ende bedeuten müssen. Dass Erfüllung und Freude auch dann möglich sind. Mit Gott wurde er zum Überwinder und fand Erfüllung.

Let there be endless joy
Ich will ich dich heute herausfordern, dich täglich zu entscheiden, das Gute im Leben zu sehen und und immer wieder die Hand zu greifen, die dir aufhilft, wenn du fällst. Gottes Hand. Er hat so viel mehr für dich geplant, als ein Leben in Unzufriedenheit. Er will dir Freude schenken. Eine Freude, die dir diese Welt nicht geben kann. Himmlische Freude. 
Wenn wir uns freuen und das Gute sehen, dann sind wir Gott am ähnlichsten. 
Wir haben einen Gott, der sich freut. Gott hat die Erde mit all ihren Lebewesen erschaffen und er hatte Freude daran. In der Bibel steht, dass Gott ein Fest im Himmel schmeißt, wenn ein Mensch ihm sein Leben hinlegt und in seine Arme läuft. Gott feiert, wenn wir ihm nachfolgen. Die ganze Message von Jesus, die "Frohe Botschaft" genannt wird, ist steckt voller Freude. Jesus ist gekommen, um uns zu befreien und zu erlösen vom Bösen, von unserer Sünde, damit wir uns wieder freuen können!
Lasst uns das Leben feiern, obwohl noch nicht alles so ist, wie es sein sollte. Lasst uns uns freuen, obwohl wir noch nicht am Ziel sind. Aber wir sind auf dem Weg. Und Gott geht mit uns! Lasst uns das Leben genießen, obwohl da noch viele unerfüllte Wünsche in uns sind. Wir haben Grund zu feiern. Auch wenn es scheinbar scheinen Grund gibt. Denn unsere Freude kommt nicht von dieser Welt. Unsere Freude kommt von Gott! Der alles für uns gegeben hat, weil wir ihm alles bedeuten. Und das ist die Beste Botschaft, die diese Weil jemals gehört hat.

I'm on fire! They can't put it out, can't put it out.
One desire! They can't shut us down, can't shut us down.

Be blessed
Manuel




Bildquelle: http://ligaviewer.com/youversion

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