(K)eine Pflichtlektüre

Lesedauer: 6min

Ist die Bibel heute out?


Jedes Jahr werden fast 200 Millionen IKEA-Kataloge gedruckt - in 35 
Sprachen. Etwa doppelt so viele Bibeln und Bibelteile werden jährlich 
aufgelegt. Und in über 3.000 Sprachen gibt es mindestens einen Teil der 
Bibel. Was steht wirklich in der Bibel? Moralpredigten, Märchen, 
Legenden oder Gottes Wort? Ist sie voller Staub oder voller Leben?

Hey du,
"In hundert Jahren wird die Bibel ein vergessenes und unbekanntes Buch sein. Sie wird nur noch als Rarität in den Rumpelkammern und Altertums-Sammlungen als Zeuge der Torheit früherer Geschlechter zu finden sein." Der große französische Philosoph Voltaire (1694-1778) stand der Bibel völlig ablehnend gegenüber - 100 Jahre später wurden in seinem Haus Bibeln gedruckt. Und noch heute kann man dort Bibeln kaufen. Während eine Philosophie, nach der nächsten in Vergessenheit gerät, wird die Bibel immer noch gelesen.
In der Weltliteratur gibt es kein anderes Buch, das einerseits so gehasst und andererseits dermaßen geschätzt wird. 
Viele Leute sind der Meinung, die Bibel sei ein ganz gewöhnliches Buch. Andererseits behaupten viele Bibelleser, dass Gott in ihr Leben eingreift: Mit seiner Hilfe würden sie Süchte überwinden, Depressionen meistern und chaotische Lebenssituationen ordnen. Diese Leute sind felsenfest davon überzeugt, dass die Bibel Gottes Wort ist. In manchen Teilen der Welt halten Christen sogar trotz drastischer Verfolgung an ihren Glauben an den Gott der Bibel fest. Was muss das für ein Buch sein? Ich mein: Wer riskiert schon sein Leben für einen einfachen Schmöker?

Prima Suppe trotz vieler Köche
Die Bibel ist eine kleine Bibliothek. Sie besteht aus mehreren Büchern, die zusammengefasst sind zum Alten und Neuen Testament. Die Bibel wurde von etwa 40 Leuten in einem Zeitraum von rund 1.500 Jahren geschrieben. Teilweise lebten die Schreiber auf verschiedenen Kontinenten und sprachen unterschiedliche Sprachen. Sie stammten aus verschiedenen Kulturen und sozialen Schichten. Mitgeschrieben haben zum Beispiel Könige, Gelehrte aber genauso auch Schafhirten und Handwerker. Die Bibel ist unter geradezu unmöglichen Umständen entstanden. Ich mein, Versuch doch mal gemeinsam mit deinen Freunden einen zusammenhängenden Aufsatz zu schreiben, ohne dich mit ihnen abzusprechen. Das geht nicht. Und trotzdem zieht sich ein roter Faden durch die ganze Bibel. Wie konnte das gehen?
Es muss einen Autor hinter den Autoren gegeben haben. Einen, der zu jeder Zeit den Überblick hatte. In der Bibel heißt es dazu: "Keine Prophetie hat je ihren Ursprung im Willen eines Menschen gehabt. Vielmehr haben Menschen, vom Heiligen Geist geleitet, im Auftrag Gottes geredet" (2. Petrus 1,21). Alle Schreiber hatten also etwas gemeinsam: Sie schrieben das auf, was Gott selbst ihnen aufgetragen hatte oder was sie mit ihm erlebt haben. Deshalb nennt man die Bibel "Gottes Wort". Und nur deshalb zieht sich dieser rote Faden durch die ganze Bibel.

Top in Schuss trotz hohem Alter
Die Texte des Neuen Testamentes waren seit jeher sehr gefragt. Deshalb wurden sie immer wieder abgeschrieben - schon zu Lebzeiten der Autoren. Noch heute gibt es fast 25.000 Abschriften von Teilen des Neuen Testaments aus den ersten Jahrhunderten. Und alle sind bis auf kleine Rechtschreibfehler nahezu identisch. Ein Fragment aus dem Johannes-Evangelium (Papyrus 52) zum Beispiel stammt etwa aus dem Jahr 125 nach Christus - wurde also rund 30 Jahre nach dem Original geschrieben.
In dem verfilmten Bestseller "Sakileg" wird behauptet, dass die Bibel verfälscht wurde. Wäre das möglich?
Stell dir einmal vor: Johannes, ein Schüler von Jesus, schreibt sein Evangelium. Das wird in einer Versammlung vorgelesen, in der etliche die Geschichten von Jesus live miterlebt haben. Sofort wird der Text abgeschrieben und an andere Christen weitergegeben. Nach kürzester Zeit sind neben dem Original zig Abschriften im Umlauf. Wie gesagt: Bis heute sind davon noch Tausende erhalten geblieben. Und alle enthalten genau dieselbe Message. Wenn also jemand die Texte von Johannes hätte fälschen wollen, dann hätte er restlos alle Abschriften einsammeln, sie ändern und wieder in Umlauf bringen müssen. Zusätzlich hätte er alle umbringen müssen, die die alten Texte noch gekannt hatten. Eher unwahrscheinlich, oder!?
 
