Break through fears

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Werde zum Überwinder deiner Ängste

Angst. Angst kann uns ergfreien. Uns festhalten und uns von innen heraus erfüllen. Wir machen uns über so viele Dinge im Leben Angst. Angst hindert uns uns auf den zu konzentrieren der über all dem steht. Gott. Aber mal angenommen, wir könnten wirklich furchtlos werden? Mal angenommen, wir könnten unsere Ängste durchbrechen. Weil der Gott, der uns so sehr liebt die Angst überwunden hat.

Hey du,
die Angst wartet schon um die Ecke, sie ist einfach da. Stellt sich kurz vor mit den Worten: Das könnte doch schief gehen, ist doch jetzt nicht dran, was denkt deine Verwandtschaft über dich, was denken die Nachbarn schon wieder? Die Angst dreht sich um nach hinten und schaut, wer schaut. Hinterm Vorhang ist die Angst - hat er sich bewegt? Gedanken bewegen sich im Kreis.
Sie ist ahnungslos, hemmungslos, grundlos, sie kennt genauso wie Wasser oder Luft keine Grenzen. Sie ist auf einmal da. Man öffnet ihr ein kleines Türchen, einen Schieber, und hört plötzlich sein Herz klopfen - es könnte doch eine Krankheit sein? Vielleicht etwas Gefährliches? Etwas, das in meiner Familie schon gang und gäbe war, derselbe Krebs, dieselbe Diagnose, ist es nicht dasselbe? Die Angst erfüllt dich von innen heraus. Angst ist tiefschürfend, sie greift das Innerste an, sie tötet das Vertrauen, etwas vom Urvertrauen in uns Menschen.

When fear chatches you
Wenn man mich fragt, würde ich mich spontan eher nicht als einen ängstlichen Menschen einschätzen. Schließlich riskiere ich gerne auch mal was. Traue mich Dinge, die sonst keiner macht. Bibelstellen übers "nicht fürchten", "keine Angst haben" und "furchtlos durchs finstere Tal laufen" kann ich abnicken. Kenn ich. Weiß ich. Glaub ich.
Aber die letzten Tage hab ich dann doch mal darüber nachgedacht, wovor ich eigentlich Angst habe. Und ich habe meine Ängste aufgeschrieben.
Manchmal habe ich Angst, meine Zeit vielleicht nicht richtig zu nutzen, die ich habe. Manchmal, da hab ich Angst vor Menschen. Und vor dem, was sie von mir denken, wie sie mich sehen. Und dann habe ich Angst davor, dass mir die Meinung von Menschen doch nicht wichtig genug ist. Das ich nicht gut genug Freund sein kann. Manchmal da hab ich Angst, jemand schlechteres zu sein, als für was andere mich halten oder meinem Bild von mir selbst nicht zu entsprechen. Bin ich genug so? Einfach wie ich bin? Manchmal da hab ich Angst, dass jemand plötzlich stirbt, der mir wichtig ist und ich nicht genug da war. Manchmal, da hab ich Angst, dass ich mich falsch entscheide. Was will ich studieren? Was, wenn ich das dann doch nicht machen will? Werde ich zum Job-Hopper? Wie sieht das in meinem Lebenslauf aus?

Ängste über Ängsten
Manchmal, da habe ich Angst, dass mich das Leben irgendwann überfordert. Und alle dann sagen "siehst du, wir haben es dir doch gesagt, du machst zu viel..." und dann niemand da ist. Manchmal, da habe ich Angst vorm allein sein. Manchmal, da habe ich Angst etwas zu bereuen. Und dann doch wieder, nicht genug riskiert zu haben. Schließlich müssen wir alle irgendwann sterben. Fülle ich mein Leben eigentlich richtig? Manchmal, hab ich Angst zu stolz zu sein. Meine Authentizität zu verlieren. Auf einer Welle von Glanz und Glitzer weit über dem Boden mit dem Kopf in den Wolken umherzuirren. Und dann hab ich doch Angst, nicht genug zu träumen. Doch zu realistisch zu sein. Bin ich wirklich mutig? Manchmal hab ich Angst, dass mich andere einfach zu wenig interessieren. Das ich mich zu wichtig nehme. Und manchmal da hab ich Angst, dass ich doch zu wenig von mir halte. Manchmal, da habe ich Angst vor Veränderung. Manchmal habe ich Angst nicht ernst genug genommen zu werden und manchmal davor, zu ernst genommen zu werden. Und manchmal, da habe ich Angst Jesus zu enttäuschen. Irgendwann vor ihm zu stehen und er sagt: "Hey! Schön dich zu sehen. Guter Versuch mit deinem Leben. Hatte alles ein wenig arg anders für dich geplant. Aber okay. Du warst immerhin bemüht. Manchmal zumindest." Und manchmal, da hab ich Angst vor der Angst.

