Spread faith

Lesedauer: 5min

Teile woran du glaubst 

Das einzige Evangelium, das die meisten Leute je lesen, ist nicht das Evangelium nach Matthäus oder Lukas - sondern das Evangelium nach "dir"! Wie du lebst, und was du tust, ist das Erste und vielleicht auch das Einzige, was viele Menschen in deiner Umgebung von Jesus kennenlernen werden! Also, worauf wartest du noch: Share your Faith! - Wenn das doch nur so einfach wäre...

Hey du,
hin und wieder verspüre ich den Drang wegzulaufen, das Thema zu wechseln oder mich aus dem Gespräch herauszuziehen, sobald es um meinen Glauben geht und vielleicht unangenehme Fragen gestellt werden könnten. Doch wenn ich auf die leise Stimme des Heiligen Geistes in mir höre, mache ich genau das Gegenteil. Ich lasse mich auf das Gespräch ein und riskiere es. Auch wenn ich eine gewisse Anspannung verspüre, bin ich oft erstaunt darüber, wie belebend so ein Gespräch sein kann. Als Christen haben wir das Privileg, Menschen zu ermutigen, indem wir Hoffnung und Leben über ihnen aussprechen.  
Bist du einer von diesen Menschen, die so überfordert und verwirrt sind, wie sie ihren Glauben mit anderen teilen können und es letzten Endes nie tun?
Ich will uns heute herausfordern neu durchzustarten, die Angst abzulegen und unseren Glauben authentisch und mit Freude zu teilen. Denn eigentlich ist es gar nicht so schwer, weil Gott in uns lebt! Bist du bereit? Let´s go!

Jeder Christ ein Evangelist
Bestimmt kennst du diesen Spruch. Für mich hört er sich an, wie eine etwas abgestandene Parole die verzweifelt versucht, Menschen zu motivieren, ihren Glauben zu teilen. Dabei steckt in Wirklichkeit so viel mehr dahinter!
Kurz bevor Jesus diese Welt verließ und wieder zu seinem Vater ging, versammelte er noch einmal alle seine Jünger. Seine Bande. Die Menschen, die die letzten Jahre mit ihm durch dick und dünn gegangen sind. Seine besten Freunde. Und was waren seine letzten Worte an seine Jünger? "Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin uns lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende" (Matthäus 28,18-20). Bäm! Sein Auftrag an seine Jünger damals steht. Und auch sein Wunsch an seine Jünger heute. An jeden, der Jesus nachfolgt. Immer wieder findet sich unter Christen das Denken, nur einige wenige hätten eine besondere Gabe der Evangelisation. Doch tatsächlich sendet Gott jedes seiner Kinder zu den Menschen, denen er begegnen will.
Über den Glauben reden zu können, und die allerbeste Story dieser Welt, die Message von Jesus zu teilen, ist keine Gabe, sondern eine Verantwortung. 
Wir müssen die Gute Nachricht von Jesus zu den Menschen bringen. Raus in die Welt, rein ins Abenteuer!

Sein Auftrag an uns
Jesus schickt uns in die Welt. Rein ins Abenteuer. Um Menschen von ihm weiterzusagen. Menschen zu lehren, wie sie ihm nachfolgen und welche konkreten Schritte sie dabei tun können. Und damit sind wir alle, seine Follower gemeint. Wir sollen seine Message weitersagen.
Nur wenige hören Gottes Geschichte oder tauchen in einer Gemeinde auf, ohne vorher eine gläubige Person gekannt zu haben. Die meisten, die zum Glauben an Jesus kommen, kannten eine Person, die Jesus nachfolgte, die Glauben lebte und die sie vielleicht auch zum ersten Mal mit diesem Gott bekannt gemacht hat. Gott will, dass wir anderen von ihm erzählen, auch unserer Familie, Freunden und Nachbarn. Er lädt uns ein, andere einzuladen.
Also, auf die Plätze, fertig, los? Schnell losdüsen und jedem Menschen, dem wir begegnen von Jesus erzählen? Schnell handeln und die ganze Zeit dafür einsetzten, dass jeder Mensch von Gott hört, bevor Jesus wiederkommt? Ja warum nicht?! Heute haben wir noch die Möglichkeit, Menschen mit Jesus in Connection zu bringen. Aber warte nochmal einen Augenblick, denn bevor wir losdüsen sollten wir noch einige Dinge im Hinterkopf und im Herzen behalten.