Prognosen mit 100%er Wahrscheinlichkeit
Ein großer Teil der Bibel enthält prophetische Aussagen. Da haben also Leute etwas von Gott vermittelt bekommen, was sich erst in der Zukunft erfüllen sollte. Zum Beispiel wurde über die Stadt Tyrus vorausgesagt, dass sie untergehen würde: "So spricht Gott, der Herr: Siehe, ich komme über dich, Tyrus, und will viele Völker gegen dich heraufführen, wie das Meer seine Wellen heraufführt! Und sie werden die Mauern von Tyrus zerstören und ihre Türme niederreißen; und ich will das Erdreich von ihr wegfegen und sie zu einem kahlen Felsen machen; zu einem Ort, wo man die Fischernetze ausspannt, soll sie werden inmitten des Meeres. Er (der Feind) wird deine Tochterstädte auf dem Festland mit dem Schwert umbringen, und gegen dich wird er Belagerungstürme aufstellen und einen Wall gegen dich aufwerfen und den Schild gegen dich aufstellen" (aus Hesekiel 26, 3-8). Drei Jahre nach dieser Prophezeiung begann die Belagerung der Stadt, die 13 Jahre dauerte.
In einem amerikanischen Schulbuch kann man nachlesen: "Der größere Teil des Gebietes der einstmals großen Stadt ist heute nackt wie die Oberfläche eines Felsens - ein Ort, wo die rie ihre Netze zum Trocknen ausbreiten" (General History for Colleges, S. 55).
Gott weiß alles, er kennt die Zukunft. Und durch die erfüllten Voraussagen beweist er, dass er in der Hand hat, was auf der Welt geschieht. Sein Wort ist wahr.

Gott spricht in den Alltag hinein
Gott möchte sich jedem mitteilen. Und er möchte in dein Leben hineinsprechen. Denn genau da will er sein. In deinem Leben, in deinem Alltag. Er will dir zur Seite stehen und mit seiner Power dein Leben so richtig durchstarten lassen. Klingt crazy?
In der Bibel gibts dazu eine ziemlich passende Story: Darin geht es um den Fischer Simon. Zusammen mit seinen Leuten hatte er die ganze Nacht draußen auf dem Meer geschuftet. Aber sie haben keinen einzigen Fisch gefangen. Dabei war Simon kein Wochenendfischer, sondern das war sein Business, sein Einkommen, von dem er seine Familie ernährte. Man kann sich gut vorstellen, wie frustriert und müde er und seine Kollegen waren, als sie morgens am Ufer saßen und die Netze sauber machten. Was für eine Schinderei!
Aber auf einmal wurde es laut um sie. Eine rießen Menschenmenge kam das Ufer entlang. Und allen voran Jesus selbst! Und alle Menschen waren da um ihm zuzuhören, denn das, was Jesus erzählte, traf sie in ihrem Herzen. Das was er sagte, kam nicht von dieser Welt. Er war Gottes Sohn!

Simon und seine Crew war total überwältigt. Jeder sprach von ihm und da stand er auf einmal vor ihnen. Jesus Christus!