Fearless?!
Hmm... so viel zum "nicht so ängstlich sein". Das ist tatsächlich gar nicht so leicht, denn unsere Ängste sind ganz tief verwurzelt mit unseren Werten, Wünschen und Träumen. Wenn ich mir meine Ängste, die oft ganz unbewusst im Alltag mitschwingen, mal bewusstmache, dann lerne ich ziemlich viel über mich selbst. Und so sehr Angst eine wichtige Emotion ist, die mich auch vor der ein oder anderen Gefahr schützt, so hält sie mich doch so oft zurück. Sie kann mich besiegen, bevor ich überhaupt losgelegt habe und mich davon abhalten, meine Ziele zu erreichen. Kurzfristig aber auch langfristig.
Wenn ich mich also frage, wovor ich Angst habe, dann frage ich mich im Kern eigentlich: "Was blockiert mich? Was hält mich zurück? Was raubt mir meine Freude und meinen Schlaf?" und auf einer geistlichen Ebene:
"Was hält mich davon ab, mein ganzes Leben in die Hände des einen Gottes zu geben, der nichts als das Allerbeste für mich will?"
Wieso es noch nicht vorbei ist
Angst ist allgegenwärtig. Die Versuchung war groß und du hast ihr nachgegeben. Jetzt fühlst du dich fern von Gott. Du hast Angst, dich falsch zu entscheiden und dann mit den Folgen kämpfen zu müssen.
Mitten in deine Situation spricht der Bibelvers: "...dass alle Dinge, die passieren, denen, die Gott lieben, zum Besten dienen werden." (Römer 8:28)
Provokant, was? Wie sollst du glauben können, dass dir die Angst zum Besten dient? Ich will dich heute ermutigen: Du hast den Kampf gegen deine Angst nicht verloren
Auch wenn es sich so anfühlen mag. Denn Gott hat diesen Kampf schon längst für dich gekämpft.
"Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein? Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle hingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken? (...) Wer will uns trennen von der Liebe Jesu? Not, Angst, Verfolgung, Hunger, Blöße, Gefahr oder ein Schwert? (...) Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat und der uns liebt." (Römer 8, 31-37)

God is with you
Egal, welcher Angst du gegenüberstehst - du kannst sie überwinden! Gott ist für dich. Er möchte dir gerne die nötige Kraft geben, nicht mehr nachzugeben. Woher kommt diese Kraft? Gott hat den Sieg möglich gemacht, als er für dich am Kreuz gestorben ist! Damit wurde die Angelegenheit, in der du jetzt gerade steckst, vor mehr als zwei Jahrtausenden bereits entschieden. Und zwar ganz klar für dich! Der, der dir Angst machen möchte, hat durch Jesu Tod und Auferstehung ein für alle Mal die Macht über dich verloren. Gott hat einen Weg für dich bereitet, die Angst zu bestehen. Lass zu, dass er dich stärkt. Egal, wie deine Angst aussehen mag. Sie dient dir tatsächlich zum Besten. Denn:
Gott möchte dich als Überwinder deiner Angst sehen! Du bist zum Überwinder berufen.
"Seht es als einen ganz besonderen Grund zur Freude an, wenn ihr Prüfungen verschiedenster Art durchmachen müsst. Ihr wisst doch: Wenn euer Glaube erprobt wird und sich bewährt, bringt das Standhaftigkeit hervor. Und durch die Standhaftigkeit soll das Gute, das in eurem Leben begonnen hat, zur Vollendung kommen. Dann werdet ihr vollkommen und makellos sein, und es wird euch an nichts mehr fehlen." (Jakobus 1, 2-4)
Indem du überwindest, wirst du durch die Angst wachsen und deine Beziehung zu Gott vertiefen. Der Kampf ist bereits für dich entschieden. Das darfst du wissen. Gehe den nächsten Schritt, indem du Gott bereits jetzt dafür dankst, dass du diese Angst mit ihm überwinden wirst.

Fürchte dich nicht
Ich nehm wieder meine Bibel in die Hand. 365 mal steht "Fürchte dich nicht" darin. Jeden Tag des Jahres fordert Gott mich heraus: Fürchte dich nicht! Du bist geliebt, mein Kind, du bist angenommen. Die Liebe deckt dich zu wie eine Umarmung! Für dich ist Liebe da, mein Kind, du bist geliebt und gewollt du brauchst keine Angst zu haben, denn ich habe die Angst überwunden!
Tja... aber dann sehe ich auch die ganzen großen Helden, der Bibel, die viel zu oft die Hosen doch so richtig voll hatten. Mose, der vor lauter Menschenfurcht sein Volk lieber der Sklaverei überlassen hätte. Petrus, der mit dem Blick auf die großen Wellen halb ertrinkt und später Jesus verleugnet. Jona, der sich vor lauter Angst vor Verantwortung inmitten von walischen Verdauungssäften erstmal damit auseinandersetzten muss. Und und und...
Und wenn selbst die es mit ihren Ängsten nicht auf die Reihe bekommen, was mach dann ich? Fast schon widersprüchlich das Ganze. Aber, eigentlich auch gar nicht so widersprüchlich. Es waren eben doch nur Menschen. Wie ich. Die das gleiche über ihre Angst lernen durften. Wie ich. Nämlich einen Fokuswechsel:
Weg von der gegenwärtigen Angst, hin zu einem allgegenwärtigen, ewigen Gott!
Und das gilt es jetzt zu üben. Ja? Hast du das gehört Angst? Angefangen damit, diesen Blogeintrag tatsächlich zu posten. Hier Internet, meine Ängste ganz offen und ungeschützt für dich. Und so kämpfe ich gerade mit der Angst, ob das so gut ist und wie das wohl ankommt. Aber nee. Ich möchte darauf vertrauen, dass Ehrlichkeit Fassaden einreißt. Damit Gottes Liebe und Perspektive auch dahin kommt. Also tschüss, Menschenfurcht und hallo Fokuswechsel...
Ich betrete Neuland und wage es, barfuß durch nasses Gras zu gehen - die Scherben? Ja, aber ich weiß zu unterscheiden zwischen Weisheit, Angst und Übermut, Gelassenheit, Freundschaft und Liebe! Ich gehe meinen Weg. Hinein ins Leben. Und du?

Be blessed
Manuel


Bildquelle: http://ligaviewer.com/youversion

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