7 Tipps um authentisch über Jesus zu reden

Wenn wir als Christen im ganz normalen Alltag über unseren Glauben reden, fühlen wir uns oft nicht wohl in unserer Haut. Wir werden verkrampft und unnatürlich. Die folgenden Tipps können helfen, locker zu bleiben:

1. Wir brauchen einen natürlichen, naheliegenden Einstieg
Während wir uns über was-auch-immer unterhalten, können wir überlegen, was Jesus damit zu tun hat. Es gibt keinen Bereich unseres Lebens, zu dem Jesus keinen Bezug hätte, sei es Sport, Musik, Kunst oder Politik. Irgendwo gibt es in jedem Gespräch einen Punkt, an dem es passt, Jesus zu erwähnen. Das können wir einerseits ganz beiläufig, andererseits aber auch voller Begeisterung tun, eben genau so, wie wir auch über andere Themen reden.

2. Wir sollten dabei nicht komisch werden
"Ich muss mir dir unbedingt mal über Jesus sprechen." Wer so einsteigt, der behandelt den anderen als evangelistisches Opfer, nicht als Freund. Das führt zu einer Situation, die für beide Seiten beklemmend und unangenehm ist. Es gibt zwar auch gute Gespräche über den Glauben, die unangenehm werden, wenn es zum Beispiel um Sünde geht, aber das ist dann etwas anderes. Die Wahrheit, wie Gott sie sieht, ist nicht immer angenehm. Aber selbst dann können wir angenehme Gesprächspartner bleiben.

3. Gewinnend sein
Es geht darum, Menschen zu gewinnen. Wir wollen das Herz des anderen mit Freundlichkeit gewinnen und die Richtung des Gesprächs sanft und behutsam lenken. Druck hat hier nichts zu suchen. Nur weil wir eine Auseinandersetzung gewinnen, heißt das nicht, dass wir die Person gewonnen haben. Tatsächlich ist oft das Gegenteil der Fall, dass dadurch Menschen von Diskussionen über Gott und Glaube Abstand nehmen.
Vermeide Auseinandersetzungen. Berichte lieber von deinen Erfahrungen. Höre den Geschichten zu und erzähle wie Gott dir in Situationen schon geholfen hat und wo er etwas in deinem Leben bewirkt hat. Du könntest ihnen auch anbieten, für sie zu beten. Selbst wenn sie nein sagen, kannst du aus diesem Gespräch gehen und die Freundschaft gewonnen haben.

4. Widerlege die Vorurteile über Christen
Es gibt viele Zerrbilder von Christen, die nicht gerade schmeichelhaft sind. Viele stellen sich Christen als Menschen vor, die andere verurteilen, die hart und lieblos sind und sich als Moralapostel aufspielen. Gleichzeitig haben aber die meisten, die so denken, gar keine gläubigen Freunde. Das ist unsere Chance. Wir können zeigen, wie Christen wirklich sind, nämlich so wie Gott selbst: nachsichtig, einfühlsam, hilfsbereit und liebevoll.
Kürzlich hatte ich eine lustige Unterhaltung mit ein paar Freunden darüber, was genau eigentlich Gnade bedeutet. Dabei ist mir eines klar geworden:  
Um Neugier zu wecken und zu erklären, um was es wirklich geht, müssen wir den Begriff des "Christseins" neu definieren. 
Wir müssen den Leuten helfen zu verstehen, dass Christen doch eigentlich auch nur "zerbrochene Typen sind, die nur durch Jesus wieder hergestellt worden sind" (Römer 3,23 und 2. Korinther 5,17). Wir sind kein exklusiver Club von "Gutmenschen" oder irgendein Club, der bestimmte Interessen vertritt. Sondern, wir sind ganz normale Menschen, die sich ihren eigenen Fehlern und Unzulänglichkeiten bewusst sind und die verstanden haben, dass wir nur durch Gottes Gnade wieder hergestellt und von Gott angenommen worden sind.

