G L A U B E N (TDW 6/2018)

Lesedauer: 7min

Was glaubst du, ist Glaube?

Lies bitte zuerst: Hebräer 11, 1

Hey du,
Wow, jetzt ist einfach schon Februar. 2018, ich bin angekommen! Mittlerweile klappt`s sogar, dass ich auf Anhieb das Datum richtig schreibe. Kennst du das, wenn du Anfang des Jahres mit der neuen Jahreszahl soo überfordert bist? Ja genau, damit bin ich jetzt durch. Aber sonst ist dieses Jahr gefühlt immer noch ziemlich neu, hat quasi gerade erst angefangen... was das Jahr mit sich bringt, weiß ich immer noch nicht. Aber was dieses 2018 für mich persönlich, und vielleicht auch für dich, mit dem Wort Glauben zu tun hat, erzähl ich dir in den nächsten Zeilen.
Also hol dir noch schnell ne Tasse Kaffe, Tee... - was auch immer du magst. Und dann lass uns ein bisschen übers Leben reden.

Mission statement
Glauben - das ist mein Wort für dieses Jahr. Mein Wort, das bedeutet sowas wie mein Motto. Vor ungefähr 2 Jahren habe ich das zum ersten Mal gemacht, mir ein Wort für´s Jahr überlegt. Ich hatte viel über Vorsätze, Reflexion etc. gelesen und fand die Idee von einem Wort - statt einer langen Liste an Vorsätzen ziemlich gut. In den letzten beiden Jahren habe ich dann erlebt, dass so ein kleines Wort ganz schön viel Einfluss auf ein Jahr haben kann. Gott hat dabei eine entscheidende Rolle gespielt.  Ich habe mir von ihm Ideen geholt und gefragt, in welchen Lebensbereichen ich Veränderung gebrauchen kann. Er hat mich inspiriert und mich an mein Wort erinnert, wenn ich´s im Laufe des Jahres vergessen habe. Im Rückblick gesehen ist es wirklich erstaunlich, dass diese Wörter meine Jahre so geprägt haben.

Just believe
Hast du das auch schon mal ausprobiert? Oder ne andere außergewöhnliche Idee, die dein Jahr verändert hat?
Ich finde das so spannend! Und deshalb habe ich mir für dieses Jahr auch wieder ein Wort rausgesucht. Ich hab lange überlegt und mich durch verschiedene Gedanken, Erinnerungen an letztes Jahr, Impulse von anderen und guten Gesprächen mit Gott letztendlich für das Wort "Glauben" entschieden.
Anfangs dachte ich ehrlich gesagt, dass dieses Wort ja fast ein bisschen langweilig ist. Dieses Wort kennt man doch, was gibt`s da schon Neues zu entdecken? Und außerdem glaube ich ja quasi schon mein ganzes Leben und weiß ja auch woran... oder? Aus irgendeinem Grund hat mich dieses Wort aber doch gepackt. Und so hab ich mich jetzt auf den Weg gemacht, durch dieses Jahr, mit diesem Wort. Will Glauben (neu) entdecken, mich von Gott herausfordern lassen und mutige Schritte gehen. Im Glauben und im Leben. Ich bin so gespannt, wie "Glauben" mein 2018 prägen wird!

Größer, als du glaubst
Was verbindest du eigentlich mit Glauben?
Wenn Petrus mit kleinem Glauben ein paar Meter auf dem Wasser gehen konnte, was können wir dann mit großem Glauben erleben?
Diese Aussage habe ich vor wenigen Wochen im Bezug auf die Situation in der Bibel in Matthäus 14 gehört und das war im Prinzip mein "Go" für mein Wort. In diesem Moment war mir eins sofort klar: ich will das erleben! Ich will einen großen Glauben haben, Großes erwarten und erleben, wie das meinen Alltag verändert. Ich rechne nämlich damit, dass sich die Folgen von Glauben auch im Kleinen, im Alltäglichen, bemerkbar machen. Und ich rechne damit, dass Glauben mehr bewirkt, als ich mir jetzt vorstellen kann. Weil ich an jemanden glaube, der größer ist, als ich glauben kann.

