Wie reich bist du wirklich?

Lesedauer: 4min

Von der Herausforderung und dem Geschenk dankbar zu sein

Danke. Fünf Buchstaben, die dein Leben umkrempeln können - und dich näher zu Gott bringen.

Hey du,
kennst du diese Tage, an denen du nicht lange überlegen musst, um dankbar zu sein? Mir fallen dann ohne Probleme 20 Dinge ein, über die ich mich freue. Einfach so, an einem scheinbar normalen Tag. Heute vor 4 Monaten war so ein Tag und gleichzeitig der Anfang einer persönlichen Challenge für mich. Es war der 13. Dezember, ein wunderbarer Tag an dem ich diesem Post auf Instagram gelesen hab: "Heute fällt es mir leicht dankbar zu sein... für einen guten Morgen, für wunderschönes Wetter, für die Möglichkeit guten Kaffee zu kaufen und die Zeit ihn zu genießen, für besondere Menschen, die mein Leben schön machen... und so viel mehr. Meine Herausforderung und mein Ziel ist es, jeden Tag und in jeder Situation dankbar zu sein. Das ist es, was Gott von mir will. - Was wäre, wenn du heute nur mit den Dingen aufgewacht wärst, für die du Gott gestern gedankt hast?"

Dankbarkeit ist eine Challenge
Wow! Was wäre wenn du heute nur mit den Dingen aufgewacht wärst, für die du Gott gestern gedankt hast? Was hättest du dann? Eine Frage, die ganz schön herausfordert. Und die mir nicht mehr aus dem Kopf ging. Und es war an dem Mittwoch vor genau vier Monaten, als ich das hier in meiner Bibel entdeckt habe: "Dankt Gott in jeder Lage! Das ist es, was er von euch will und was er euch durch Jesus Christus möglich gemacht hat." (1.Thessalonicher 5, 18) Klar, kein Ding, dachte ich mir. Also heute, an dem besagten Mittwoch, zumindest...
Aber wie sieht’s denn morgen und übermorgen aus? Oder jetzt gerade, wo ich das hier schreibe? Ganz ehrlich: Das ist nicht immer so easy, weil mein Alltag nicht so aussieht. Mein Leben - deins vielleicht auch - ist einfach nicht perfekt. Es scheint nicht jeden Tag die Sonne und ich verbringe nicht jeden Tag Zeit mit meinen Lieblingsmenschen. Leider wohne ich noch nicht in einem Haus am Meer und die unlimitierte Kreditkarte fehlt mir auch noch.
Deshalb, weil mein Leben nicht perfekt ist, ist Dankbarkeit eine Challenge für mich.

Dankbarkeit ist ein Lifestyle
Aber jetzt mal von vorne... Was Dankbarkeit bedeutet, weiß ja eigentlich jeder. Schon als Kind lernt man, dass man "Danke" sagt, wenn man etwas geschenkt bekommt. Laut Wikipedia ist Dankbarkeit ein "positives Gefühl oder eine Haltung in Anerkennung einer materiellen oder immateriellen Zuwendung, die man erhalten hat oder erhalten wird." Und manche Psychologen sagen, dass Dankbarkeit "der Weg zum persönlichen Glück" ist, oder auch "das Gefühl des Staunens."
Ich persönlich denke, dass Dankbarkeit mehr ist als ein Gefühl oder eine höfliche Angewohnheit, sondern eher ein Lifestyle - in jeder Lage.
Seitdem ich meine Challenge gestartet habe, sind mir drei Effekte von Dankbarkeit aufgefallen.

Dankbarkeit geht nicht ohne Lächeln
Wenn ich mich entscheide, dankbar für das zu sein, was ich habe, statt auf das zu schauen, was mir fehlt, dann lächel ich. Ganz von alleine kommt diese positive Einstellung auch in meinem Gesicht an, sodass es jeder sehen kann. Gut, oder?