5. Pretty unperfect
Viele Menschen denken, Christen müssten ein fehlerloses Leben führen. Entsprechend wollen sie mit Christen nichts zu tun haben, da sie sich selbst als fehlerhaft und unvollkommen erleben. Deshalb können wir gar nicht oft genug betonen, dass wir alle einen Erlöser brauchen. Wir dürfen es nicht vergessen, die Welt muss es wissen und allen, die in unsere Gemeinden kommen, müssen wir es immer wieder sagen. So können wir die Distanz reduzieren, die viele Menschen dem Christentum gegenüber empfinden.
Keiner von uns ist fehlerlos. Jeder hat seine Bereiche, in denen er sich schwertut und immer wieder versagt. Wenn in unserem Leben Dinge gut laufen, dann liegt das an Gott, nicht an uns. Die Menschen sind offener, wenn wir nicht so tun, als wären wir besser als sie. Sollen sie doch wissen, dass vieles, was ihnen schwer fällt, auch für uns ein Problem ist. Sie brauchen sich in unserer Gesellschaft nicht schlecht zu fühlen, wir sind auch nicht besser als sie.
Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass niemand unbeschadet durch dieses Leben gehen kann. Entsprechend sollten wir im Alltag nach den Menschen Ausschau halten, die innerlich zerbrochen sind. Wir gehen auf sie zu als Menschen, die selbst zerbrochen waren, aber durch Gottes Liebe innerlich heil wurden. Diese Heilung für ihr Leben bieten wir den anderen an. Das ist Evangelisation.

6. Taten sagen mehr als Worte
Wir sollten nach Gelegenheiten suchen, um unseren Mitmenschen Gutes zu tun. Unser ganzes Umfeld kann von unserer Hilfsbereitschaft profitieren. Dabei darf es aber nicht darum gehen, Aufmerksamkeit zu bekommen. Aber wir müssen uns schon darüber im Klaren sein, dass die Leute uns beobachten, besonders wenn sie wissen, dass wir gläubig sind. Das hat auch Jakobus im Neuen Testament geschrieben: "Glaube ohne Taten ist ein toter Glaube." An unserem Verhalten werden andere prüfen, ob unser Glaube lebendig ist.

7. Bete für sie!
Ich weiß... das sollte man ja sowieso machen. Wenn wir mit jemandem über Jesus sprechen möchten, dann scheint es ganz natürlich, dass wir auch für die Person beten. Aber manchmal werden wir so nervös, wissen nicht was wir sagen sollen oder wie die Person wohl reagieren wird. Das führt dazu, dass wir diesen wichtigen Schritt überspringen.
Deshalb bitte Gott, dir in solchen Situationen Ruhe zu geben. Und dann bete für diejenigen, mit denen du seine Geschichte teilen möchtest.

Schreib Geschichte mit Gott
Ich will dich heute ermutigen, deinen Glauben zu teilen und einen Lifestyle für Gott zu leben. Ich persönlich habe mich während meiner Schulzeit leider viel zu spät dazu entschieden, für Gott zu scheinen. Jahre lang, war es mir peinlich, anderen von meinem Glauben zu erzählen. Erst vor ein paar Jahren habe ich mich dazu entschieden, meinen Glauben mit anderen zu teilen. Ich habe angefangen, meinen Freunden von Gott zu erzählen, ich habe angefangen diesen Blog zu schreiben und einen Lifestyle für Gott zu leben. Ich bekomme fast jeden Tag Mails oder WhatsApp-Nachrichten von euch, weil meine Blogeinträge andere so bewegt haben, Kids, die ich auf Freizeiten betreut hab, leben heute mit Jesus... Das alles kann passieren, wenn wir uns entschließen, mutig mit Gott durch unseren Alltag zu gehen, "Share Faith" zu leben und Geschichte mit Gott zu schreiben. Gott wirkt durch mich. Gott wirkt durch dich. Unser Leben macht einen Unterschied und wird zum Abteuer mit Gott. Ich kann es kaum erwarten, eure Geschichte mit Gott zu hören. Gott hat Großes mit dir vor! Keep on shine!

Die Message von Jesus ist das zentrale Thema - nicht nur am Sonntag.

Be blessed
Manuel


Bildquelle: https://ligaviewer.com/yesheis_

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