Warum ich glaube
Ich weiß nicht, ob du schon dasselbe beobachtet hast, wie ich, aber in unserer Welt gilt immer eine Sache: Du brauchst noch ein bisschen mehr - und dann bist du glücklich. Du brauchst ein neues iPhone und dann bist du glücklich. Ein bisschen mehr Geld und dann bist du bist glücklich. Man hat sogar mal einen Millionär gefragt: "Sie haben so viel, was brauchen sie, um noch glücklicher zu werden?" Und er hat gesagt: "Ein bisschen mehr". Verrückt. Aber warum sage ich das überhaupt? Weil ich glaube, dass ich mein Leben in einem Satz zusammenfassen kann:
Ich hatte alles - und doch hatte ich nichts.
Ich bin aufgewachsen in einer, wenn man es so sagen kann, perfekten Kindheit. Ich hatte tolle Eltern, einen coolen Bruder, ich hatte Erfolg in der Schule und sogar Erfolg im Sport. Ich hatte alles - und doch hatte ich nichts. Warum? Weil es gab eine verrückte Phase in meinem Leben, mit 12 oder 13 Jahren, wo ich gemerkt habe, dass mit Sinn fehlt, dass mir ein Ziel fehlt. Ich hab mich gefragt: Warum lebe ich eigentlich? Ich hatte alles - und doch hatte ich nichts.

Made for more
Und in dieser Phase habe ich angefangen, ehrlich zu beten. Zu Gott. Und ich habe gemerkt, dass Gott antwortet, hab gemerkt, dass Gott tatsächlich lebt. Wow!
Und ich hab alles auf diese eine Karte gesetzt, ich hab gesagt: "Gott, ich gebe dir mein Leben." Und was dann passiert ist, ist verrückt. Seit diesem Tag hatte ich nie wieder einen Moment wo ich sagen musste: Mein Leben ist sinnlos. Hey nein, es war nicht alles einfach, es war nicht alle perfekt, das will ich überhaupt nicht sagen. Aber es war nie wieder sinnlos.
C.S. Lewis, der Autor von den Chroniken von Narnia hat einmal gesagt:
"Wenn du in dir das Bedürfnis entdeckst, das durch nichts in der Welt gestillt werden kann, dann zeigt es dir, dass du für eine andere Welt geschaffen bist." 
Und genau das glaube ich. Mein Bedürfnis war Sinn. Und meine Sehnsucht nach Sinn konnte durch nichts in der Welt gestillt werden. Erst durch Gott konnte konnte sie gestillt werden. Und ich glaube dasselbe gilt für dich. Ich glaube, dass du für eine andere Welt geschaffen bist. Ich glaube, dass du für eine Beziehung mit Gott geschaffen wurdest. Sie allein erfüllt dein Leben.
Ich glaube, weil ich alles hatte und doch nichts hatte. Ich glaube, weil ich alles hatte, aber erst mit Jesus mein Leben wirklich einen Sinn hatte. Was glaubst du?

Glaube. What?
Meine Suche nach der Bedeutung von Glauben fing bei Google an. Obwohl dieses Wort ja zu meinen Basics gehört, wollte ich doch von ganz vorne anfangen, es zu verstehen. "Also Google, was bedeutet Glauben?" (griech.: "pistis" = Treue, Vertrauen | lat.: "credere" = von "cor dare", d.h. das Herz schenken, sein Herz auf etwas/jemanden setzen | hebr.: "aman" = sich an etwas festmachen, jemanden fest/unerschütterlich sein lassen). Okay, das finde ich schon ziemlich interessant. In diesem einen Wort, das doch so bekannt ist, steckt ja eine Menge drin. Glauben hat demnach etwas mit meinem Herzen zu tun, mit Sicherheit und Treue. Zu sagen, dass ich jemandem glaube, heißt gleichzeitig: ich vertraue demjenigen. Wusstest du das?

Glauben - begründetes Vertrauen
Glaube umfasst mehr als nur das bloße Fürwahrhalten von etwas, auf das man hofft. Glaube hat mit Treue und Zuverlässigkeit zu tun. Diese erweiterte Bedeutung ist gut nachvollziehbar. Gott geht es nicht darum, Menschen zu unterrichten, die hinterher sagen können: "Das ist logisch! Das habe ich begriffen!" Biblischer Glaube ist weit mehr. Er ist ein tiefes Vertrauen.
Natürlich sollte klar sein, dass man nur auf jemand oder etwas vertraut, wenn sich diese Person auch als vertrauenswürdig erwiesen hat. Gott fordert kein dummes oder blindes Vertrauen. Aber das müssen wir auch nicht. Denn er gibt uns in der Natur, in der Logik, in der Tatsache, dass wir Leben, dass wir einen Verstand haben, in der Bibel und im Leben von Jesus so viele nachvollziehbare, starke und überprüfbare Hinweise auf sein Wesen und seine Existenz.
Der Glaube an Gott fordert dazu heraus, über die Aussagen Jesu, die Berichte der Bibel und die Übereinstimmung mit Erkenntnissen aus der Wissenschaft nachzudenken. Klar kann man immer am Glauben zweifeln, denn man kann ihn nicht beweisen. Man kann Wunder nicht wissenschaftlich erklären. Aber muss man das? Gott verspricht niemandem unfehlbare Sicherheit im Glauben. Aber er verlangt auch nicht, unsinnige Dinge zu akzeptieren. So viele Daten aus der Geschichte, Naturwissenschaft, Psychologie und Alltagsleben sprechen weitaus mehr für Gott als gegen ihn.