Wer dankbar ist, kann Zufriedenheit nicht verhindern
Ich habe mal eine Zeit lang einen Kalender geführt, in dem ich keine Termine aufgeschrieben habe, sondern jeden Tag eine Sache, für die ich dankbar bin. Umso länger ich das gemacht habe, umso mehr wurde das zu einer Gewohnheit in meinem Leben. Meistens ist mir mehr als eine Sache am Tag eingefallen, für die ich dankbar war. Damit das passieren kann, muss ich mich aber jeden Tag neu entscheiden, worauf ich mich fokussiere. Auf das, was mir fehlt oder auf das, was ich habe. In Psalm 103,2 schreibt David: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!" Gott ist gut und er beschenkt mich mit so viel Gutem! Das ist die Wahrheit in jeder Situation, unabhängig von meinen Gefühlen. Manchmal muss ich mich bewusst erinnern, statt darauf zu warten, dass mein Leben perfekt wird und endlich alle meine Träume in Erfüllung gehen. Mich für einen Lifestyle der Dankbarkeit zu entscheiden, heißt mit offenen Augen und offenen Händen durch den Tag zu gehen und bereit für die großen und kleinen Geschenke zu sein, die Gott mir in sie hineinlegt.

Beziehungen werden durch Dankbarkeit verändert
"Danke" sagen heißt immer, dass ich etwas bekommen habe. Jemand hat mir ein Geschenk gemacht. Ich liebe es andere Menschen zu beschenken, mir etwas besonderes zu überlegen für jemanden, den ich mag, oder einfach jemandem etwas Gutes zu tun, der nicht damit rechnet. Aber am Schönsten ist es, der Person in die Augen zu schauen und zu sehen, wie sie sich freut. Manchmal geht "Danke" sagen auch ganz ohne Worte. Egal, wer mich beschenkt und bei wem ich mich bedanke - Dankbarkeit bringt uns zusammen. Beziehungen werden vertrauter. Wir freuen uns gemeinsam, statt zu vergleichen und neidisch zu sein. Wir sind hilfsbereit und wissen, dass wir gar nicht alles alleine schaffen müssen.
Ich glaube, dass Gott genau weiß, wie Dankbarkeit uns und unser Leben verändert. Und weil er nur das Beste für uns will, will er auch, dass wir dankbar leben. Damit wir das nicht irgendwie alleine schaffen müssen, hat er das durch Jesus möglich gemacht. Jesus ist für dich und für mich gestorben und wieder auferstanden. Er lebt und hat uns für immer, unabhängig von unserer aktuellen Situation, einen Grund zur Dankbarkeit gegeben. Er liebt dich. Er versorgt dich. Und wenn du aufmerksam dafür bist, wirst du entdecken, dass er dir das jeden Tag neu beweist.

Wie reich bist du wirklich?
Ich möchte dir heute eine Frage stellen. Und zwar: Wie reich bist du wirklich? Ich glaube so oft beklagen wir uns über das, was uns fehlt, anstatt uns über das zu freuen, was wir haben. Und so oft verstehen wir nicht, wie reich wir wirklich beschenkt sind. Und deshalb möchte ich dir zum Abschluss die herausfordernde Frage stellen: Wie reich bist du wirklich? Letztens habe ich ein Buch von Dale Carnegie gelesen, was mich unglaublich inspiriert hat. Weil der Autor darin eine Frage stellt, die mein Denken verändert hat. Und zwar fragt er: Würdest du für eine Millionen Euro das hergeben, was du hast? Und ich sofort: Niemals! Selbst für eine Milliarde würde ich nicht das hergeben, was ich habe. Ich würde nicht meine Freundin hergeben, ich würde nicht meine Familie, meine Freunde und all das, was ich hab hergeben, für so einen materiellen Wert. Und auf einmal verstand ich, wie sehr ich beschenkt bin. Und wie sehr ich einen Grund dafür habe, dankbar zu sein. In der Bibel in Psalm 50 in Vers 23 steht: "Wer mir seinen Dank gibt, gibt mir ein Opfer, das mich ehrt." Gott liebt es, wenn wir verstehen, wie sehr wir beschenkt sind. Gott liebt es, wenn wir uns über das viele freuen, was wir haben, anstatt uns über das wenige zu beklagen, was uns fehlt. Peter Hahn hat einmal gesagt: Anfangen zu danken ist der beste Weg, trübe Stunden zu verhindern und zu überwinden. Und ich möchte dir heute eins sagen: Du bist unendlich reich beschenkt!

Triffst du mit mir die Entscheidung, dankbar zu sein? - Auf dass wir unsere Umgebung damit anstecken!

Be blessed
Manuel


Bildquelle: https://lviewer.com/youversion

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