Meister ohne Angelschein
Und weil das Gewusel zu groß wurde, setzte Jesus die beiden Boote von Simon und seiner frustrierten Crew ein. Vom Wasser aus könnte er ungestört zu den Leuten reden. Jesus stieg also schnurstracks in Simons Boot. Einfach so. Und er bat ihn, vom Ufer wegzufahren. Simon konnte sich bestimmt denken, dass die Predigt von Jesus einige Zeit dauern würde. Und er wäre ja praktisch auf dem Boot "gefangen", also zum Zuhören gezwungen. Und das bei seiner Verfassung. Allerdings: Wenn Jesus wirklich Gottes Worte redete, dann wäre das hier eine Chance, sich davon zu überzeugen. Vielleicht würde Gott ja auch ihm etwas sagen!? Es war ja schon etwas Besonderes, dass Jesus ausgerechnet in sein Boot stieg. Also gab er nach - trotz seiner vermutlich schlechten Laune. Er ließ sich auf Gottes Wort ein und wollte hören, was Jesus zu sagen hat.
"Als er aufgehört hatte zu reden, wandte er sich an Simon und sagte: 'Fahr jetzt weiter hinaus auf den See, werft dort eure Netze zum Fang aus!' Simon antwortete: Meister, wir haben uns die ganze Nacht abgemüht und haben nichts gefangen. Aber weil du es sagst, will ich die Netze auswerfen.'" (Lukas 5, 4-5). Da saß Simon also im selben Boot mit Jesus und hörte ihm bei seiner Predigt zu. Und dann passierte es: Jesus sprach ihn an: Simon solle nochmal fischen gehen. Am helllichten Tag, wo alle Fische tief unten im See schwommen. Und das, obwohl er die ganze Nacht nichts gefangen hatte. Das war doch total absurd. Kein Fischer, kein Pro würde auf so eine Idee kommen. Aber Simon antwortete mit "Rabbi" - das heißt Meister. Obwohl doch eigentlich er selbst der Meister im Fischen war. Diese Rede von Jesus musste ihn wohl ganz schön vom Hocker gehauen haben. Das konnte wirklich nur Gottes Wort sein, was er da gehört hatte. Für ihn stand fest: Jesus ist der Meister.

Dicke Fische durch Gottes Wort
Die Predigt hatte Simon also beeindruckt. Aber hatte Jesus Recht mit dem, was er da erzählte? Oder war Jesus nichts weiter als ein normaler Mensch. Ein guter Rhetoriker vielleicht, aber seine Worte nur heiße Luft. Konnte Simon Jesus und seinen Worten wirklich vertrauen? Um das herauszufinden setzte Simon alles auf eine Karte. Er riskierte, dass man ihn für verrückt oder unfähig hielt, welcher Fischer wirft schon Tags seine Netze aus, nur, weil einer daherkommt und es ihm sagt? Er riskierte sein ganzes Business und tat einfach, was Jesus meinte. Er warf zusammen mit den Jungs nochmal die Netze aus.
Was dann passierte steht in den Versen 6 und 7: "Sie fingen eine solche Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen begannen. Deshalb winkten sie den Fischern im anderen Boot, sie sollten kommen und mit anpacken. Zusammen füllten sie die beiden Boote, bis diese schließlich so voll waren, dass sie zu sinken drohten." 
Simon traute seinen Augen kaum: Bergeweise Fische. Mehr als er jemals gefangen hatte. Es waren so viele, dass sogar die Netze rissen. Schnell rief Simon seine Kollegen zu Hilfe. Und mit einem Mal waren beide Boote so voll, dass sie fast untergingen. Was für ein fetter Fang! Was für ein Wunder! Das war der Beweis: Was Jesus gesagt hatte, das ist passiert. Jesus redete wirklich Worte von Gott. Es stimmte. Darauf konnte man sich verlassen. Simon hatte auf Gottes Wort gehört - obwohl er allen Grund gehabt hätte, die Aktion abzublasen. Und sein Vertrauen wurde belohnt. Er erlebte etwas ganz Großes: Er lernte Gott kennen.

Der größte Fang
Wie sieht's bei dir aus? Vielleicht hast du bereits das ein oder andere über die Bibel gehört. Aber hast du sie auch schon mal selbst aufgeschlagen? Mit Interesse darin gelesen? Dich auf die Suche nach der Wahrheit, auf die Suche nach Gott gemacht?
Ich will dich heute herausfordern: Nimm dir doch die Zeit - Und finde heraus, dass die Bibel wirklich Gottes Wort ist. Wenn du dann darauf achtest, kannst auch du etwas erleben. Vielleicht nicht unbedingt etwas derart Sensationelles wie Simons riesigen Fischfang - aber du wirst in deinem Herzen spüren, dass wirklich Gott durch die Bibel zu dir redet.
Mahatma Gandhi, der selbst kein Christ war, hat einmal über die Bibel gesagt:
"Ihr Christen habt in eurer Obhut ein Dokument mit genug Dynamit in sich, die gesamte Zivilisation in Stücke zu reißen. Die Welt auf den Kopf zu stellen, dieser kriegszerrissenen Welt Frieden zu bringen."
Und Gott hat dieses Buch dir gegeben. Er möchte mit dir Großes reißen. Dich verändern. Durch seine Botschaft und seine Liebe die in diesem Buch stecken. Die Bibel ist seine Anleitung für ein Leben, das richtig steil geht und für ein Leben in und aus der Liebe Gottes!
Lasst uns den Staub von unseren Bibel pusten und Gottes Wahrheit in diesen Seiten entdecken. Denn Dynamit zünden und entdecken, wie Gott unser Leben durchstarten lässt. Bist du bereit?

Be blessed
Manuel


Bildquelle:https://lviewer.com/youversion

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