Glaube ist ein Lifestyle
Weiter geht meine Suche nach Glauben in der Bibel. Denn für mich steht fest: ich glaube an Gott, an seinen Sohn Jesus und an den Heiligen Geist. Und dieser Gott ist es, von dem die Bibel berichtet. Noch mehr: die Bibel ist sein Wort für mich. Was ich in der Bibel über Glauben finde, lässt mich nur staunen! In Hebräer 10 ab Vers 19 geht es um den Weg des Glaubens. Das, woran ich glaube, wenn die Bibel meine Wahrheit ist. Es geht um die Hoffnung und Zuversicht, an der wir im Glauben an Gott festhalten können. Glauben - das heißt, auf den Gott zu vertrauen, der treu ist und hält, was er verspricht. Glaube ist Mut, der belohnt wird. Und Glauben ist eine Herzenshaltung, eine Perspektive, die mehr als das Sichtbare für Realität hält.

Glauben - Kopf, Herz und Hand
"Der Glaube ohne Werke ist tot" (Jakobus 2,26). Damit macht Jakobus deutlich, dass ein Glaube an Gott, der sich nur im Kopf oder in Worten abspielt , weitgehend wertlos ist. Die Echtheit einer Überzeugung zeigt sich in Taten. Jemand, der beteuert, ein Herz für Flüchtlinge zu haben, aber nie etwas mit ihnen zu tun hat, ist nicht glaubwürdig.
Das Handeln zeigt sehr deutlich, ob ein Mensch wirklich überzeugt ist oder ob nur schöne Worte und Gedanken formuliert werden.
Biblischer Glaube will auch im Alltag gelebt werden. 
In einer tiefen Verbundenheit mit Gott und ergriffen von seiner unbeschreiblichen Liebe. Echter biblischer Glaube durchdringt den ganzen Menschen, sein Denken, sein Fühlen und auch sein Handeln. Diesen Glauben will ich glauben und auch leben. Ich will Gott annehmen und mich von ihm leiten lassen. Und ich will handeln. Ich will meinen Glauben leben ich will glaubwürdig sein, ich will Gottes wunderbare Botschaft teilen und seine Liebe weitergeben weil ich glaube, dass er Menschen verändern kann. Bist du dabei?

Persprektivwechsel
Als ich darüber nachgedacht habe, was mein Glaube für mich bedeutet, dachte ich an den Ausblick von einem hohen Berg. Stell dir das mal vor: du lebst dein Leben in einem Tal, in dem du vor allem das siehst, was direkt vor dir liegt. Du siehst die Menschen in deiner direkten Umgebung. Du kennst deine Stadt, die Straßen, die du täglich gehst und die Orte, an denen du dich aufhältst. Von deinem Standpunkt aus kannst du einfach nicht weiter sehen, also ist das deine Realität.
Hör mal auf, nur das zu glauben, was du siehst...!
Perspektivwechsel. Du stehst ganz oben, auf der Spitze dieses Bergs. Du kannst weit über das Tal hinaus sehen, in dem du lebst. Und obwohl du nicht alles im Detail erkennen kannst, so wird dir doch klar: es gibt so viel mehr! Die ganze Wirklichkeit liegt eben nicht nur direkt vor deiner Nase. Nur, weil du es in deinem Tal noch nicht sehen kannst, heißt das nicht, dass es nicht mehr gibt. Die Realität ist, dass es noch so viel mehr Wege gibt, so viel mehr Orte, so viel mehr Menschen, denen du begegnen kannst.
Und ich glaube, dass es genau das ist, was ich in diesem Jahr neu lernen und erleben will! Ich glaube, dass es mehr gibt, als was ich jetzt sehe. Ich glaube, dass Gottes Perspektive so viel weiter ist. Und ich glaube, dass ich ihm vertrauen kann, dass er mich auf dem Weg des Glaubens leiten wird.

Let´s go!
Wie cool wäre das, wenn wir diese Reise zusammen gehen! Bist du dabei? Machst du dich mit mir auf den Weg - vielleicht erstmal auf den Berg, um dich davon zu überzeugen, dass die ganze Wirklichkeit so viel mehr ist als deine Wirklichkeit?
Ich bin so gespannt darauf, was in diesem Wort - Glauben - noch drin steckt und wie es mein/dein 2018 prägen wird! Ich halte dich auf dem Laufenden.


Be blessed
Manuel 


Bildquelle: https://ligaviewer.com/youversion

Kommentare

  1. "So viele Daten aus der Geschichte, Naturwissenschaft, Psychologie und Alltagsleben sprechen weitaus mehr für Gott als gegen ihn."

    Hey, könntest du diesem Thema mal einen Post widmen?
    LG

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